In der Gebietsliga Süd/Südost musste sich SC Fortuna Wiener Neustadt II am Freitagabend zuhause dem ASK Eggendorf mit 0:4 geschlagen geben. Trainer Thomas Schönleitner wollte den klaren Endstand danach aber nicht an einem einzelnen Wendepunkt festmachen. „Es gibt keinen entscheidenden Knackpunkt“, sagte er und verwies sowohl auf die Qualität des Gegners als auch auf die eigene Lern- und Entwicklungsphase.

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Für die Wiener Neustädter begann die Partie alles andere als nach Wunsch. Bereits in der 2. Minute brachte Mert Mustafa Ekinci die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieser Start blieb auch Schönleitner besonders hängen. „Wir sind leider denkbar schlecht hineingestartet mit dem schnellen Angriff von Eggendorf“, sagte der Fortuna-Trainer. Danach habe seine Mannschaft rund 15 Minuten gebraucht, „bis wir ein bissl Zugriff hatten“. Eggendorf machte es nach seiner Einschätzung in dieser Phase gut, war etwas besser in der Partie und hatte vor allem im Umschalten immer wieder gefährliche Momente. Auch wenn der Coach betonte, dass die Gäste zunächst nicht durch eine Vielzahl zwingender Torchancen auffielen, ging das 0:1 zur Pause aus seiner Sicht dennoch in Ordnung.
In der Halbzeit reagierte Fortuna II, passte laut Schönleitner einige Dinge an und wollte nach dem Seitenwechsel griffiger auftreten. Dazu kam allerdings, dass rund um die Pause und kurz danach zwei wichtige Wechsel notwendig wurden, weil zwei Spieler krankheitsbedingt nicht weitermachen konnten. Trotz dieser Umstände sah der Trainer bei seinem Team in der zweiten Hälfte eine bessere Haltung. „Wir waren ein bissl giftiger, ein bissl griffiger und auch mutiger“, sagte er. Genau das sei für seine Mannschaft wichtig, weil sie sich in ihrem Spiel „selbst etwas zutrauen“ müsse und „keine Angst haben darf, einen Fehler zu machen“. Der Haken dabei: In dieser mutigeren Phase kassierten die Gastgeber in der 53. Minute durch ein Eigentor von Felix Nitzlader das 0:2. Kurz danach hatte Fortuna laut Schönleitner die Möglichkeit, auf 1:2 zu verkürzen und die Partie noch einmal enger zu machen, ließ diese Chance aber ungenutzt.
Mit dem höheren Anlaufen öffneten sich für die Gäste in der Folge naturgemäß Räume, und genau darin lag laut Schönleitner auch eine Stärke des Gegners. Eggendorf ließ Fortuna nicht mehr herankommen und legte stattdessen nach. In der 69. Minute stellte Fitim Vorfaj auf 3:0, in der 77. Minute sorgte Tobias Schramboeck für den 4:0-Endstand.Trotzdem wollte er die Niederlage nicht schönreden. „Am Ende hat Eggendorf das Spiel absolut verdient gewonnen“, sagte Schönleitner. Gleichzeitig hielt er fest: „Für mich ist die Höhe dann trotzdem zu hoch.“
Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff vor allem, dass Schönleitner seine Mannschaft nicht öffentlich abkanzelte. Im Gegenteil: „Die Spieler haben alles probiert. Da gibt es nichts vorzuwerfen“, stellte er klar. Vielmehr sieht er zwei zentrale Gründe für die Niederlage: die Qualität des Gegners und den eigenen Entwicklungsstand. Eggendorf sei „im Kollektiv gut“ gewesen, habe „klare Abläufe drinnen“ und zudem einige „sehr interessante Zielspieler“, über die die Gäste ihr Spiel aufziehen. Auf der anderen Seite befinde sich Fortuna weiter in einer Phase, in der noch nicht alles stabil funktioniere. „Wir sind heute trotzdem in einer Lernphase und in einer Entwicklungsphase, und das wird noch ein bissl dauern“, sagte der Trainer. Auch über einzelne Szenen aus der ersten Hälfte wollte er nicht groß diskutieren. Viel wichtiger ist für den Coach der Blick nach vorne: an den Details arbeiten, die mutigere zweite Hälfte mitnehmen und in den kommenden Wochen versuchen, es besser zu machen. Nach sechs Runden hält Fortuna damit bei vier Punkten, während Eggendorf mit dem klaren Auswärtssieg weiter vorne mitmischt.