Etwas mehr als 100 Zuschauer kamen nach Grafenwörth, um sich das erste Meisterschaftsduell der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel zwischen dem USC Grafenwörth und den SV Horn Amateure anzusehen. In einem flotten Spiel bei nassen Bodenverhältnissen bekamen die Fans zwei unterschiedliche Hälften zu sehen. Am Ende wurden beim 1:1 die Punkte geteilt.
Die junge Horner Truppe trat mit vier Spielern aus dem Profikader an, machte einen körperlich starken Eindruck und probierte von Beginn an, gegen die spielerisch gut aufgestellte Grafenwörther Mannschaft dagegen zu halten. Doch die Gastgeber übernahmen von Beginn an das Kommando und ließen Ball und Gegner laufen. "Wir hatten massiven Ballbesitz und haben das Spiel sehr gut kontrolliert", fasste Trainer Jürgen Fangmeyer die ersten Minuten zusammen. Nach einem Treffer von Lorenz Haas brandete erstmals Jubel auf. Doch der Unparteiische gab das Tor nicht. Sowohl Haas wie auch der Horner Abwehrspieler rutschten auf einen flachen Ball. Haas dürfte das Leder noch mit der Hand berührt haben, was dem Schiedsrichter nicht entging.
Wenige Minuten später sollte aber die reguläre Führung für Grafenwörth fallen. Matthias Poschenreithner setzte sich auf der rechten Seite gut durch und brachte den Ball zur Mitte. Dort legte Kapitän Matthias Kloss perfekt auf Jürgen Senk zurück, der sich den Ball einmal annahm und dann trocken zum 1:0 einschob. Für Senk war es der erste Treffer in seinem ersten Spiel für Grafenwörth. Er war erst im Sommer von Kirchberg zur Fangmeyer-Elf gekommen. "Ein perfekter Einstand für ihn", freute sich auch sein Trainer.
Nach dem Seitenwechsel stellten sich die Horner besser auf das Spiel der Hausherren ein, übernahmen die Kontrolle und spielten munter nach vorne. Grafenwörth verlor ein wenig den Faden, hätte aber über Konter das Spiel mehrmals entscheiden können. Senk, Stangl und Poschenreithner vergaben aber gute Einschussgelegenheiten. Auch Florian Klepp verpasste mit dem Kopf die Vorentscheidung. "Ich hätte gerne das zweite Tor gemacht. Dann wäre die Partie wahrscheinlich entschieden gewesen. Das hat auch Björn Wagner (Anm. Horn-Trainer) nach dem Spiel gesagt." Doch wenige Minuten vor dem Ende bekam Horn einen Freistoß von der linken Seite zugesprochen. Andreas Bogner trat an und versenkte den Ball unhaltbar im langen Eck. "Er wollte eigentlich aufs kurze Eck schießen, der Ball ist ihm aber über den Außenrist gerutscht. Da gab es nichts zu halten", so Fangmeyer. "Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, Horn war es in Hälfte zwei. Leider haben wir nicht das 2:0 gemacht", zeigte sich Fangmeyer über zwei verlorene Punkte enttäuscht.