In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat sich SC Amaliendorf-Aalfang am Samstag mit Horn SV II 1:1 getrennt. Nach einer ersten Hälfte ohne Tore brachte Stefan Renz die Gäste kurz nach Wiederbeginn in Führung, ehe Marek Sery wenig später ausglich. Trainer Manuel Lamp sprach danach von einer intensiven, über weite Strecken ausgeglichenen Partie und hielt fest: „Unter dem Strich war das Unentschieden gerecht.“

Image by Med Ahabchane from Pixabay
Der Trainer der Gastgeber beschrieb vor allem die Anfangsphase und die erste Halbzeit als sehr umkämpft, aber nicht als große Offensivshow. „Horn war sehr laufintensiv, hat sehr viel Druck gemacht“, sagte Lamp und machte damit gleich klar, womit seine Mannschaft an diesem Nachmittag zu tun hatte. Wirklich Zählbares sprang daraus vor der Pause aber nicht heraus. „Bis zur Halbzeit war von beiden Mannschaften nichts Gefährliches dabei, keine wirklichen Chancen“, so Lamp. Das 0:0 zur Pause passte also zum Verlauf. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann doch. Horn ging in der 51. Minute durch Stefan Renz mit 1:0 in Führung, doch Amaliendorf brauchte nicht lange, um zu reagieren. Schon in der 57. Minute stellte Marek Sery auf 1:1, und damit war eine zweite Hälfte endgültig eröffnet, in der auf beiden Seiten mehr möglich war als noch vor der Pause.
Lamp sah nach dem Ausgleich ein Spiel, das in beide Richtungen kippen konnte, ohne dass sich eine Mannschaft wirklich entscheidend absetzen konnte. „Die zweite Halbzeit war dann schon besser von beiden Mannschaften“, meinte er, und genau so ordnete er auch die Schlussphase ein. Horn kam noch zu einer großen Möglichkeit, als ein Spieler allein auf den Amaliendorfer Tormann zulief. „Horn hat die bessere Möglichkeit gehabt, eins gegen eins gegen unseren Torwart. Das hat der Torwart super gehalten“, sagte Lamp. Dazu erinnerte er an einen Abschluss der Gäste an die Stange. Auf der anderen Seite war aber auch für die Gastgeber der Sieg noch drin. Lamp sprach von einer guten Gelegenheit in der Schlussphase, die seine Mannschaft nicht vollenden konnte, und auch von einem Weitschuss, der noch einmal für Gefahr sorgte. Gerade weil beide Teams im zweiten Durchgang ihre Szenen hatten, blieb seine Einordnung am Ende klar: „Es waren auf beiden Seiten Möglichkeiten zum Sieg, aber unter dem Strich war der Punkt gerecht.“
Dass Amaliendorf den Rückstand schnell wegsteckte und in dieser Partie im Spiel blieb, führte Lamp vor allem auf die Haltung seiner Mannschaft zurück. „Wir haben sehr gut gekämpft, die Leidenschaft, die Laufbereitschaft, das war sehr gut“, sagte der Trainer. Besonders wichtig war das gegen einen Gegner, den er ausdrücklich hervorhob. „Horn ist eine sehr laufstarke, junge Mannschaft, und da haben wir sehr, sehr gut mitgehalten“, erklärte Lamp. Noch deutlicher wurde er mit einem Satz, der seine Sicht auf die eigene Leistung gut zusammenfasst: „Wir haben gekämpft wie die Löwen.“ Auch den Auftritt der Gäste ordnete er nüchtern ein. Horn habe „gute Zwischenräume gefunden und bespielt“, dennoch habe seine Mannschaft „gut dagegengehalten“. Viel mehr wollte Lamp nach dem Schlusspfiff gar nicht hineininterpretieren. Auf die Frage, was zum Sieg gefehlt habe, meinte er offen: „Das ist schwierig zu sagen. Ich glaube, es war ein sehr ausgeglichenes Spiel.“ Selbst mit dem Unparteiischen war er zufrieden: „Der Schiedsrichter hat das sehr gut im Griff gehabt.“ So blieb nach 90 Minuten ein 1:1, das Horn nach sechs Runden auf zehn Punkte bringt und Amaliendorf bei acht Zählern hält.