Spielberichte

SC Admira Gföhl: Nach dem Punkterekord zählt nun die Entwicklung

SC Admira Gföhl

Nach Platz zwei in der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel und einem vereinsinternen Punkterekord beginnt für den SC Admira Gföhl ein neuer Abschnitt. Im Gespräch mit Ligaportal ordnet Michael Blabensteiner, Trainer des SC Admira Gföhl, die starke vergangene Saison ein, spricht über einen weitgehend unveränderten Kader und macht klar, worauf es ihm jetzt ankommt: auf die Weiterentwicklung der jungen Spieler, auf mehr Kontrolle im Spiel und auf neue Lösungen in der Offensive.

Fußball liegt neben dem Spielfeld

Foto von Duc Van auf Unsplash

Starke Basis, aber ein neuer Blick auf die Mannschaft

Die Ausgangslage in Gföhl ist stabil. Der Verein kommt aus einer Saison, die Blabensteiner trotz seiner erst kürzlich erfolgten Amtsübernahme klar positiv bewertet. „Das Abschneiden in der letzten Saison war sehr, sehr gut, auch mit dem Punkterekord, den der Verein aufgestellt hat“, sagt der neue Coach. Dass er selbst diesen Erfolg nur von außen beurteilen kann, gehört allerdings ebenso zur aktuellen Lage. „Ich habe die Mannschaft erst im Sommer übernommen und bin noch in der Kennenlernphase.“ Gerade deshalb geht es Blabensteiner weniger um große Ansagen als um die Abläufe im Alltag. Die vergangene Saison liefert eine starke sportliche Basis, daraus will er aber kein starres Bild ableiten. Für ihn geht es zunächst darum, die Gruppe genau kennenzulernen und daraus die nächsten Schritte für die neue Spielzeit abzuleiten. Der Umbruch fällt dabei überschaubar aus, die inhaltliche Arbeit umso wichtiger.

Kaum Abgänge, punktuelle Neuzugänge

Am Kader hat sich wenig verändert. Blabensteiner beschreibt die personelle Lage knapp und eindeutig: „Der Kader ist ziemlich gleich geblieben.“ Verlassen hat den Verein nach seinen Angaben lediglich der bisherige slowakische Stürmer, Matus Almasi. Auf dieser Position wurde bereits nachbesetzt. Mit Simon Marko kommt ein neuer slowakischer Angreifer nach Gföhl. Dazu nannte Blabensteiner mit Niklas Vorlaufer, Maximilian Huber und Manuel Ganic drei weitere Zugänge.

Ballkontrolle, neues System und mehr Lösungen im Angriff

Inhaltlich hat Blabensteiner klare Schwerpunkte gesetzt. „Derzeit legen wir das Augenmerk auf Ballkontrolle, auf ein anderes Spielsystem, auf die Weiterentwicklung vor allem der jungen Spieler und darauf, im Angriff flexibler zu werden.“ Damit ist klar: Der neue Trainer will nicht bloß verwalten, was bereits gut funktioniert hat, sondern der Mannschaft zusätzliche Möglichkeiten geben. Vor allem die jungen Spieler rücken dabei stärker in den Mittelpunkt. Für Gföhl geht es nicht nur um Ergebnisse, sondern auch darum, wie sich einzelne Akteure entwickeln und im Erwachsenenfußball etablieren. Das neue System und der Fokus auf Ballkontrolle zielen darauf ab, dem Team mehr Sicherheit und zugleich mehr Varianten im Offensivspiel zu geben.

Bei den Zielen bleibt Gföhl bewusst nüchtern

Auch bei der Zielsetzung hält sich Blabensteiner an die Realität der aktuellen Phase. Eine konkrete Platzansage vermeidet er, weil die Integration und Entwicklung junger Spieler Vorrang hat. „Sportliche Ziele sind heuer schwer zu definieren, weil unser Fokus auf der Weiterentwicklung und Eingliederung der jungen Spieler liegt“, sagt er. Seine Einschätzung für die Tabelle fällt deshalb vorsichtig aus: „Ich denke, dass wir im Mittelfeld zu finden sein werden. Wenn es weiter nach oben geht, haben wir natürlich auch nichts dagegen.“ Für die Fans bedeutet das: Gföhl geht nicht mit einer lauten Kampfansage in die Saison, wohl aber mit einer klaren Idee. Nach dem Rekordjahr soll die Mannschaft spielerisch reifer werden, im Angriff schwerer ausrechenbar auftreten und den Nachwuchs stärker einbinden.