In der Gebietsliga Süd/Südost hat sich SG Weissenbach/Klausen-L./A. nach einem schwierigen Herbst noch auf Rang sechs geschoben. Sportlicher Leiter Raimund Horvath blickt deshalb zufrieden auf die Saison zurück, macht aber klar, wo der nächste Schritt liegen soll. Die Defensive wurde stabilisiert, die Mannschaft hat sich an das Tempo der Liga gewöhnt, nun soll vor allem das Offensivspiel mehr Durchschlagskraft bekommen.

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Der Blick auf die Tabelle zeigt recht deutlich, warum Horvath mit der Entwicklung zufrieden ist. Weissenbach/Klausen-L./A. war nach dem ersten Spieltag noch Fünfter, rutschte dann zwischenzeitlich bis auf Rang 13 ab und arbeitete sich in den folgenden Wochen Schritt für Schritt wieder nach vorne. Am Ende stand Platz sechs mit 39 Punkten nach 26 Runden. Gerade diese Entwicklung ist für den sportlichen Leiter ein Hinweis darauf, dass im Winter die richtigen Entscheidungen getroffen wurden. „Wir sind alle total happy und zufrieden mit dem Frühjahr. Wir haben eine sehr schwierige Herbstrunde gehabt und sind deswegen wirklich glücklich, dass die Entscheidungen im Winter gut waren“, sagt Horvath. Auch die letzten fünf Spiele spiegeln dieses Bild wider: Auf drei Siege in Serie gegen SC Leopoldsdorf, BSV Enzesfeld/H. und USC Kirchschlag folgten zum Abschluss zwar Niederlagen gegen SC Sommerein und Bad Fischau-Brunn, am starken Frühjahr insgesamt ändert das aber wenig.
Besonders klar äußert sich Horvath bei jener Baustelle, an der in den nächsten Monaten gearbeitet werden soll. „Wir haben uns an die Intensität in der Liga gewöhnt. In der Vorbereitung haben wir sehr intensiv gearbeitet und uns körperlich in einen besseren Zustand gebracht“, sagt er. Diese körperliche und defensive Stabilität sieht er als Grundlage dafür, dass sich die Mannschaft in der Liga gefangen hat und am Ende weit oben mitmischen konnte. Gleichzeitig bleibt er in der Analyse deutlich: „Verbesserungspotenzial sehen wir in unserem Offensivspiel und unseren Offensivaktionen. Wir haben uns sehr darauf fixiert, die Defensive zu stärken, und im nächsten Schritt müssen wir uns auf die Offensive konzentrieren.“ Genau dort soll in der kommenden Vorbereitung der Schwerpunkt liegen. Horvath kündigt an, dass dieser Bereich im Training ein zentrales Thema sein wird und auch bei Personalfragen mitgedacht werden soll.
Dass Weissenbach/Klausen-L./A. den nächsten Entwicklungsschritt nicht nur mit neuen Ideen, sondern auch mit eigenen Kräften gehen will, betont Horvath ebenfalls. „Wir werden junge Spieler aus der U23 hochziehen, um auch dem eigenen Nachwuchs die Chance zu geben, in der Kampfmannschaft Fuß zu fassen“, erklärt er. Dazu komme, dass auch das Transfermanagement auf diese Ausrichtung abgestimmt werde. Günstig ist aus Vereinssicht, dass die personelle Ausgangslage aktuell ruhig ist. „Unsere Spieler sind alle fit. Wir haben keine langzeitverletzten Spieler und deswegen schauen wir auch sehr positiv in die Zukunft“, sagt Horvath. Dazu passt auch sein grundsätzlicher Blick auf die Mannschaft. Einzelne Akteure will er bewusst nicht herausheben. „Wir sind eine sehr ehrgeizige Truppe und leben vom Kollektiv“, sagt er und verweist dabei nicht nur auf die Kabine, sondern auf das gesamte Umfeld. Ohne die Arbeit des Vorstandsteams und vieler Helfer im Verein wäre vieles nicht möglich, so seine klare Einordnung.
Die Richtung für die nächste Saison ist damit recht klar vorgegeben. Horvath will vor allem die Mannschaft weiterentwickeln und dabei Neuzugänge sowie jene jungen Spieler, die aus der U23 nach oben kommen, nachhaltig einbauen. „Uns geht es hauptsächlich um die Weiterentwicklung der Mannschaft“, sagt er. Das große sportliche Ziel formuliert er dennoch ebenfalls offen: Weissenbach/Klausen-L./A. möchte sich in der Tabelle im Bereich der Top sechs bis sieben festsetzen. Dass in dieser Liga dafür viel nötig ist, machte die vergangene Saison deutlich. Doch die Stimmung im Verein ist gut, die Mannschaft brennt laut Horvath schon auf die nächste Vorbereitung, und nach dem starken Frühjahr soll der eingeschlagene Weg nun mit mehr Zug zum Tor fortgesetzt werden.