In der Gebietsliga Süd/Südost hat die SVg Breitenau/Schwarzau den ASK Mannersdorf mit 4:0 besiegt und laut Trainer Levent Sengül ein Spiel gewonnen, das trotz des klaren Resultats nicht einfach von selbst lief. Breitenau war von Beginn an das aktivere Team, ließ vor der Pause einiges liegen, spielte nach der Pause lange in Unterzahl und gewann am Ende trotzdem deutlich.

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Breitenau hatte nach der Einschätzung von Sengül vom Anpfiff weg mehr vom Spiel und zog die Partie genau so auf, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. „Wir waren von der ersten Minute weg spielbestimmend und haben das Spiel dominiert“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Diese Überlegenheit schlug sich laut dem Coach auch in den Chancen nieder, nur vor dem Tor fehlte zunächst die Konsequenz. Breitenau spielte sich gute Möglichkeiten heraus, ließ diese aber ungenutzt und verschoss in der ersten Hälfte auch noch einen Elfmeter. Umso wichtiger war aus Sicht des Trainers das 1:0 in der 35. Minute durch Manuel Schwarz. „Nach so vielen vergebenen Chancen das Tor zu machen, beruhigt natürlich“, meinte Sengül. Dass es trotz klarer Vorteile nur mit einem 1:0 in die Pause ging, störte ihn allerdings. „Normalerweise müssten wir in der ersten Halbzeit schon mindestens 4:0 führen“, stellte der Trainer klar und nannte die Chancenauswertung auch gleich als größten Punkt, an dem seine Mannschaft weiter arbeiten muss.
Direkt nach Wiederbeginn bekam die Partie dann jenen Moment, der das Spiel auf den ersten Blick noch einmal hätte offen machen können. In der 46. Minute musste Breitenau nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl weiterspielen. Sengül sprach diese Szene nach dem Match deutlich an. Insgesamt sei die Leistung des Schiedsrichters „im Großen und Ganzen nicht schlecht“ gewesen, bei den Verwarnungen für seinen Kapitän sah er die Sache aber anders. „Die erste gelbe Karte war für mich schon sehr hart, und beim Foul in der 46. Minute hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht“, sagte der Trainer. Sein Team habe sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen lassen. „Das war natürlich ein Schlag ins Gesicht, aber wir haben weiterhin sehr gut gespielt und dem Gegner keinen Raum gelassen.“ Genau darin sah Sengül den entscheidenden Punkt. Breitenau blieb auch mit einem Mann weniger kompakt, schaltete weiter gut um und kam selbst zu Chancen. In der 64. Minute erhöhte Ömer Özbek auf 2:0, und damit war die Partie für den Coach entschieden. „Nach dem 2:0 war es eigentlich vorbei. Der Gegner hatte gegen uns fast keine Chance“, sagte Sengül. David Göss legte in der 74. Minute das 3:0 nach, ehe Stefan Bauer in der 89. Minute den Endstand herstellte. Besonders hervorhob der Trainer dabei, dass drei Tore in Unterzahl fielen: „Drei Tore in Unterzahl musst du erst machen.“
Entsprechend klar fiel danach auch die Gesamtanalyse des Breitenau-Trainers aus. Sengül sprach von einer Mannschaft, die ihren Plan nahezu vollständig umgesetzt habe und vor allem in zwei Bereichen überzeugte: im spielerischen Auftreten und in der Arbeit gegen den Ball. „Wir haben eigentlich eins zu eins umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte er. Gerade die Defensivleistung stellte er mehrfach heraus. Mannersdorf habe seiner Mannschaft „eigentlich nie Probleme gemacht“, weil Breitenau die Räume eng gehalten und kaum etwas zugelassen habe. „Ich glaube, sie hatten einen Schuss, der drübergegangen ist, sonst war da gar nichts“, meinte Sengül. Gleichzeitig wollte er den deutlichen 4:0-Heimsieg nicht einfach nur als fertige Geschichte stehen lassen. Für ihn bleibt die Chancenverwertung das große Thema, weil die Partie bei besserer Ausbeute schon zur Pause klarer hätte sein müssen. Trotzdem stellte er am Ende das Lob in den Vordergrund. „Ich möchte meiner Mannschaft wirklich gratulieren. Auch in Unterzahl hatten wir mehr Möglichkeiten als der Gegner“, sagte Sengül. Nach sechs Runden steht Breitenau damit bei zwölf Punkten und nimmt aus diesem Abend vor allem eine Leistung mit, auf die der Trainer hörbar stolz war.