In der Gebietsliga Süd/Südost hat SC Himberg die Saison auf Rang neun beendet. Nach einem schwierigen Frühjahr mit einem kleinen und stark verjüngten Kader spricht Sektionsleiter Andreas Wolf aber nicht von Stillstand. Einige Neuzugänge sorgen wieder für Auftrieb, die Stimmung sei deutlich besser geworden. In der Vorbereitung sollen jetzt vor allem die Integration der Neuen, mehr Präsenz im Angriffsdrittel und ein guter Start in den ersten Runden im Mittelpunkt stehen.

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Dass die Himberger am Ende mit 31 Punkten auf Platz neun landeten, ordnet Wolf sehr klar ein. Vor allem die zweite Saisonhälfte sei für den Verein eine heikle Phase gewesen. „Die letzte Saisonhälfte, vor allem im Frühjahr, war sehr schwer, weil der Kader ziemlich reduziert wurde und wir mit einem geschrumpften, aber sehr verjüngten Kader in die Frühjahrsaison gestartet sind“, sagt der Sektionsleiter. In der Tabelle war Himberg nach den ersten Runden zwar noch weiter vorne zu finden, im weiteren Verlauf pendelte die Mannschaft aber meist zwischen Rang acht und neun. Gerade der Saisonabschluss mit einem Sieg, einem Remis und drei Niederlagen aus den letzten fünf Spielen zeigte noch einmal, wie schwierig es geworden war, konstant zu punkten. Für Wolf war dabei vor allem spürbar, dass vielen jungen Spielern noch die Routine fehlte. „Da hat man gemerkt, dass den Leuten die Erfahrung bei gewissen Dingen noch nicht da war“, sagt er. Gleichzeitig sieht er in dieser Phase aber nicht nur ein Problem, sondern auch einen Lerneffekt. „Sehr viele Junge und auch Reserve-Spieler wurden eingesetzt, die dadurch im Frühjahr sehr viel Praxis sammeln konnten.“
Genau aus diesem Grund richtet sich der Blick in Himberg jetzt nicht nur auf das, was nicht funktioniert hat, sondern sehr bewusst auf das, was sich in den vergangenen Wochen verbessert hat. Wolf beschreibt die aktuelle Stimmungslage rund um die Mannschaft als deutlich positiver. „Die Stimmung in der Mannschaft ist momentan sehr gut“, sagt er und führt das auch auf personelle Verstärkungen zurück. „Einige sehr gute Neuzugänge konnten verpflichtet werden, die die Mannschaft sicherlich stärken werden.“ Wichtig ist für ihn dabei nicht nur die Qualität am Platz, sondern auch das Klima im Verein. „Auch im Umfeld verstehen sich die Leute sehr gut, ziehen alle an einem Strang, helfen untereinander und bringen eine positive Stimmung über den gesamten Platz.“ Dazu kommt, dass es personell im Hintergrund keine Unruhe gibt. Laut Wolf arbeitet der Verein seit mehreren Jahren in derselben Konstellation vom Vorstand über die Sektionsleitung bis zum Betreuerteam zusammen. Diese Kontinuität sieht er als Vorteil. Auch personell auf dem Feld gibt es positive Nachrichten: „Derzeit gibt es keine Verletzungen oder angeschlagenen Spieler.“ Besonders wichtig ist dabei die Rückkehr von Thorsten Semler, der nach seiner Verletzung wieder fit ist und die gesamte Vorbereitung mitmachen soll. Als Stützen in der Mannschaft nennt Wolf zudem etablierte Kräfte wie Philip Müller, die den jungen Spielern Orientierung geben und in dieser Phase vorangehen sollen.
Für die kommenden Wochen formuliert Wolf die Ziele entsprechend deutlich. Im Vordergrund steht nicht nur, fitter zu werden, sondern aus dem Kader wieder eine geschlossene Einheit zu formen. „Die Vorbereitung zielt darauf ab, die neuen Spieler vollständig in die Mannschaft zu integrieren, die Jungen ebenfalls zu integrieren und zu verbessern und ein Mannschaftsgefüge zu schaffen, das füreinander kämpft und sich füreinander aufopfert“, sagt er. Dazu kommt ein dichtes Programm: Ab Mitte Juli sind bis zum Meisterschaftsstart rund zehn Testspiele gegen Gegner aus verschiedenen Spielklassen geplant. Inhaltlich will Himberg dabei vor allem im letzten Drittel zulegen. „Schwerpunkte werden die Verbesserung im Angriffsdrittel beziehungsweise die Boxpräsenz sein, dazu der Zusammenhalt in der Mannschaft und das gegenseitige Unterstützen.“ Wolf will eine Mannschaft sehen, die nach vorne Druck macht, gemeinsam arbeitet und auch spielerisch Akzente setzen kann. Ein Satz zeigt dabei, worauf im Verein besonders geschaut wird: „Wir wollen die ersten zwei, drei Runden gut spielen, um einen positiven Flow zu erreichen.“