In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat sich USV Raika Dobersberg in Runde fünf mit einem 0:0 von SC Amaliendorf-Aalfang getrennt. Für Trainer Klaus Doppler fühlte sich der Punkt dennoch nicht wie ein gewonnener an. Sein Team hatte laut seiner Einschätzung das Spiel über weite Strecken im Griff, kam zu vielen Möglichkeiten, ließ vor dem Tor aber die nötige Effizienz vermissen und blieb deshalb torlos.

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Von Beginn an war laut Klaus Doppler erkennbar, in welche Richtung die Partie gehen sollte. Dobersberg wollte das Spiel gestalten, investierte viel und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Das sei seiner Mannschaft auch gut gelungen, betonte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Vor allem über die Seiten kam der Gastgeber nach seiner Darstellung immer wieder in gefährliche Zonen und zu Möglichkeiten. Amaliendorf setzte dem eine konsequente Defensivleistung entgegen und verteidigte, wie Doppler es schilderte, "über neunzig Minuten leidenschaftlich". Zur Pause stand es 0:0, und auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Grundbild wenig: Dobersberg hatte mehr vom Spiel, die Gäste blieben kompakt und warteten auf ihre Momente.
Dass aus der optischen und spielerischen Überlegenheit am Ende kein Heimsieg wurde, war für den Dobersberg-Coach der entscheidende Punkt dieses Nachmittags. "Wir hätten genug Möglichkeiten vorgefunden, um das Spiel für uns zu entscheiden", sagte Doppler und machte damit klar, warum sich dieses Remis aus seiner Sicht eher wie ein Rückschlag anfühlte. Seine Mannschaft sei "spielerisch dominant über neunzig Minuten" gewesen, habe diese Dominanz aber nicht in Tore umsetzen können. Genau darin sah er das Manko. Nicht die Spielanlage, nicht der Aufwand und auch nicht die Kontrolle über weite Phasen standen für ihn zur Debatte, sondern allein die fehlende Konsequenz vor dem Tor. "Die Vielzahl an Torchancen haben wir nicht verwertet", sagte Doppler. Deshalb müsse seine Mannschaft "leider mit dem einen Punkt leben".
Bei aller Enttäuschung über das Ergebnis verteilte Doppler auch Anerkennung an den Gegner. Amaliendorf habe "über neunzig Minuten sehr defensiv organisiert" gespielt und auf Umschaltsituationen gelauert. Wirklich gefährlich sei das aus seiner Sicht aber nur selten geworden, ausgenommen zwei Möglichkeiten der Gäste in der ersten Halbzeit. Einen großen Anteil am torlosen Nachmittag sprach der Dobersberg-Trainer zudem dem Schlussmann der Gäste zu. "Der Tormann der Gäste war ausgezeichnet und hat sämtliche Chancen zunichte gemacht", sagte er. Diskussionen über andere Themen wollte Doppler gar nicht erst aufkommen lassen. "Es gab aus meiner Sicht keine Situationen, über die man diskutieren muss. Die Schiedsrichterleistung war absolut in Ordnung", stellte er klar. So blieb am Ende vor allem dieses Gefühl hängen, das der Trainer selbst in einen einfachen Satz packte: "Für uns sind das in Summe sicher zwei verlorene Punkte." Für Dobersberg steht damit nach einem dominanten, aber torlosen Auftritt vor allem eine Erkenntnis fest: Solche Spiele müssen künftig vor dem Tor entschlossener zu Ende gespielt werden.