Beim Gebietsliga Nordwest/Waldviertel-Vierten SCU Gars/Kamp fällt die Sommer-Bestandsaufnahme positiv aus. Trainer Hannes Tscheppen blickt auf ein starkes Frühjahr zurück, sieht nach Rang vier aber trotzdem einen klaren Auftrag für die neue Saison: Vor allem im Abwehrverhalten soll seine Mannschaft zulegen. Ein weiterer Fixpunkt des Sommers steht mit dem Test gegen Admira Wacker im Rahmen der 80-Jahr-Feier bereits fest.

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Dass der Rückblick in Gars/Kamp freundlich ausfällt, macht Hannes Tscheppen gleich zu Beginn unmissverständlich klar. „Wir haben eine Top-Saison gespielt“, sagt der Trainer, und er stützt diese Einschätzung auch mit Zahlen. Vor allem die Rückrunde ist ihm in guter Erinnerung geblieben. „Wir waren im Frühjahr die zweitbeste Mannschaft. Wir haben neun Siege geholt und nur drei Niederlagen gehabt. Viel besser kann es kaum laufen“, so Tscheppen. Diese Serie erklärt auch, warum der SCU Gars/Kamp die Saison mit 43 Punkten auf Rang vier beendet hat. Ganz ohne kritischen Blick will der Trainer die vergangenen Monate aber nicht stehen lassen. Einen Punkt spricht er deutlich an: „Verbessern müssen wir ganz klar unser Abwehrverhalten, weil wir einfach zu viele Tore bekommen haben.“ Genau dort sieht er den größten Hebel, wenn die Mannschaft den positiven Trend aus dem Frühjahr bestätigen oder im Herbst sogar noch mehr herausholen will.
Große Umbrüche wird es beim SCU Gars/Kamp vor dem Start in die neue Saison nicht geben. Im Kader hat es laut Tscheppen nur einen Abgang gegeben. Torhüter Tim Proschinger wird dem Verein nicht mehr zur Verfügung stehen. Auf der Zugangsseite kommt mit Nico Tscheppen ein Abwehrspieler vom SC Zwettl dazu. Allein diese Konstellation zeigt schon, wo der Schwerpunkt in den kommenden Wochen liegen könnte, denn gerade in der Defensive will der Trainer nachschärfen. Auffällig ist aber auch, dass Tscheppen gar nicht erst einzelne Spieler in den Mittelpunkt rücken möchte. „Ich will da überhaupt niemanden hervorheben. Unser Vorteil ist sicher, dass wir einen super Zusammenhalt haben“, sagt er. Dieses Bild führt er weiter aus und beschreibt damit einen wichtigen Teil der vergangenen Saison: „Die Spieler verstehen sich untereinander gut und machen auch abseits des Platzes viel gemeinsam.“ Gerade im Unterhaus ist genau das oft mehr als nur ein nettes Detail. Für Tscheppen ist dieser Zusammenhalt offenbar ein echter Trumpf, auf den der SCU Gars/Kamp auch in der neuen Spielzeit wieder setzen will.
Während andere Themen im Vereinsumfeld derzeit keine große Rolle spielen, richtet sich der Blick in Gars/Kamp nun langsam auf die Vorbereitung. Verletzte oder angeschlagene Spieler gibt es laut Tscheppen aktuell nicht, was auch damit zusammenhängt, dass die Mannschaft jetzt erst in die Sommerarbeit einsteigt. „Wir starten diese Woche mit der Vorbereitung“, sagt der Trainer. Ein Termin sticht dabei schon jetzt klar heraus: Am 10. Juli empfängt der SCU Gars/Kamp den Zweitligisten Admira Wacker zu Hause. Für den Verein ist das nicht bloß ein Testspiel, sondern auch ein Programmpunkt der 80-Jahr-Feier. „Das wird sicher noch ein Highlight“, meint Tscheppen. In der Liga hat ihn zuletzt vor allem der Meister beeindruckt. „Langenlois hat Stand gehalten, das war sehr gut“, sagt er mit Blick auf den Titelträger. Für die eigene Mannschaft geht es nun aber weniger um Vergleiche als um die nächste Entwicklung. Das starke Frühjahr hat die Messlatte in Gars/Kamp selbst hoch gelegt. Wenn der SCU Gars/Kamp die defensive Baustelle in den Griff bekommt und die Gemeinschaft so intakt bleibt, wie Tscheppen sie beschreibt, ist die Grundlage für eine weitere stabile Saison jedenfalls vorhanden.