In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat USV St. Bernhard/F. am Freitagabend gegen USC Kirchberg/Altenwörth einen klaren 8:2-Erfolg gefeiert und dabei schon vor der Pause klare Verhältnisse geschaffen. Trainer Manuel Fettinger sah seine Mannschaft über die gesamten 90 Minuten im Vorteil und brachte den Auftritt nach dem Schlusspfiff auf einen einfachen Nenner: „Wir haben den Gegner nie aufkommen lassen.“

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Die Gastgeber waren früh im Spiel und setzten das, was Fettinger später im Interview beschrieb, auch im Ergebnis um. In der 13. Minute brachte Leoš Vozihnoj St. Bernhard mit 1:0 in Führung, nach 19 Minuten legte Florian Ettenauer das 2:0 nach. Zwar kam Kirchberg durch Philipp Klimpfinger in der 21. Minute auf 2:1 heran, viel verändern konnte dieses Tor am Spielverlauf aber nicht. Nur drei Minuten später stellte erneut Vozihnoj den alten Abstand wieder her, in der 33. Minute erhöhte er auf 4:1. Noch vor dem Pausenpfiff kam mit dem Eigentor von Simon Schörg das 5:1 dazu. Genau dieser Verlauf passte zu Fettingers Einschätzung. „Wir waren von Anfang an die überlegene Mannschaft, haben gut Fußball gespielt, waren gut vorbereitet und haben nicht viel zugelassen“, sagte der Trainer. Dass er keinen einzelnen Knackpunkt nennen wollte, war nach diesem Spielstand nur folgerichtig: „Ich glaube, wir waren wirklich über neunzig Minuten die bessere Mannschaft. Es gab keinen speziellen Punkt, an dem das Spiel gekippt ist.“
Nach dem Seitenwechsel machte St. Bernhard dort weiter, wo die Mannschaft aufgehört hatte. Felix Berger traf in der 50. Minute zum 6:1 und sorgte damit dafür, dass gleich nach Wiederbeginn keine Spannung mehr aufkam. Kirchberg verkürzte durch Tobias Fiedler in der 65. Minute noch einmal auf 6:2, doch auch darauf hatten die Hausherren schnell eine Antwort. Vier Minuten später stellte Leoš Vozihnoj mit seinem vierten Treffer des Abends auf 7:2, den Schlusspunkt setzte Julian Baumgartner in der 85. Minute zum 8:2-Endstand. Fettinger wollte dabei kein einzelnes Tor überhöhen, sondern verwies auf die Art und Weise, wie seine Mannschaft zu den Treffern kam. „Die Tore waren eigentlich alle erarbeitet. Wir haben den Gegner attackiert, ihn immer wieder zu Fehlern gezwungen und diese Fehler relativ gut ausgenutzt“, sagte er. Gerade diese Aussage erklärt das klare Ergebnis besser als jeder einzelne Spielmoment, weil St. Bernhard nicht von einer kurzen starken Phase lebte, sondern den Druck über weite Strecken hoch hielt.
Für den Trainer lag der wichtigste Grund für den deutlichen Heimsieg nicht nur in den acht Toren, sondern vor allem im gesamten Auftreten seiner Mannschaft. „Absolut die mannschaftliche Geschlossenheit. Wir haben aktuell wirklich gute Stimmung in der Mannschaft, wir verteidigen gut, wir nutzen unsere Chancen gut. Wir funktionieren als Mannschaft aktuell ganz gut“, sagte Fettinger. Dass er nach einem 8:2 trotzdem nicht in Selbstzufriedenheit verfiel, passte ebenso ins Bild. „Es gibt immer etwas zu verbessern. Wir wollen uns jede Woche weiterentwickeln“, stellte er klar und nannte dabei sowohl den Defensivverbund als auch das Angriffsspiel. Gleichzeitig ordnete er auch den Gegner fair ein. Kirchberg sei „eigentlich in allen Mannschaftsteilen ein gutes Team“ und werde in dieser Liga noch seine Punkte machen. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters zeigte er sich zufrieden: „Der Schiedsrichter hat absolut keinen Einfluss auf dieses Spiel genommen.“ Für St. Bernhard ist der Abend damit ein weiterer starker Auftritt in dieser Anfangsphase der Saison. Nach vier Runden hält die Mannschaft bei zwölf Punkten und bleibt ganz vorne, ohne dass der Trainer den Blick für die nächsten Entwicklungsschritte verliert.