Zum Auftakt in der Gebietsliga Süd/Südost hat sich ASK Eggendorf von SC Wolfsthal mit 1:1 getrennt. Nach einer starken ersten Halbzeit und der verdienten Führung ärgerte sich Obmann Werner Müller vor allem über die verpassten Chancen in der Schlussphase. „Wir hätten das 2:1 eigentlich machen müssen“, sagte er nach einer Partie, in der Eggendorf seiner Einschätzung nach dem Sieg näher war.

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ASK Eggendorf hatte in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel und brachte genau das auf den Platz, was Werner Müller nach dem Schlusspfiff besonders hervorhob: Einsatz, Zusammenhalt und viel Kampfgeist. Der Obmann sprach von einer „sehr guten Partie von beiden Seiten“, sah seine Mannschaft vor der Pause aber klar im Vorteil. „Wir haben die erste Halbzeit dominiert und sind durch unseren Kampfgeist verdient 1:0 in Führung gegangen“, sagte Müller. Dieses 1:0 fiel in der 41. Minute, als Mert Mustafa Ekinci für ASK Eggendorf traf. Mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause, und aus Sicht der Gastgeber war das zu diesem Zeitpunkt die passende Belohnung für eine starke erste Hälfte.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild allerdings. Müller sagte, seine Mannschaft habe „ein bisschen den Faden verloren“, und genau in dieser Phase wurde SC Wolfsthal stärker. In der 62. Minute nutzten die Gäste das zum Ausgleich, Dario Kopic stellte auf 1:1. Damit war die Partie wieder offen, doch ASK Eggendorf kam laut Müller vor allem in der Schlussphase noch einmal kräftig auf. „Die letzten zwanzig, fünfundzwanzig Minuten hatten wir mehrere Chancen, richtig gute Chancen“, sagte er. Besonders deutlich wurde seine Einschätzung beim Blick auf die letzten Minuten: „Wir hatten am Ende die besseren Chancen, eigentlich hundertprozentige.“ Für Müller war das ein klarer Hinweis darauf, dass der Sieg für seine Mannschaft möglich gewesen wäre.
Warum es am Ende trotzdem nur zu einem Punkt reichte, beantwortete Müller sehr direkt. „Wir haben viele Chancen gehabt und leider die Tore nicht erzielt“, sagte der Eggendorf-Obmann. Noch kürzer brachte er es später auf den Punkt: „Wir haben unsere Chancen nicht ausnützen können.“ Genau darin sah er den Hauptgrund, weshalb der Auftakt nicht mit drei Punkten endete. Trotzdem fiel seine Bilanz keineswegs nur kritisch aus. Vor allem der Auftritt der jungen Mannschaft gefiel ihm. „Der Zusammenhalt und der Kampfgeist waren enorm. Ich war wirklich sehr begeistert von unserer jungen Truppe“, sagte Müller. Auch den Gegner ordnete er stark ein und traut SC Wolfsthal im weiteren Saisonverlauf einen Platz im ersten Drittel, vielleicht sogar unter den ersten fünf, zu. Zur Schiedsrichterleistung wollte er keinen Kommentar abgeben. In der Nachspielzeit sah bei ASK Eggendorf noch Marco Michetschläger die Rote Karte, am Grundgefühl änderte das aber nichts mehr: Für Müller überwog nach dem 1:1 das Gefühl, dass hier für seine Mannschaft mehr drin gewesen wäre.