In der Gebietsliga Süd/Südost hat der SV Grimmenstein zum Auftakt gegen den SC Sommerein eine klare 0:6-Niederlage einstecken müssen. Für Co-Trainer Dominik Gotschy war vor allem das 2:0 kurz vor der Pause der Moment, der das Spiel endgültig in die gewünschte Richtung schob. Danach zog SC Sommerein das Tempo wieder an und brachte den ersten Saisonsieg sehr deutlich ins Ziel.

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SC Sommerein hatte sich laut Gotschy vorgenommen, aggressiv und mit viel Zug in die Partie zu starten, und über weite Strecken ging dieser Plan auch auf. Zwar gab es in den ersten ein, zwei Minuten nach einer Unachtsamkeit im Zentrum gleich eine Halbchance für den Gastgeber, viel mehr ließ die Gästeelf in dieser Anfangsphase aber nicht zu. Stattdessen stellte SC Sommerein rasch auf 1:0. In der 5. Minute traf Alexander Koller nach einem Eckball, und diese frühe Führung gab dem Auftritt der Gäste sofort Stabilität. Gotschy sprach davon, dass seine Mannschaft die Begegnung danach bis etwa zur 25. Minute „ganz klar im Griff“ hatte. Der SV Grimmenstein kam in dieser Phase kaum ins Spiel, während SC Sommerein kompakt blieb und das Spiel kontrollierte. Genau diese Geschlossenheit hob der Co-Trainer später auch als einen Hauptgrund für den klaren Auswärtssieg hervor: „Ich glaube, unsere größte Stärke war unsere Kompaktheit und der Wille, dass wir im ersten Spiel unbedingt etwas mitnehmen wollten.“
Ganz so einseitig wie das Endergebnis war die erste Halbzeit laut Gotschy aber nicht durchgehend. Zwischen der 25. und der 45. Minute nahm SC Sommerein etwas Tempo heraus und ließ den SV Grimmenstein dadurch besser in die Partie kommen. Gotschy sprach in dieser Phase von einem offenen Schlagabtausch, in dem die Heimelf auch zu einem Stangenschuss kam. Umso wichtiger war aus seiner Sicht deshalb der zweite Treffer unmittelbar vor dem Seitenwechsel. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte stand David Klima nach einem Standard richtig und stellte auf 2:0. „Das 2:0 kurz vor der Pause war schon sehr wichtig. Wenn man mit dem Pausenpfiff das 2:0 erzielt, macht das schon etwas im Kopf“, sagte Gotschy. Für SC Sommerein war das nicht nur ein beruhigender Vorsprung, sondern jener Treffer, der der Mannschaft laut Co-Trainer noch einmal einen zusätzlichen Schub gab. Dass genau dieser Moment im Nachhinein so stark im Mittelpunkt stand, passt auch zum Spielverlauf: Aus einer Phase, in der der Gegner etwas besser drin war, ging SC Sommerein mit einem klaren Plus in die Kabine.
Nach dem Wechsel ließ SC Sommerein dann keinen Zweifel mehr offen. Gotschy erinnerte sich an keinen Torschuss des SV Grimmenstein mehr und sprach von einer über 45 Minuten klar überlegenen Leistung. Tobias Petritsch erhöhte in der 57. Minute auf 3:0 und legte in der 66. Minute das 4:0 nach. Spätestens mit diesem Doppelschlag innerhalb weniger Minuten war für den Co-Trainer klar, „dass das in die richtige Richtung geht“. In der Schlussphase schraubten Kevin Steiner-Kafka in der 81. Minute und noch einmal Tobias Petritsch in der 85. Minute das Ergebnis auf 6:0. Den Gegner hatte man motiviert erwartet, doch laut Gotschy habe das schnelle 1:0 dem SV Grimmenstein früh den Schwung genommen: „Wir haben ihnen das mit einem schnellen Tor recht schnell genommen und Grimmenstein nie wirklich ins Spiel kommen lassen.“ Insgesamt fiel sein Fazit sehr positiv aus: „Wir haben drei Tore nach Standards erzielt. Wir haben Tore nach schönen Kombinationen und nach Bällen in die Tiefe erzielt. Es war eigentlich alles dabei.“ Ganz ohne Selbstkritik wollte er den Abend trotzdem nicht stehen lassen. Vor allem die rund 20 Minuten vor der Pause und einzelne Umschaltmomente nannte er als Bereiche, in denen seine Mannschaft noch souveräner werden müsse. Der Start ist mit dem 6:0 jedenfalls geglückt, und SC Sommerein steht nach der ersten Runde gleich an der Spitze.