Der Sekt ist eingekühlt, die Vorfreude groß. Obergänserndorf könnte am Sonntag beim Heimspiel gegen Korneuburg den Meistertitel feiern. Sollte Lassee am Samstag nicht in Klosterneuburg gewinnen, würde der Titel der Gebietsliga Nord/Nordwest sogar schon vor dem Spiel feststehen.
Die 0:1-Niederlage gegen Spillern dämpfte zwar ein wenig die Bilanz der Neusiedler, gegen Laa will man aber wieder in die Erfolgsspur zurück. Allerdings verlor man im Herbst gegen diesen Gegner zu Hause mit 2:3. Markus Ohler und Thomas Urbanek sind diesmal bei den Gästen wegen Sperren nicht dabei.
Spillern hat mit einem Sieg den Kopf aus der Schlinge gezogen. Für Ernstbrunn wird es nach der Niederlage gegen Langenlebarn schon fast unmöglich, die Klasse zu halten. In Spillern muss ein Sieg her, sonst ist der Abstieg besiegelt. Allerdings spricht die schwache Auswärtsbilanz mit 2 Siegen aus 14 Spielen nicht für die Gäste.
Beide Teams können nicht in Bestbesetzung antreten. Bei Langenlebarn sind Manuel Müller, Patrick Grill und Matthias Polt gesperrt, bei Gablitz fehlen Dominik Faschingeder und Sascha Klöckl. Im Herbst trennten sich die beiden Teams mit einem torlosen Unentschieden. Danach sieht es diesmal nicht aus. Denn beide Teams zeigten sich im Frühjahr äußerst treffsicher.
Obritz hat sich die Chance auf den Klassenerhalt am Leben gelassen. Ein Sieg über Langenzersdorf ist aber Pflicht. Im Herbst gelang dies mit 4:1. Allerdings muss die Wolf-Elf diesmal auf Torhüter Pavel Koutnik verzichten. Bei Langenzersdorf ist Patrick Castek gesperrt, dessen Vater in Klosterneuburg nächstes Jahr nicht mehr Trainer sein wird.
Tulln ist weiterhin das Maß der Dinge, zeigte sich seit der Winterpause in bestechender Form. In Prottes hängen zwar die Trauben hoch, die Bilanzen sprechen aber klar für die Gäste. Diese müssen diesmal aber auf Andrej Hesek und Meris Kadic verzichten. Vor allem Hesek, mit 26 Treffern Führender der Torschützenliste, wird gewaltig fehlen.
Marchegg hat auf der eigenen Anlage eine positive Bilanz vorzuweisen. Dies kann Enzersfeld auswärts nicht behaupten. Denn die Gäste verlieren auswärts jedes zweite Spiel. In der Rückrundentabelle halten beide Teams bei mageren 13 Punkten. Es wäre kein Wunder, würde dieses Duell mit einem Remis enden.
Die Chancen der Lasseer auf den Titel sind gleich gegen Null. Das liegt aber nicht an den zuletzt gezeigten Leistungen der Schalkhammer-Elf. In Klosterneuburg wird es für Lassee aber schwer werden, zu bestehen. Allerdings erzielte Lassee auswärts die meisten Tore aller Teams. Im Herbst setzte sich Lassee mit 5:2 durch.
Ausgerechnet gegen den Konkurrenten aus der Bezirkshauptstadt könnte sich Obergänserndorf am Sonntag zum Meister krönen. Allerdings wird Korneuburg alles menschenmögliche Unternehmen, um selbst zu punkten. Bei den Hausherren wird Gabriel Flandorfer wegen einer Sperre fehlen. Im Herbst wurden die Punkte geteilt.