In der Gebietsliga Süd/Südost hat der SC Himberg gegen den SC Wolfsthal ein wildes 4:3 gedreht. Nach einem 0:2 zur Pause kamen die Gastgeber mit Wucht zurück und stellten die Partie binnen weniger Minuten auf den Kopf. Für Obmann Alexander Gogic lag der Schlüssel in der Kabine: die Pausenansprache und das schnelle 1:2.

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Himberg hatte zunächst gute Möglichkeiten, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Statt selbst in Führung zu gehen, lief Himberg danach einem Rückstand hinterher. Dario Kopic brachte Wolfsthal in der 23. Minute mit 1:0 nach vorne, kurz vor der Pause legte Adam Laczko das 2:0 nach. So ging es mit einem Spielstand in die Kabinen, der den Verlauf aus Himberger Sicht nur unvollständig abbildete.
Gerade deshalb maß Gogic der Halbzeit große Bedeutung bei. „Ausschlaggebend für den Sieg war dann mit Sicherheit die Pausenansprache des Trainers, das Zusammenrücken der Mannschaft noch mal in der Kabine und dann das schnelle Anschlusstor durch den SC Himberg“, sagte der Obmann. Genau dieses frühe Signal nach Wiederbeginn kam auch: Christian Stanic verkürzte in der 48. Minute auf 1:2 und brachte seine Mannschaft damit sofort zurück. Danach war Himberg am Drücker. Wieder war es Stanic, der in der 62. Minute per Seitfallzieher ausglich und nur drei Minuten später auch noch das 3:2 nachlegte. Damit hatte der Stürmer einen Dreierpack geschnürt und das Spiel in kürzester Zeit gedreht. Wolfsthal kam durch Kopic in der 80. Minute durch ein Traumtor zwar noch einmal zum 3:3 zurück, doch Himberg hatte auch auf diesen Rückschlag die passende Antwort. In der 87. Minute erzielte Michael Endlicher nach einem perfekten Dribbling von Louis S. das 4:3 und machte die komplette Wende perfekt. Gogic hob danach vor allem Stanic noch einmal gesondert hervor: „Man muss die Leistung unseres Stürmers Christian Stanic noch mal hervorheben, der angeschlagen in das Spiel gegangen ist und wieder Verantwortung übernommen hat und mit seiner Mentalität und Erfahrung vorangegangen ist. Er ist aktuell ein sehr, sehr wichtiger Spieler für die Mannschaft.“
Der Sieg war für Gogic deshalb mehr als nur ein gutes Ergebnis. Er sah in dieser Partie vor allem die geschlossene Leistung seiner Mannschaft. „Die größte Stärke unserer Mannschaft lag darin, dass sie gezeigt hat, dass sie doch noch ein Team ist. Sie hat mit Leidenschaft und Engagement gezeigt, dass sie auch bereit ist, Spiele zu drehen“, sagte er. Mit Blick auf die Defensive wurde er aber auch deutlich und ergänzte, dass mit der Auswechslung von Daniel Luxbacher das Gerüst der Gäste eingebrochen sei. Den Schiedsrichter beurteilte er „im Großen und Ganzen“ positiv, auch wenn man „über das Abseitstor diskutieren“ könne. Für Himberg bleibt damit ein Sieg, der wegen der Wende nach der Pause viel Selbstvertrauen geben kann, zugleich aber auch noch einmal deutlich gezeigt hat, wo in den kommenden Runden der Hebel anzusetzen ist.