In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat SV W4IT Ziersdorf gegen USV Groß Gerungs einen 2:0-Heimsieg eingefahren und damit im unteren Tabellenbereich wichtige Punkte mitgenommen. Stefan Studnicka und Philipp Hauser sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Trainer Martin Aichinger führte den Erfolg vor allem auf den starken Beginn, eine kompakte Mannschaftsleistung und das Comeback von Studnicka zurück.

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Für Aichinger war die erste Halbzeit der Abschnitt, in dem seine Mannschaft den Grundstein gelegt hat. „Es war in der ersten Halbzeit ein sehr abwechslungsreiches Spiel. Wir sind besser ins Spiel gekommen und haben am Anfang ein paar Chancen vorgefunden“, sagte der Ziersdorfer Trainer nach dem Schlusspfiff. Genau diese gute Anfangsphase konnte seine Mannschaft auch in Tore ummünzen. In der 16. Minute brachte Stefan Studnicka die Gastgeber mit 1:0 in Führung, neun Minuten später legte Philipp Hauser das 2:0 nach. Aichinger sprach davon, dass das erste Tor „ein bissl die Eröffnung für uns“ gewesen sei. Groß Gerungs kam danach zwar wieder besser in die Partie, entscheidend war aus Ziersdorfer Sicht aber, dass die Gäste in dieser Phase keinen Treffer machten. So ging es mit einem 2:0 in die Pause, und Aichinger ordnete das klar ein: „Mit dieser Führung in die Pause zu gehen, war schon ein Riesenschritt in Richtung Sieg.“
Im Mittelpunkt stand für den Trainer dabei vor allem ein Spieler. Aichinger hob das Comeback von Stefan Studnicka besonders hervor und machte keinen Hehl daraus, wie wichtig dessen Rückkehr für das Spiel war. „Das Wichtigste war, dass Stefan Studnicka wieder mit von der Partie war. Er ist noch nicht hundert Prozent fit, aber man hat die Qualität gesehen“, sagte der Ziersdorfer Coach. Vor allem beim 1:0 schilderte er den Ablauf sehr konkret. Nach einem Ballgewinn im eigenen Sechzehner wurde die Situation über einen Diagonalpass und einen tiefen Ball aufgelöst, Studnicka startete in die Tiefe und überhob den Tormann. Aichinger nannte das nicht ohne Grund ein „Bilderbuchtor“. Auch beim 2:0 hatte Studnicka nach Aussage seines Trainers großen Anteil. Nach einer Abwehraktion von Groß Gerungs kam er erneut an den Ball und leitete mit einem tiefen Pass auf Hauser weiter, der dann allein aufs Tor zulief und ins lange Eck abschloss. Das Urteil des Trainers fiel entsprechend deutlich aus: „Er war an dem Tag der Unterschiedsspieler am Feld.“
Nach dem Seitenwechsel musste Ziersdorf den Vorsprung nicht mit Spektakel verteidigen, sondern mit Ordnung und Konsequenz. Genau das gefiel Aichinger an der Leistung seiner Mannschaft. Er sprach davon, dass seine Elf in der zweiten Halbzeit selbst noch zu „teilweise Halbchancen“ gekommen sei, während Groß Gerungs immer weniger Möglichkeiten bekommen habe. Aus seiner Sicht hat Ziersdorf das Spiel deshalb nicht nur gut begonnen, sondern auch kontrolliert zu Ende gebracht. „Somit haben wir das verdient über die neunzig Minuten gebracht und sind verdient als Sieger vom Platz gegangen“, sagte er. Noch wichtiger war für ihn aber die Art, wie der Sieg zustande kam. „Der Kampfgeist, der Wille“ seien jene Punkte gewesen, die diesmal den Ausschlag gegeben hätten. Aichinger machte auch deutlich, dass die Ausgangslage vor dem Spiel in den Köpfen präsent war: „Wir wollten unbedingt wieder die drei Punkte, dass wir nicht in den Keller runterrutschen und wieder einen Anschluss ins Mittelfeld haben.“ Für ihn war es deshalb „eine kompakte Mannschaftsleistung, die unbedingt den Sieg wollte“.
Auch zum Gegner fand der Ziersdorfer Trainer eine klare, aber sachliche Einordnung. Aichinger meinte, man habe gesehen, dass Groß Gerungs ersatzgeschwächt angetreten sei. Gleichzeitig betonte er, dass die Gäste schon Spieler in ihren Reihen hatten, auf die man besonders achten musste. „Sie haben ein, zwei Unterschiedsspieler drinnen, aber mehr war an dem Tag nicht drinnen, weil wir auf die fokussiert waren und sie großteils aus dem Spiel genommen haben“, erklärte er. Damit beschrieb er auch einen weiteren Schlüssel zum Heimsieg: Ziersdorf ließ die Spieler, die Groß Gerungs hätten tragen können, nur selten zur Wirkung kommen. Dass die Partie darüber hinaus ohne große Aufregung verlief, passte zum Gesamtbild dieses Nachmittags. Aichinger sprach von einer „hervorragenden Schiedsrichterleistung“ und einem „fair geführten Spiel“ auf beiden Seiten. Für Ziersdorf war dieses 2:0 damit weit mehr als nur ein normales Heimergebnis. Es war ein Sieg, der Ruhe bringt, den Blick wieder Richtung Mittelfeld lenkt und vor allem zeigt, dass die Mannschaft mit Geschlossenheit und einem fit werdenden Studnicka deutlich unangenehmer zu bespielen ist.