Gebietsliga Nordwest/Waldviertel

„Erste zwei Spiele gegen Raabs und Litschau werden extrem entscheidend sein“ – St. Martin hofft auf idealen Frühjahrsauftakt!

In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel geht das Tabellenschlusslicht SC St. Martin als klarer Abstiegskandidat Nummer eins in die Frühjahrssaison. Nach der Hinrunde hat man bloß sechs Punkte auf dem Konto und muss dementsprechend auf ein besseres Frühjahr setzen. Trainer Christopher Bruckner bleibt dennoch optimistisch, obwohl der Ernst Lage klar ist. Mit drei fixierten Neuzugängen und möglichen weiteren Transfers soll die Mission Klassenerhalt gelingen!

Vorbereitungen laufen

Ligaportal: Herr Bruckner, danke fürs Zeitnehmen. Lassen Sie uns mit der anstehenden Vorbereitung beginnen. Wann startet diese bei Ihnen offiziell?

Trainer Christopher Bruckner: Wir haben bereits letzte Woche mit dem Laufplan begonnen, damit die Spieler wieder langsam reinkommen. Der offizielle Trainingsstart ist dann am 30. Jänner, also etwas später als bei manchen anderen Teams. Trotzdem haben wir insgesamt rund sieben Wochen Zeit bis zum Meisterschaftsstart, was aus meiner Sicht absolut ausreichend ist.

Ligaportal: Ein Testspiel ist ja schon relativ früh angesetzt.

Bruckner: Ja, genau. Das erste Testspiel ist am 31. Jänner gegen Freistadt geplant. Danach folgen weitere Vorbereitungsspiele, sodass wir relativ früh wieder Spielpraxis sammeln können, was uns sicher guttun wird.

„Erste Spiele richtungsweisend“

Ligaportal: Die Ausgangslage ist natürlich nicht einfach: Sie gehen als Tabellenletzter in die Winterpause. Wie ist aktuell die Stimmung im Verein und wie groß ist der Optimismus?

Bruckner: Überraschenderweise ist die Stimmung eigentlich recht positiv. Uns ist allen bewusst, dass wir mit sechs Punkten Letzter sind und aktuell Abstiegskandidat Nummer eins sind. Das kann und will niemand schönreden. Aber genau deshalb ist bei uns die Motivation extrem hoch. Man merkt im Training, dass alle sehr brav mitziehen, dass alle etwas beweisen wollen. Es freut sich eigentlich jeder auf den Frühjahrsstart, der sehr wichtig sein wird.

Ligaportal: Warum sehen Sie gerade die ersten Spiele als so richtungsweisend?

Bruckner: Weil wir uns schlichtweg keine langen Anlaufzeiten leisten können. Die ersten zwei Spiele gegen Raabs und Litschau werden extrem entscheidend sein. Wenn wir da keinen Punkt oder keinen Sieg holen, dann wird es sehr, sehr schwer. Man sagt ja immer, dass man rund 30 Punkte für den Klassenerhalt braucht – für uns würde das bedeuten, dass wir im Frühjahr ungefähr acht Siege holen müssten. Das ist nur realistisch, wenn man gut startet und vielleicht in einen kleinen Lauf kommt.

Transfers: Fokus auf Offensive

Ligaportal: Sie haben auch bereits von Verstärkungen gesprochen. Können Sie uns sagen, wer im Winter neu dazugekommen ist?

Bruckner: Fix ist einmal die Rückkehr von Florian Höbarth von Gmünd. Er kennt den Verein, bringt Erfahrung mit und ist vor allem defensiv eingeplant. Dazu kommt auch noch die Rückkehr von Niklas Höbarth von Langschlag, der für die Offensive vorgesehen ist. Außerdem haben wir einen tschechischen Spieler geholt, der ebenfalls für die Offensive gedacht ist. Ein vierter Neuzugang entscheidet sich sehr kurzfristig, da laufen gerade noch Gespräche.

Ligaportal: Der Fokus lag also klar auf der Offensive?

Bruckner: Absolut. Wenn man sich die Zahlen anschaut, war unser größtes Problem im Herbst ganz klar die mangelnde Torausbeute. Defensiv waren wir nicht einmal die schlechteste Mannschaft, aber vorne haben wir einfach zu wenig Tore erzielt. Deshalb war klar, dass wir uns dort verstärken müssen. Die neuen Spieler sollen uns genau in diesem Bereich mehr Qualität, mehr Durchschlagskraft und mehr Torgefahr bringen.

„Gut vorbereitet sein und nicht bei null anfangen“

Ligaportal: Falls es sportlich dennoch nicht reichen sollte: Hat man im Verein auch schon über das Szenario eines Abstiegs gesprochen?

Bruckner: Natürlich beschäftigt man sich damit, auch wenn man es sich nicht wünscht. Wir haben uns in den letzten Jahren bewusst entwickelt, hatten lange Zeit kaum Veränderungen im Kader. Jetzt haben wir erstmals einen größeren Umbruch eingeleitet, gerade auch auf der Legionärsseite. Der Plan ist, unabhängig von der Liga eine stabile Mannschaft aufzubauen, mit der wir auch langfristig arbeiten können. Sollte es tatsächlich zum Abstieg kommen, wollen wir zumindest gut vorbereitet sein und nicht bei null anfangen.

Ligaportal: Abschließend noch zur Vorbereitung selbst: Gibt es ein Trainingslager oder Teambuilding-Maßnahmen?

Bruckner: Ja, wir fahren von 19. bis 22. Februar ins Trainingslager nach Budweis. Dort wollen wir intensiv arbeiten, aber auch das Mannschaftsgefüge stärken. Gerade für die neuen Spieler ist das extrem wichtig, damit sie sich schnell integrieren und Teil der Gruppe werden.