Zum Auftakt der Gebietsliga Süd/Südost musste sich ASK Mannersdorf zuhause ASK Bad Fischau-Brunn mit 1:2 geschlagen geben. Nach einem 0:2 zur Pause kam die Heimelf zwar noch einmal heran, mehr als der Elfmeter von Taner Sen in der 80. Minute war aber nicht mehr drin. Obmann Johannes Horvath machte nach dem Schlusspfiff vor allem die schwache erste Hälfte als Grund für die Niederlage aus.

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Für Johannes Horvath war schnell klar, wo dieses Spiel aus seiner Sicht weggerutscht ist. „Die erste Hälfte war von unserer Seite ganz schlecht. Wir haben überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel bekommen“, sagte der Obmann des ASK Mannersdorf. Damit beschrieb er sehr deutlich, was seiner Mannschaft über weite Strecken fehlte. ASK Mannersdorf kam kaum in die Zweikämpfe, stand in der Defensive ständig unter Druck und konnte nach vorne fast keine Akzente setzen. Horvath formulierte es entsprechend deutlich: „Wir waren so unter Druck wie schon lange nicht mehr.“ Noch klarer wurde seine Einordnung mit Blick auf den Spielstand zur Pause. „Mit ein bissl Pech hätten wir auch gut und gerne 0:4 oder 0:5 hinten sein können“, meinte er. Dass es „nur“ 0:2 stand, änderte für ihn nichts daran, dass die erste Hälfte die Grundlage für die spätere Niederlage gelegt hatte.
Die Gäste brachten ihre Überlegenheit in der ersten Halbzeit auch auf die Anzeigetafel. In der 29. Minute erzielte Marco Nesvadba das 0:1 für ASK Bad Fischau-Brunn. Horvath erklärte die Szene so, dass einem Corner die entscheidende Situation vorausging und ASK Mannersdorf den Ball danach nicht klären konnte, ehe der Abschluss aus kurzer Distanz nicht mehr zu halten war. Nur sieben Minuten später legte ASK Bad Fischau-Brunn nach. Yasin Adigüzel traf in der 36. Minute zum 0:2, nachdem es aus Sicht von Horvath einen berechtigten Elfmeter gab. „Der Torhüter ist meines Erachtens etwas zu ungestüm aus dem Tor herausgekommen, hat den Gegenspieler gefoult und der Elfmeter war zu Recht“, sagte er. Dass der Rückstand zur Pause verdient war, stellte Horvath nicht in Frage. Ebenso wenig machte er andere Gründe aus. „Die Schiedsrichterleistung war okay und nicht das Problem“, hielt er fest.
Zur Halbzeit reagierte ASK Mannersdorf auf die klaren Probleme. Laut Horvath stellte der Trainer taktisch um und brachte zudem zwei neue Spieler. Diese Maßnahmen zeigten aus seiner Sicht Wirkung, auch wenn die Wende nicht sofort komplett gelang. „Dann ist die Defensive ein bisschen stabiler gestanden“, sagte Horvath. Genau darin lag der erste Schritt, denn nach den schwierigen 45 Minuten davor ging es zunächst einmal darum, das Spiel zu beruhigen und besser ins Verteidigen zu kommen. Gleichzeitig blieb nach vorne vieles mühsam. Horvath sprach offen an, dass es offensiv trotz der Umstellungen schwierig blieb. Trotzdem veränderte sich das Bild mit Fortdauer der zweiten Hälfte spürbar. „Die Wechselspieler haben Akzente setzen können und die taktische Umstellung hat auch gegriffen“, sagte er. ASK Mannersdorf bekam dadurch mehr Zugriff und konnte gegen Ende des Spiels zumindest mehr Druck aufbauen als noch vor der Pause.
Belohnt wurde ASK Mannersdorf für diese Steigerung erst in der Schlussphase. In der 80. Minute verkürzte Taner Sen per Elfmeter auf 1:2. Horvath sprach auch hier von einer klaren Entscheidung und schilderte ein deutliches Foul vor dem Strafstoß. Der Treffer brachte die Heimelf noch einmal näher heran, mehr sprang aber nicht mehr heraus. Gerade deshalb blieb der Blick des Obmanns des ASK Mannersdorf nach dem Schlusspfiff vor allem an der ersten Halbzeit hängen. „Der Knackpunkt war einfach die ganz schwache Defensivleistung in der ersten Halbzeit“, sagte Horvath. Dazu kam aus seiner Sicht noch etwas Grundsätzliches: „Es war speziell in der ersten Halbzeit zu wenig Aggressivität, zu wenig Leidenschaft, zu wenig Siegeswille zu spüren.“ So stand am Ende zum Start in die neue Saison eine Niederlage, bei der ASK Mannersdorf zwar später besser ins Spiel fand, sich die schlechte Ausgangslage davor aber nicht mehr ausgleichen ließ.