In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel lieferte USC Sparkasse Litschau gegen USV Atzenbrugg/H. eine beeindruckende Aufholjagd. Die Gastgeber gingen früh 2:0 in Führung, am Ende nahm Atzenbrugg aber einen 6:3-Auswärtssieg mit. Co-Trainer Davor Hrkac sah den Schlüssel darin, dass seine Mannschaft trotz des Fehlstarts ruhig blieb, sich "durch gutes Kombinationsspiel zurückkämpfte" und danach offensiv immer bessere Lösungen fand.

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Viel schlechter hätte der Nachmittag für die Gäste nicht beginnen können. Lukas Trnka brachte Litschau in der 4. Minute in Führung, Daniel Kavka legte nur vier Minuten später das 2:0 per Elfmeter nach. Hrkac sprach deshalb offen von einem Fehlstart: "Wenn man nach acht Minuten 0:2 hinten liegt, ist es wichtig Ruhe zu bewahren und weiter das eigene Spiel zu forcieren." Entscheidend sei gewesen, dass seine Mannschaft nicht auseinanderfiel. "Wir haben trotzdem weiter versucht, Fußball zu spielen und uns durch gutes Kombinationsspiel reingekämpft", sagte der Co-Trainer. Schon vor dem Anschlusstreffer durch Berkan Mustafi in der 18. Minute sei auf der Bank das Gefühl da gewesen, dass noch etwas drin ist. Haris Garagic stellte in der 37. Minute auf 2:2, ehe Vojtech Hron Litschau noch vor der Pause wieder mit 3:2 nach vorne brachte. Trotzdem hatte Atzenbrugg laut Hrkac schon in dieser Phase das Gefühl, dass das Spiel noch kippen kann.
Genau so kam es nach dem Seitenwechsel. Garagic erzielte in der 52. Minute seinen zweiten Treffer und stellte auf 3:3, womit Atzenbrugg endgültig zurück in der Partie war. Nur sechs Minuten später brachte Jürgen Sprengnagel die Gäste mit 4:3 in Front, ehe Alin Ginghina den Umschwung mit seinen Treffern in der 75. und 86. Minute endgültig absicherte. Hrkac gefiel dabei nicht nur die Ausbeute, sondern vor allem die Art und Weise. "In der zweiten Halbzeit war das überhaupt eine tolle Leistung aller Spieler", sagte er und sprach von einer Phase, in der seine Mannschaft das Spiel "diktiert" habe. Besonders zufrieden war der Co-Trainer damit, dass Atzenbrugg von hinten herausspielte und zu Lösungen nach vorne kam. "Es waren herausgespielte Tore, keine Zufallsprodukte", betonte Hrkac. Sechs Tore in einem Gebietsligaspiel seien schließlich alles andere als selbstverständlich.
Bei aller Freude über sechs Auswärtstore wollte Hrkac den schlechten Start nicht unter den Tisch fallen lassen. Die ersten Minuten seien eine klare Warnung gewesen. "Wir müssen von der ersten Minute an präsent sein", sagte er mit Blick auf die beiden frühen Gegentreffer, bei denen er auch von Fehlern sprach. Ebenso klar fiel sein Lob für die Reaktion aus. "Man hat einfach gemerkt: Trotz 0:2 Rückstand wollen wir dieses Spiel gewinnen", sagte Hrkac, der seiner Mannschaft Einsatz, Spielwitz und Selbstvertrauen bescheinigte. Aus seiner Sicht versuchte Litschau nach der Anfangsphase viel über hohe Bälle zum Erfolg zu kommen, während Atzenbrugg über weite Strecken das aktivere Team war. Mit diesem Auswärtssieg stehen die Gäste nach fünf Runden bei sieben Punkten. Vor allem aber nehmen sie aus diesem 6:3 den Beleg mit, dass sie auch nach einem schweren Start ein Spiel noch drehen können.