In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat der FC Moser Medical Rohrendorf den SC Admira Gföhl am Sonntag klar mit 6:1 besiegt. Vor allem die erste Hälfte war für Gäste-Trainer Michael Blabensteiner ausschlaggebend, denn schon zur Pause lag seine Mannschaft 0:4 zurück. „Wir waren in der ersten Hälfte nicht präsent“, sagte er nach einer Partie, in der Rohrendorf früh den Ton angab und Gföhl nie richtig in die Zweikämpfe fand.

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Schon die ersten Minuten machten deutlich, in welche Richtung der Nachmittag laufen würde. Rohrendorf ging in der 10. Minute durch Tobias Markhart in Führung und legte nur fünf Minuten später durch David Sauer das 2:0 nach. Damit war Gföhl früh in einer schwierigen Lage, und besser wurde es aus Sicht der Gäste bis zur Pause nicht. Sauer traf in der 25. Minute noch einmal, ehe Jannick Schibany in der 36. Minute auf 4:0 stellte. Der Halbzeitstand passte genau zu dem Eindruck, den Blabensteiner schilderte. „Der Knackpunkt war, dass wir vor allem in der ersten Hälfte nicht präsent auf dem Platz waren“, sagte der Trainer nach dem Spiel.
Wer auf eine Reaktion nach dem Seitenwechsel gehofft hatte, bekam sie nicht mehr in entscheidender Form zu sehen. Rohrendorf blieb zielstrebig und zog das Ergebnis weiter in die Höhe. In der 58. Minute erhöhte erneut Jannick Schibany auf 5:0, nur drei Minuten später stellte Edgar Kalchhauser auf 6:0. Erst danach gelang Gföhl noch ein Treffer, als Simon Stefanec in der 67. Minute zum 6:1 traf. Mehr als Ergebniskosmetik war das allerdings nicht mehr, weil die Partie da längst entschieden war. Dass der Heimsieg auch in dieser Höhe verdient war, sprach der Gföhler Trainer nach Schlusspfiff offen an.
Blabensteiner redete nach dem Spiel nicht lange um die Ursachen herum. „Wir haben eine ganz schlechte erste Hälfte erwischt, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben vor allem in der Defensive zu viele Räume offengelassen“, sagte der Trainer der Admira. Genau darin sah er den Hauptgrund für die klare Niederlage. „Rohrendorf hat im Prinzip verdient auch in dieser Höhe gewonnen, weil wir es verabsäumt haben, konsequent zu verteidigen.“ Auch die Umsetzung des eigenen Matchplans misslang aus seiner Sicht deutlich. „Das, was wir uns vorgenommen haben, konnten wir nicht umsetzen“, erklärte Blabensteiner. Der Befund war damit eindeutig: Gföhl bekam weder Zugriff noch Stabilität ins Spiel und lief der Partie schon früh hinterher.
Dazu kam, dass Rohrendorf laut Blabensteiner genau jene Qualitäten auf den Platz brachte, mit denen seine Mannschaft große Mühe hatte. „Der Gegner war enorm spritzig, giftig, ist sehr hoch angelaufen und uns sehr schnell Probleme bereitet“, sagte er. Vor allem das direkte Spiel nach vorne machte den Gästen zu schaffen. „Die Diagonalbälle waren irrsinnig schwer zu verteidigen“, so der Gföhler Coach. Ganz ohne ordentliche Ansätze wollte er seine Mannschaft aber auch nicht sehen. „Nach vorne hat es schon immer wieder gute Ansätze bzw. Möglichkeiten gegeben“, meinte Blabensteiner. Für die weitere Arbeit wird für Gföhl trotzdem klar sein, wo angesetzt werden muss: Mit zwei Punkten aus fünf Runden bleibt die Admira Tabellenletzter, und nach dem 1:6 führt der Weg nur über mehr Präsenz und konsequenteres Verteidigen.