In etwas mehr als zwei Monaten meldet sich die Gebietsliga Nordwest/Waldviertel aus der Winterpause zurück. Bereits in den kommenden Wochen steigen die ersten Mannschaften wieder ins Training ein. So auch der Tabellendritte FC Rohrendorf. Mit einem Rückstand von zwei Zählern auf Spitzenreiter Gföhl, ist man in Schlagdistanz nach oben. Das Ziel bleibt dementsprechend klar der Aufstieg in die 2. Landesliga, aus der man im Vorjahr abgestiegen war!
Ligaportal: Herr Humer, danke fürs Zeitnehmen. Blicken wir zunächst auf die Herbstsaison. Sie überwintern auf Rang drei, nur zwei Punkte hinter der Tabellenspitze. Wie bewerten Sie diese Ausgangslage vor dem Frühjahr?
Trainer Herbert Humer: Insgesamt ist das eine sehr gute Ausgangssituation für uns. Wenn man die Herbstsaison als Ganzes betrachtet, haben wir uns diese Platzierung absolut verdient. Mit etwas Glück wäre im letzten Spiel sogar noch der Herbstmeistertitel möglich gewesen, wir waren ja gegen Groß Gerungs bereits in Führung. Aber auch Rang drei ist völlig in Ordnung. Wichtig ist, dass wir in Schlagdistanz geblieben sind und jetzt alles selbst in der Hand haben.
Ligaportal: Das erklärte Ziel war ja von Beginn an, nach dem Abstieg möglichst schnell wieder aufzusteigen. Gilt dieses Ziel weiterhin uneingeschränkt?
Humer: Grundsätzlich wollen wir so lange wie möglich ganz vorne mitmischen. Natürlich wäre der Wiederaufstieg ein schönes Ziel, aber es wird bei uns nichts Dramatisches passieren, wenn wir am Ende Zweiter oder Dritter werden. Wichtig ist, dass wir attraktiven Fußball spielen, vorne dabei sind und als Verein interessant bleiben – auch für mögliche Neuzugänge. Wenn es heuer klappt, ist das großartig. Wenn nicht, werden wir im nächsten Jahr wieder einen neuen Anlauf nehmen. Es ist kein „Alles-oder-nichts“-Szenario.
Ligaportal: Apropos Neuzugänge: Hat sich personell bereits etwas getan?
Humer: Ja, wir haben einen Spieler aus Rumänien neu dazugewonnen. Er studiert in Krems, kommt ursprünglich eben aus Rumänien und hat dort eine sehr gute fußballerische Ausbildung genossen. Zuletzt war er auch in Moldawien in einer Akademie aktiv. Aufgrund des Verbandswechsels dauert es länger, ihn anzumelden, trainiert aber bereits seit September bei uns mit. Das ist für uns definitiv ein Glücksgriff.
Ligaportal: Sind darüber hinaus noch Veränderungen im Kader geplant?
Humer: Abgänge haben wir aktuell keine, abgesehen von einem Spieler, der ein Auslandssemester absolviert. Wir planen aber noch, uns defensiv zu verstärken – idealerweise mit einem Spieler, der sowohl in der Abwehr als auch im zentralen Mittelfeld einsetzbar ist. Da stehen wir kurz vor einer Einigung.
Ligaportal: Wie sieht aktuell die Vorbereitung auf das Frühjahr aus?
Humer: Wir starten offiziell nächste Woche ins Mannschaftstraining. Die Spieler haben aktuell ein individuelles Heimprogramm, das sehr gut funktioniert. Wir erhalten täglich Rückmeldungen, die Trainingsdisziplin ist absolut in Ordnung. Insgesamt haben wir rund sieben Wochen Vorbereitung, das ist aus meiner Sicht ausreichend.
Ligaportal: Sie haben mehrere Testspiele angesetzt, fast im Wochenrhythmus. War das bewusst so geplant?
Humer: Teilweise ja, teilweise war das noch vom vorherigen Trainer vorgeplant. Grundsätzlich halte ich es für wichtig, möglichst schnell wieder in den gewohnten Wochenrhythmus mit Spiel am Wochenende zu kommen. Auch wenn ich persönlich gerne zunächst ein paar Wochen draußen trainiere, bevor man das erste Spiel bestreitet, werden wir das so gut wie möglich umsetzen.
Ligaportal: Werden Sie in der Vorbereitung auch taktisch experimentieren?
Humer: Ja, auf jeden Fall. Wir wollen unser Grundsystem nicht komplett umstellen, aber durchaus an Alternativen arbeiten. Es ist wichtig, einen Plan B zu haben – etwa andere Formationen oder Anpassungen je nach Gegner. Die Vorbereitung ist genau dafür da, um solche Varianten zu testen.