In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel musste sich SC Admira Gföhl am Samstag bei Horn SV II mit 1:2 geschlagen geben. Trainer Michael Blabensteiner sah seine Mannschaft über weite Strecken ordentlich im Spiel und nach der Pause verbessert, am Ende gaben aus seiner Sicht aber die fehlende Präsenz im Angriff, Horns starkes Umschalten und zwei strittige Szenen den Ausschlag.

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Blabensteiner wollte die Leistung seiner Mannschaft nach dem Schlusspfiff nicht auf ein schwaches Spiel reduzieren. Im Gegenteil: „Wir waren großteils gut im Spiel drinnen und hatten oft auch die Kontrolle des Spielgeschehens“, sagte der Gföhler Trainer. Genau das macht die Niederlage aus seiner Sicht auch ärgerlich, weil seine Elf sich den Auftritt nicht völlig aus der Hand nehmen ließ. Was Gföhl aber schon in der ersten Hälfte fehlte, war der letzte Druck nach vorne. „In der ersten Hälfte waren wir im Angriff zu wenig präsent“, meinte Blabensteiner. Es habe zwar einige Möglichkeiten über die Seite gegeben, doch daraus entstanden keine wirklich zwingenden Chancen. Während Gföhl vorne zu harmlos blieb, nutzte Horn in Minute 23 eine Standardsituation: Belmin Kadic brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Für den Trainer passte dieses Gegentor ins Gesamtbild, weil seine Mannschaft die Umschaltmomente des Gegners nicht konsequent genug verteidigte und laut seiner Einschätzung auch die Freistoßsituation aus dem Halbfeld nicht sauber klärte.
Nach dem 0:1 zur Pause sah Blabensteiner dann eine Reaktion seiner Mannschaft. Vor allem gegen den Ball war Gföhl im zweiten Durchgang präsenter. „In der zweiten Hälfte war das Anlaufverhalten besser“, sagte er, und genau dort lag aus seiner Sicht einer der positiven Punkte des Auftritts. Dennoch blieb das Grundproblem bestehen, weil Horn seine Stärken nach Ballgewinnen weiter auf den Platz brachte. Der Trainer beschrieb die Gastgeber als „junge, dynamische Mannschaft“, die „bei Ballgewinn sehr zügig und sehr schnell nach vorne spielt“. Diese Art des Umschaltens bereitete Gföhl immer wieder Probleme. In der 68. Minute fiel dann das 2:0 für Horn, Torschütze war Stefan Renz. Für Blabensteiner war dieses Tor ein Knackpunkt, allerdings auch wegen der Entstehung: „Meine Spieler meinten, dass das Foul außerhalb des Sechzehners stattgefunden hat. Das heißt, es hätte eigentlich keinen Elfmeter geben dürfen.“ Aus Gföhler Sicht wog dieses 0:2 deshalb besonders schwer.
Trotz des Zwei-Tore-Rückstands gab sich Gföhl nicht auf. Gerade diesen Teil des Auftritts hob der Trainer ausdrücklich hervor. „Mir hat vor allem in der zweiten Hälfte das Anlaufverhalten und auch der Wille, das Tor zu erzielen, sehr gut gefallen“, sagte Blabensteiner. Seine Mannschaft blieb bis in die Nachspielzeit hinein dran und wurde dafür zumindest noch mit dem Anschlusstreffer belohnt. Martin Privrel stellte in Minute 90+2 auf 1:2 und sorgte damit noch einmal für ein engeres Ergebnis. Auch daraus zog der Gföhler Trainer etwas Positives, weil seine Elf bis zum Schluss nach vorne spielte. „Wir waren bis zur Nachspielzeit 2:0 hinten, haben aber trotzdem auf das Tor gespielt“, sagte er. Blabensteiner ergänzte auch, dass aus seiner Sicht bei einem etwas früheren Treffer vielleicht sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Zusätzlich sprach er von einer weiteren strittigen Szene mit dem Horn-Tormann und einem Gföhler Stürmer, die nach seiner Darstellung mit Elfmeter hätte geahndet werden können.
Unterm Strich blieb beim Gföhler Trainer eine recht klare Erklärung für die Niederlage. Seine Mannschaft war aus seiner Sicht nicht weit weg, aber in den entscheidenden Momenten nicht entschlossen genug. Dazu kam, dass Horn seine stärksten Phasen konsequenter nutzte als die Gäste. Das 1:0 durch Kadic fiel in einer Situation, die Gföhl laut Trainer besser verteidigen muss, das 2:0 durch Renz traf die Gäste in einer Phase, in der sie eigentlich aktiver geworden waren. So stand am Ende trotz spätem Treffer von Privrel keine Punkteteilung mehr. Für Gföhl bleibt nach dieser 1:2-Niederlage vor allem die Erkenntnis, dass die zweite Hälfte und das verbesserte Anlaufverhalten eine Grundlage sein können, im letzten Drittel aber mehr Durchschlagskraft kommen muss, wenn man sich für einen insgesamt ordentlichen Auftritt auch belohnen will.