In der Gebietsliga Süd/Südost hat SC Fortuna Wiener Neustadt II dem SC Himberg am Freitagabend einen 4:3-Heimsieg abgerungen. Trainer Thomas Schönleitner sah den Ausschlag vor allem in der Arbeit gegen den Ball. In einer intensiven, zweikampfbetonten Partie führte Fortuna zur Pause mit 2:0, musste nach dem Seitenwechsel aber noch einmal zittern, weil Himberg selbst in Unterzahl bis zum Ende dranblieb.

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Was Schönleitner seiner Mannschaft vor dem Spiel mitgegeben hatte, war im Verlauf der Partie deutlich zu sehen. Fortuna brachte viel Intensität auf den Platz und legte damit die Grundlage für eine starke erste Hälfte. Sudais Yakubu brachte die Gastgeber in der 13. Minute mit 1:0 in Führung, in der 33. Minute erhöhte Enes Malik Pehlivan auf 2:0. Mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause. Dass damit aber noch nichts entschieden war, zeigte sich direkt nach Wiederbeginn. Philip Müller verkürzte in der 49. Minute für Himberg auf 2:1 und brachte die Gäste sofort wieder heran. Die Antwort der Wiener Neustädter kam allerdings prompt, denn Lars Pendl stellte nur zwei Minuten später auf 3:1. Auch nach der Roten Karte gegen Lukas Haubenwaller in der 61. Minute blieb die Partie offen. Philip Kurz machte es mit dem 3:2 in der 80. Minute noch einmal spannend, Bernhard Henhapel sorgte in der 86. Minute scheinbar für die Entscheidung, ehe Kurz in der Nachspielzeit noch auf 4:3 stellte.
Für Schönleitner war genau diese Entwicklung die Bestätigung für das, was seine Mannschaft in der Trainingswoche vorbereitet hatte. „Wenn wir diese Intensität auf den Platz bekommen, die wir uns im Training erarbeitet haben, wenn wir den Matchplan durchziehen und mit Rückschlägen so umgehen, wie es gehört, dann wird die Partie für uns erfolgreich laufen“, hatte er seinem Team vor dem Anpfiff mitgegeben. Nach dem 4:3 sah er sich in dieser Einschätzung bestätigt. Vor allem die mannschaftliche Arbeit ohne Ball hob er klar hervor. „Der Schlüssel zum Erfolg war die Disziplin gegen den Ball und dass sich jeder Spieler in den Dienst der Mannschaft gestellt hat“, sagte der Fortuna-Coach. Dass dabei nicht nur die Startelf gemeint war, stellte er ebenfalls heraus: „Jeder in der Startformation und jeder, der eingewechselt wurde, hat alles gegeben für den Erfolg.“ In den ersten 20 bis 25 Minuten sah Schönleitner seine Mannschaft zudem auch mit Ball „richtig, richtig gut“. Nach der Pause sei das nicht mehr ganz so sauber gewesen, „trotzdem haben wir uns in den Umschaltsituationen viele Torchancen herausgespielt“.
Dass der Abend am Ende enger wurde, als es nach dem 3:1 und später nach dem 4:2 ausgesehen hatte, sprach Schönleitner offen an. „Wir hätten die Partie bei 3:1 schon entscheiden können. Mit dem vierten oder fünften Tor , leider haben wir es nicht gemacht“, meinte er und machte damit klar, dass seine Mannschaft sich das Leben in manchen Phasen unnötig schwer machte. Gleichzeitig verteilte er viel Respekt an den Gegner. Himberg sei „eine qualitativ sehr, sehr hochwertige Mannschaft“ mit „vielen guten Einzelspielern“, gegen die es schwer gewesen sei, über die gesamte Distanz sauber zu verteidigen. Insgesamt sprach der Trainer dennoch von einem verdienten Sieg. Er beschrieb die Begegnung als „super intensives Spiel auf beiden Seiten“, mit vielen Zweikämpfen vor allem im Mittelfeld, betonte aber auch: „Es war eigentlich ein sehr faires Match.“ Über den Erfolg allein will Schönleitner allerdings nicht alles stellen. „Man muss sich immer verbessern, egal ob Sieg oder Niederlage“, sagte er. Zum Abschluss gab es trotzdem ein deutliches Lob an seine Mannschaft: „Ich möchte meiner Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen. Das hat richtig Spaß gemacht, von außen zuzusehen.“