Spielberichte

„Die Mannschaft hat nicht aufgehört, an sich zu glauben“: Vösendorf zieht nach 2:2 auf 5:2 davon

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ASV Vösendorf
Maria Lanzendorf

In der Gebietsliga Süd/Südost hat sich der ASV Vösendorf am Freitagabend mit 5:2 gegen den SC Maria Lanzendorf durchgesetzt und damit auch das dritte Saisonspiel gewonnen. Nach einer 2:0-Führung, dem Anschlusstreffer vor der Pause und dem 2:2 direkt nach dem Seitenwechsel wurde es für die Gastgeber noch einmal eng. Sportlicher Leiter Georg Nemetschek sah vor allem in dieser Phase den Schlüssel zum Heimsieg.

Fußball und violette Fußballschuhe

Foto von Frantzou Fleurine auf Unsplash

Ilic bringt Vösendorf auf Kurs

Vösendorf hatte zunächst viel von der Partie und belohnte sich früh. In der 15. Minute brachte Predrag Ilic die Gastgeber in Führung. Nemetschek sprach danach von einem „sehr schön herausgespielten Tor“, bei dem Ilic den Angriff am Ende selbst abschloss. Auch das 2:0 in der 32. Minute ging auf das Konto von Ilic, diesmal nach einer Standardsituation. Dass Patrick Koch nur vier Minuten später auf 2:1 verkürzte, hielt Maria Lanzendorf aber im Spiel. So ging es mit einer knappen Führung in die Pause, obwohl Vösendorf bis dahin eigentlich vieles im Griff hatte und sich den Vorsprung mit dem besseren Start erarbeitet hatte.

Nach dem 2:2 kippt die Partie nicht

Richtig heikel wurde es dann direkt nach Wiederbeginn. Stefan Martic nutzte die Phase in der 54. Minute zum 2:2, und plötzlich war alles wieder offen. Gerade dieser Moment war für Nemetschek der wichtigste des Abends. „Die Mannschaft hat unglaubliche Moral und Charakter gezeigt nach dieser dubiosen gelb/roten Karte“, sagte er. „Sie hat nicht aufgehört, an sich zu glauben. Für den Burschen ist das jedoch hart für ein halbes Foul ausgeschlossen zu werden“ Vösendorf stellte laut dem Sportlichen Leiter die Spielweise defensiver auf und suchte den Weg über Umschalten und Konter, statt offen ins Risiko zu gehen.

Jesic legt vor, Chyla und Rugovaj machen zu

Der Plan ging auf. In der 67. Minute brachte Nenad Jesic die Gastgeber wieder nach vorne, und damit hatte Vösendorf das Spiel erneut auf seine Seite gezogen. Nemetschek gefiel vor allem, wie ruhig seine Mannschaft danach blieb. „Wir haben unsere Spielweise defensiver angelegt und dann über den Konter das Spiel für uns entscheiden können“, sagte er. Maria Lanzendorf habe zwar „viel probiert“, sei aber „ehrlicherweise ideenloser als vor dem Ausschluss“ gewesen. In der Schlussphase machte Vösendorf den Heimsieg dann endgültig klar: Kilian Chyla erhöhte in der 90. Minute auf 4:2, tief in der Nachspielzeit setzte Eron Rugovaj mit dem 5:2 den Schlusspunkt.

Freude über den Start, aber auch ein klarer Hinweis

Nach dem Spiel wollte Nemetschek den Blick nicht nur auf das Ergebnis richten. Bei aller Freude über drei Siege aus drei Spielen und neun Punkte zum Start sprach er auch die Dinge an, die noch nicht passen. „Wir sind noch ein bissl zu nervös im Ballbesitz. Wir treffen oft die falschen bzw voreilige Entscheidungen“, sagte er offen. Für die nächsten Wochen formulierte er die Richtung klar: „Wenn wir nicht hundert Prozent geben, werden wir Probleme haben. Wenn wir hundert Prozent da sind, werden wir allen Gegnern Probleme bereiten.“

Gebietsliga Süd/Südost: Vösendorf : Maria Lan. - 5:2 (2:1)

  • 94
    Eron Rugovaj 5:2
  • 90
    Kilian Chyla 4:2
  • 67
    Nenad Jesic 3:2
  • 54
    Stefan Martic 2:2
  • 36
    Patrick Koch 2:1
  • 32
    Predrag Ilic 2:0
  • 15
    Predrag Ilic 1:0