In der Gebietsliga Süd/Südost hat der SC Maria Lanzendorf am Freitag eine 1:2-Heimniederlage gegen den ASK Mannersdorf hinnehmen müssen. Nach einem 0:1 zur Pause drehte der ASK Mannersdorf die Partie noch, weil die Gäste laut Obmann Johannes Horvath über weite Strecken mehr vom Spiel hatten, in den Zweikämpfen zulegten und nach einer taktischen Anpassung in der zweiten Halbzeit deutlich zielstrebiger auftraten.

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Johannes Horvath sah von Beginn an eine Partie, in der der ASK Mannersdorf den Weg nach vorne suchte. „ASK Mannersdorf hat von Anfang an Druck gemacht“, sagte der Obmann und ergänzte, dass seine Mannschaft anfangs noch nicht effizient genug gewesen sei. Trotzdem geriet der ASK Mannersdorf in der 27. Minute in Rückstand. Sasa Pantic traf für den SC Maria Lanzendorf zum 1:0. Für Horvath passte dieser Spielstand zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich zum Verlauf. Er sprach von einem aus seiner Sicht unverdienten Rückstand und erklärte, dass der ASK Mannersdorf nach dem Gegentor zunächst ein wenig gebraucht habe, um wieder in den Rhythmus zu finden.
Entscheidend war für Johannes Horvath weniger ein einzelner Augenblick als die Entwicklung über fast die gesamte Spielzeit. „Über den Großteil des Spiels haben wir das Spiel dominiert und im Griff gehabt“, sagte er. Nach dem 0:1 zur Halbzeit reagierte der ASK Mannersdorf, legte in der zweiten Hälfte weiter zu und profitierte dann auch von einer Szene in der 56. Minute, als Goalie Matthias Franz wegen Torraub die Rote Karte sah. Vier Minuten später verwandelt der gefoulte Taner Sen selbst den verhängten Elfmeter zum Ausgleich. Der ASK Mannersdorf blieb danach am Drücker und belohnte sich kurz vor Schluss, als Taner Sen in der 88. Minute auch noch das 2:1 erzielte.
Für den ASK Mannersdorf war vor allem wichtig, dass diesmal die Grundlagen stimmten. „Es hat gut funktioniert, dass wir die Zweikämpfe viel besser angenommen haben und dass wir nach vorne gespielt haben“, sagte Horvath. Dazu kam aus seiner Sicht eine Anpassung im Spiel der Gäste. „Der Unterschied war, dass wir das spielerisch stärkere Team waren und an der Taktik ein bisschen etwas geändert haben. Dadurch konnten wir in der zweiten Halbzeit viel effizienter angreifen und haben auch die Tore erzielt.“ Genau darin lag für ihn der Kern dieser Partie. Der ASK Mannersdorf war aktiver, suchte konsequenter den Weg nach vorne und konnte den Druck nach der Pause besser in klare Aktionen ummünzen als noch vor dem Seitenwechsel. Dass der ASK Mannersdorf am Ende trotzdem bis in die Nachspielzeit hinein aufmerksam bleiben musste, hing auch mit der Anlage des Gegners zusammen. Horvath schilderte, dass der SC Maria Lanzendorf sehr defensiv stand und sein Glück vor allem im Konter suchte. Dazu kam schwieriges Wetter, weil es laut Horvath die ganze Zeit regnete. „Da ist es natürlich immer gefährlich, wenn man es mit Schüssen aus der zweiten Reihe versucht“, sagte er.
Ganz vorbei war die Partie aber trotz der Wende kurz vor Spielende noch immer nicht. In der Nachspielzeit hatte der ASK Mannersdorf bei einem Stangenschuss des SC Maria Lanzendorf noch Glück. Abgesehen davon habe seine Mannschaft aber „nicht viel anbrennen lassen“ und der Auswärtssieg war „hochverdient“. Für den ASK Mannersdorf zählen nach der Niederlage zum Auftakt damit die ersten drei Punkte der noch jungen Saison. Entsprechend ordnete Horvath den Erfolg auch ein: „Der Gegner war jetzt nicht der allerstärkste, aber fürs Selbstvertrauen war es ganz gut, dass wir jetzt einmal drei Punkte angeschrieben haben.“ Für den ASK Mannersdorf war dieser Abend also nicht nur wegen des Ergebnisses wichtig, sondern auch als spürbarer Schub.