In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel musste sich SC Amaliendorf-Aalfang am Samstag dem FC Moser Medical Rohrendorf mit 0:4 geschlagen geben. Entscheidend war aus Sicht von Trainer Manuel Lamp weniger der nackte Spielstand als die Tatsache, dass seine Mannschaft nie zu ihren gewohnten Umschaltmomenten kam. Ein frühes Gegentor brachte die Hausherren rasch ins Hintertreffen, zur Pause lag Amaliendorf bereits 0:3 hinten, am Ende stand eine klare Heimniederlage.

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Für Amaliendorf begann die Partie denkbar ungünstig. Bereits in der 9. Minute brachte Edgar Kalchhauser die Gäste nach einem Standard mit 1:0 in Führung, und genau dieses frühe Gegentor blieb bei Lamp hängen. "Beim Standard hat die Zuordnung nicht gepasst", sagte der Trainer nach Spielende. Danach machte es seine Mannschaft laut eigener Einschätzung zwar nicht grundsätzlich schlecht, sie lief dem Rückstand aber ständig nach. Noch vor der Pause legte Rohrendorf entscheidend nach. In der 32. Minute erhöhte Tobias Markhart auf 0:2, in der 43. Minute traf Michael Ambichl zum 0:3. Damit war die Ausgangslage für den zweiten Durchgang schon sehr schwierig, ehe Julius Kalchhauser in der 75. Minute das 0:4 folgen ließ.
Der Hauptgrund für die Niederlage lag für Lamp aber nicht allein in den vier Gegentoren. Vielmehr sah er den Unterschied darin, dass sein Team nie in jene Situationen kam, aus denen es normalerweise gefährlich wird. "Unsere Umschaltmomente sind unsere Stärke, aber wir konnten sie nicht ausspielen", erklärte der Amaliendorf-Coach. Rohrendorf habe das "sehr clever gemacht" und genau diesen Teil des Spiels immer wieder unterbunden. Lamp sprach davon, dass die Gäste seine Mannschaft entweder gut verteidigt oder den Umschaltmoment durch taktische Fouls gestoppt hätten. Gerade deshalb sei es seiner Elf schwergefallen, das eigene Spiel aufzuziehen. "Im Großen und Ganzen haben wir es gar nicht so schlecht gemacht", meinte Lamp, machte aber zugleich klar, warum aus dieser Leistung nichts Zählbares wurde. Wenn die größte Stärke nicht auf den Platz kommt, wird es gegen einen starken Gegner eben besonders schwer.
Trotz der deutlichen Niederlage wollte Lamp seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. "Die Mannschaft war bemüht, hat alles probiert. Ich kann ihr keinen Vorwurf machen", sagte er, auch wenn er einräumte, dass Rohrendorf an diesem Tag in den entscheidenden Bereichen besser war. Auch abseits des Resultats sah er keinen Aufreger. Für den Trainer war es "ein sehr faires Spiel von beiden Mannschaften", und auch dem Schiedsrichter stellte er ein gutes Zeugnis aus, weil dieser die Begegnung "sehr gut im Griff gehabt" habe. Umso klarer fiel sein sportliches Fazit aus: "Rohrendorf ist eine sehr starke Mannschaft. Ich glaube, sie wollen unbedingt Meister werden, und die Qualität haben sie." Am Ende blieb für Lamp deshalb nur die Anerkennung der Überlegenheit des Gegners. "Heute war der Gegner stärker als wir, das muss man anerkennen. Sie haben verdient gewonnen." Viel länger wollte er sich damit aber nicht aufhalten, denn der Schlussgedanke war schon auf die kommende Aufgabe gerichtet: "Nächste Woche schauen wir, dass wir es besser machen."