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"Wir müssen vor dem Tor kaltschnäuziger werden" – Grimmenstein hadert nach 0:4 mit der Chancenverwertung

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SV Grimmenstein
SC Himberg

In der Gebietsliga Süd/Südost musste sich SV Grimmenstein am Freitagabend dem SC Himberg mit 0:4 geschlagen geben. Zur Pause lagen die Gastgeber bereits 0:2 zurück, später legten die Gäste noch zwei Tore nach. Trainer Yannik Werger sah trotzdem nicht nur ein klares Ergebnis, sondern vor allem eine Partie, in der seine Mannschaft gute Phasen hatte, sich dafür aber nicht belohnte und vor dem Tor zu wenig aus ihren Möglichkeiten machte.

Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

Foto von RF._.studio _ bei Pexels

Früher Rückschlag nach ordentlichem Beginn

Werger machte nach dem Schlusspfiff deutlich, dass ihn vor allem die Entwicklung des Spiels ärgerte, weil sie aus seiner Sicht nicht von Beginn an in Richtung einer klaren Niederlage lief. "Wir waren gut in der Partie drinnen. Wir waren eigentlich die zwingendere Mannschaft und haben auch die Chance auf das erste Tor gehabt", sagte der Trainer der Grimmensteiner. Gerade deshalb tat das 0:1 weh. In der 13. Minute brachte Christian Stanic die Gäste in Führung, und Werger sprach davon, dass dieses Gegentor seine Mannschaft "ein bisschen zurückgeschmissen hat". Himberg blieb dabei effizient und legte noch vor der Pause nach. Michael Endlicher erhöhte in der 23. Minute auf 0:2, womit die Gäste früh einen Vorsprung hatten, der dem Spiel eine klare Richtung gab.

Die größte Baustelle lag vor dem Tor

Dass Grimmenstein am Ende ohne eigenen Treffer blieb, war für Werger die entscheidende Erklärung für das 0:4. Er haderte nicht damit, dass seine Mannschaft gar nicht ins Spiel gekommen wäre, sondern damit, dass sie aus ihren Möglichkeiten nichts Zählbares machen konnte. "Wir müssen kaltschnäuziger werden, vor allem vorm Tor. Die Chancen, die du in der Liga bekommst, musst du nutzen", sagte er. Damit legte er den Finger genau auf jenen Punkt, den er als Unterschied zwischen einem offenen Spiel und einer klaren Niederlage sah. "Wenn man zu null verliert, dann hat in erster Linie einmal das Toreschießen nicht funktioniert, wobei wir uns die Chancen gut kreiert haben", meinte Werger weiter. Den Rest seines Plans sah er dagegen durchaus erfüllt: "Der Rest hat eigentlich recht gut funktioniert, wie wir uns das vorgenommen haben, im Block zu stehen und zu verschieben."

Himberg blieb bis zum Schluss konsequent

Nach dem 0:2 zur Pause blieb Himberg die Mannschaft, die aus wenigen Gelegenheiten viel machte. Grimmenstein hielt zwar weiter dagegen, auf der Anzeigetafel schlug sich das aber nicht nieder. Stattdessen sorgten die Gäste im Schlussabschnitt für die endgültige Entscheidung. Luis Schweighofer traf in der 76. Minute zum 0:3, Erik Schmid stellte in der 82. Minute auf 0:4. Für Werger war genau das der Kern des Abends. "Himberg hat seine Chancen genutzt und wollte bis zum letzten Pass das Tor unbedingt", sagte er. Gleichzeitig wollte er die Gegentreffer nicht einzeln sezieren, sondern grundsätzlich bleiben: "Wir müssen einfach konsequent verteidigen. Ich will da gar nicht auf ein Tor einzeln eingehen, wir müssen das immer wegverteidigen." An der Spielleitung machte er jedenfalls nichts fest. Der Schiedsrichter sei "in Ordnung" gewesen, strittige Szenen habe es aus seiner Sicht nicht gegeben.

Klare Lehre für die nächsten Runden

Unterm Strich stand damit eine deutliche Heimniederlage, die für Grimmenstein nach drei Runden weiter null Punkte bedeutet, während Himberg mit dem dritten Sieg im dritten Spiel ganz vorne mitmischt. Ratlos klang Werger trotz des klaren Ergebnisses aber nicht. Seine Einordnung war nüchtern und in einer Sache sehr klar. "Sie waren kaltschnäuziger vorm Tor. Sie haben ihre Chancen genutzt und das haben sie besser gemacht als wir", sagte der Trainer. Genau daraus ergibt sich für ihn auch die Aufgabe für die nächsten Wochen. Die Abläufe gegen den Ball, das Stehen im Block und das Verschieben sah er ordentlich, doch am Ende zählt in dieser Liga eben, was aus den Chancen gemacht wird. Oder, wie Werger es selbst zusammenfasste: "Die Chancen, die du bekommst, musst du nutzen, dann geht das Ganze schon in die richtige Richtung."

Gebietsliga Süd/Südost: SVG : Himberg - 0:4 (0:2)

  • 82
    Erik Schmid 0:4
  • 76
    Luis Schweighofer 0:3
  • 23
    Michael Endlicher 0:2
  • 13
    Christian Stanic 0:1