Spielberichte

„Kurz vor der Pause darfst du den Doppelschlag nicht bekommen“ – Sommerein gibt Führung noch aus der Hand

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ASK Eggendorf
SC Sommerein

In der Gebietsliga Süd/Südost hat der ASK Eggendorf am Freitag ein 0:1 gegen den SC Sommerein noch in einen 3:1-Heimsieg gedreht. Die Gäste legten mutig los und gingen früh in Führung, verloren danach aber immer mehr den Zugriff. Co-Trainer Dominik Gotschy sah vor allem den Doppelschlag kurz vor der Pause als Knackpunkt eines Abends, an dem Eggendorf seine spielerische Klasse klar auf den Platz brachte.

Fußball liegt neben dem Spielfeld

Foto von Duc Van auf Unsplash

Mutiger Beginn wird belohnt

Der Beginn war aus Sommereiner Sicht nämlich genau so, wie man sich einen Auftritt bei einem Favoriten vorstellt. Gotschy berichtete von einer ersten Balleroberung im Zentrum nach nur wenigen Sekunden, aus der sofort ein abgefälschter Abschluss entstand, der nur knapp am Tor vorbeiging und gleich die erste Ecke brachte. Diese Anfangsphase war für die Gäste ein Zeichen, dass sie in der Partie waren. „Wir haben die ersten fünfzehn Minuten wirklich gut dagegengehalten und das Spiel sehr offen gestaltet“, sagte der Co-Trainer. In der neunten Minute belohnte sich Sommerein dann nach einem Standard, Mario Friedl-Senegacnik brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Lange blieb dieses Bild aber nicht bestehen, weil Eggendorf laut Gotschy ab der Phase zwischen der 15. und 20. Minute immer besser ins Spiel kam.

Doppelschlag dreht alles vor der Pause

Mit dem Ausgleich kippte die Partie dann endgültig in Richtung der Gastgeber. Beim 1:1 in der 27. Minute traf Mert Mustafa Ekinci nach einer über links herausgespielten Aktion, die Sommerein aus Sicht von Gotschy zu leicht zuließ. Der Ball kam von der Grundlinie in den Fünfer, dort stand der Eggendorfer Torschütze zu frei. Noch bitterer wurde es unmittelbar vor der Pause. Zunächst fiel in der 44. Minute das 2:1 durch Yasin Kirimli, nachdem Sommerein nach einem eigenen Eckball ausgekontert wurde. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Leonard Iacob nach einem Stanglpass in den Rückraum auf 3:1. „Du darfst gegen eine so spielstarke Mannschaft kurz vor der Pause nicht noch einen Doppelschlag bekommen. Wenn du mit 1:3 in die Pause gehst, ist das schon schmerzhaft“, brachte es Gotschy auf den Punkt.

Nach dem 1:3 fehlt der Zugriff

Nach dem Seitenwechsel hatte Sommerein zwar noch die ganze zweite Halbzeit vor sich, wirklich ins Spiel zurück fand der SC aber nicht mehr. Gotschy sprach davon, dass seine Mannschaft abgesehen von den ersten 15 bis 20 Minuten „absolut nicht präsent“ gewesen sei. Eggendorf sei handlungsschneller, spritziger und „immer einen Schritt voraus“ gewesen. Dazu kamen laut dem Co-Trainer gute Seitenverlagerungen und viel Druck über die Außenbahnen, mit denen Sommerein große Probleme hatte. „Sie haben das sehr gut gemacht“, sagte Gotschy, der den Gastgebern in der zweiten Hälfte gefühlt „achtzig Prozent Ballbesitz“ zuschrieb. Entsprechend blieb auch das Gefühl aus, dass der Anschlusstreffer noch einmal echte Spannung zurückbringen könnte. Weitere Tore fielen nicht mehr, weil Eggendorf die Partie kontrollierte und Sommerein nicht mehr aufkommen ließ.

Gotschy erkennt Eggendorfs Klasse an

Die Niederlage ordnete der Sommereiner Co-Trainer deshalb nüchtern ein, ohne Ausflüchte zu suchen. Strittige Szenen hatte er keine mehr parat, auch mit dem Unparteiischen war er zufrieden: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“ Viel deutlicher fiel seine Einordnung des Gegners aus. Schon vor der Saison habe er Eggendorf hoch eingeschätzt, nun habe sich dieser Eindruck bestätigt. „Eggendorf ist für mich eine Top-drei-Mannschaft und ein Titelkandidat“, sagte Gotschy. Entsprechend klar war auch sein Fazit: „Der Sieg geht für Eggendorf definitiv in Ordnung.“ Für Sommerein bleibt nach diesem 1:3 die Erkenntnis, dass eine gute Anfangsphase gegen solche Gegner nicht reicht, wenn der Zugriff danach verloren geht und die entscheidenden Minuten vor der Pause so deutlich an die andere Seite gehen.

Gebietsliga Süd/Südost: Eggendorf : Sommerein - 3:1 (3:1)

  • 47
    Leonard Iacob 3:1
  • 44
    Yasin Kirimli 2:1
  • 27
    Mert Mustafa Ekinci 1:1
  • 9
    Mario Friedl-Senegacnik 0:1