In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat SV W4IT Ziersdorf gegen USV Raika Dobersberg trotz früher Führung 1:3 verloren. Nach dem 1:0 von Philipp Hauser kippte die Partie laut Dobersberg-Trainer Klaus Doppler an einer Szene ganz entscheidend: Der mögliche zweite Treffer der Gastgeber per Elfmeter fiel nicht, danach kam seine Mannschaft immer besser hinein und drehte das Spiel durch drei Tore von Richard Svoboda.

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Aus Sicht von Klaus Doppler begann die Partie klar mit Vorteilen für die Heimelf. "Ziersdorf hat den besseren Start erwischt", sagte der Dobersberg-Trainer, und diese Einschätzung deckte sich mit dem frühen Verlauf. Die Gastgeber waren laut Doppler in den ersten rund 15 Minuten präsenter in den Zweikämpfen, griffiger in ihren Aktionen und insgesamt wacher. Schon in der 3. Minute nutzte Ziersdorf die erste gute Möglichkeit zur Führung, als Philipp Hauser nach einem missglückten Klärungsversuch an den Ball kam und das 1:0 erzielte. Kurz darauf kam dann jene Szene, die Doppler im Rückblick als besonders wichtig bezeichnete. Ziersdorf bekam einen Elfmeter zugesprochen, ließ die Chance auf das 2:0 aber liegen. "Das war eigentlich für uns die Szene", sagte der Trainer. Denn statt eines deutlicheren Rückstands fand Dobersberg nun Schritt für Schritt in die Begegnung. In der 21. Minute folgte das 1:1 durch Richard Svoboda, der sich über die linke Seite durcharbeitete und mit einem leicht abgefälschten Abschluss ins lange Eck traf. Damit war das Spiel wieder offen, und genau das veränderte nach Dopplers Ansicht die Richtung der Partie.
Der Ausgleich war für die Gäste weit mehr als nur der Zwischenstand zum 1:1. Doppler hatte das Gefühl, dass seine Mannschaft genau ab diesem Zeitpunkt den Zugriff bekam, den sie zu Beginn vermissen ließ. "Wir haben uns trotz des schwachen Beginns in dieses Spiel hineingekämpft", erklärte er. Gemeint war damit vor allem, dass Dobersberg die Zweikämpfe nun besser annahm und auch häufiger gewann. Dadurch wurde auch die spielerische Linie klarer, und die Gäste konnten das Geschehen immer mehr an sich ziehen. Zur Pause stand es 1:1, doch für Doppler war schon da zu spüren, dass seine Mannschaft nun das aktivere Team war. "Ab diesem Zeitpunkt sind wir besser in die Partie gekommen", sagte er, und er sprach im weiteren Verlauf sogar von einem klaren Übergewicht an Torchancen. Entscheidend war dabei nicht, dass Ziersdorf völlig eingebrochen wäre. Im Gegenteil: Die Gastgeber blieben laut Doppler über weite Strecken präsent, arbeiteten viel und hielten mit ihrer Intensität die Partie offen. Gerade deshalb gewann das 1:1 aus Sicht der Gäste an Gewicht. "Sonst wäre es sicher schwieriger geworden, eine 2:0-Führung von Ziersdorf wieder auszugleichen", meinte Doppler. So aber entwickelte sich das Spiel zunehmend in Richtung Dobersberg.
Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Dobersberg schließlich auch am Ergebnis. In der 61. Minute gab es erneut eine Elfmeterszene, diesmal auf der anderen Seite. Richard Svoboda übernahm Verantwortung und verwandelte zum 2:1 für die Gäste. Doppler schilderte auch diese Situation nüchtern und ohne große Aufregung. "Beide Elfmetersituationen waren für mich ein Fragezeichen. Man kann sie geben, man muss sie aber nicht geben", sagte er. Abseits davon sah er keine größeren Diskussionsthemen und betonte: "Eigentlich war alles so weit okay." Sportlich blieb die Begegnung aber bis tief in die Schlussphase hinein umkämpft. Ziersdorf suchte weiter nach dem Ausgleich und kompensierte nach Ansicht des Dobersberg-Trainers einige Ausfälle mit Laufbereitschaft, Einsatz und einer ordentlichen Zweikampfbilanz. "Ziersdorf war bis zum Schluss präsent", sagte Doppler, und genau deshalb fiel die Entscheidung erst in der 90. Minute. Wieder war es Svoboda, der sich auf der linken Seite durchsetzte, aus spitzem Winkel Richtung Tor zog und zum 3:1 vollendete. Damit schnürte er seinen Dreierpack und machte endgültig den Deckel auf einen Auswärtssieg, den Doppler am Ende als verdient einstufte.
Für Dobersberg war es ein Sieg, der nicht mit einem Blitzstart begann, sondern mit einer Reaktion auf einen schwierigen Auftakt. Genau das gefiel dem Trainer besonders. Seine Mannschaft ließ sich vom frühen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen, arbeitete sich in die Partie und nutzte dann die bessere Phase konsequent. "Wir haben die Zweikämpfe gut angenommen und dadurch auch unsere spielerische Linie gesteigert", fasste Doppler den Weg zum Erfolg zusammen. Mit dem 3:1 nimmt Dobersberg aus der vierten Runde drei Punkte mit und hält nun bei acht Zählern, womit die Gäste im oberen Bereich der Tabelle bleiben. Ziersdorf bleibt nach der Heimniederlage bei vier Punkten, durfte sich laut Doppler aber zugutehalten, die Partie lange offen gehalten zu haben. Gerade dieser Umstand macht den Auswärtssieg aus Dobersberger Sicht noch ein Stück wertvoller.