Intensiv, zweikampfbetont und mit vielen weiten Bällen – so ordnet Eimantas Valaitis, Trainer des TSV Meisl Grein, das Auswärtsspiel in der Gebietsliga West beim SC Herzogenburg ein. Aus seiner Sicht legte seine Mannschaft den Grundstein mit Mut, Bereitschaft und klarer Haltung: „Die Mannschaft war bereit für dieses Spiel, motiviert, und wir waren alle mutig.“ Valaitis spricht von einem verdienten Arbeitssieg, weil beide Seiten Chancen hatten, sein Team aber das bessere Ende erzwang. Entscheidend sei gewesen, den Gegner früh anzulaufen, Zweikämpfe anzunehmen und in den richtigen Momenten zuzupacken. Die Stimmung nach dem Schlusspfiff: gelöst, fokussiert – und mit viel Anerkennung für den Rückhalt zwischen den Pfosten.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Der Trainer beschreibt ein Spiel mit hohem Puls: viele Duelle, viele zweite Bälle, wenig Kombinationen am Boden. Seine Charakterisierung ist deutlich: „Das ist, wie ich sage, Frühlingsfußball.“ Unter dem Strich sieht er sein Team im Recht: „Beide Teams konnten gewinnen, aber wir hatten genug Chancen – drei Punkte sind verdient.“ Dass die Begegnung bis sehr spät offen blieb, passte zum Bild eines ausgeglichenen, umkämpften Nachmittags. Den Unterschied stellte am Ende ein später Moment her: In der 93. Minute fiel das 1:0 – Torschütze: Martin Hubert – die späte Erlösung nach einem intensiven Ringen um jeden Ball. Prägend blieb für Valaitis, dass seine Elf die Nerven behielt und bis zum Schluss an den eigenen Plan glaubte.
Die Marschroute war aus Sicht des Trainers klar und wurde konsequent verfolgt: „Wir wollten hoch pressen, sofort Druck machen und den Gegner nervös werden lassen – das war heute der Schlüssel zum Sieg. Wir waren aggressiv.“ Sein Team wollte dem SC Herzogenburg das geordnete Aufbauspiel nehmen, Zonen schließen und die zweiten Bälle sichern. Überraschungen habe es dabei keine gegeben: „Das war keine Überraschung – wir wussten, was kommt.“ In der Analyse der Spielanteile differenziert Valaitis zwischen den Halbzeiten: „In der ersten Halbzeit hatte Herzogenburg mehr Ballbesitz. In der zweiten Halbzeit waren wir besser – im Ballbesitz, in den Zweikämpfen und bei den Torchancen.“ Genau dieses Anziehen nach der Pause, verbunden mit aggressivem Anlaufen und enger Staffelung, legte aus seiner Sicht den Grundstein für das späte 1:0.
Besonderes Lob reserviert der Trainer für den Mann im Tor: „Unser Tormann hat uns heute sehr oft geholfen.“ Damit unterstreicht er die Bedeutung mehrerer starker Paraden in einer Begegnung, in der Details den Ausschlag gaben. Gleichzeitig richtet Valaitis den Fokus sofort wieder auf das Kollektiv und den nächsten Schritt. Personell gibt es aus seiner Sicht Entwarnung, zugleich aber einen kleinen Wermutstropfen für das kommende Spiel: „Momentan kann ich nichts Konkretes sagen, aber ich glaube, es gibt keine Verletzung. Nur ein Spieler hat die fünfte Karte bekommen – das nächste Spiel ist er gesperrt.“ Im Fazit überwiegt der Optimismus – verbunden mit einer klaren Arbeitsauffassung: „Für uns ist es ein guter Start. Wir dürfen nicht stoppen – weiter spielen, weiter trainieren und aufs nächste Match schauen.“ Seine Abschlussbotschaft bleibt ein Dank ans Team für Haltung und Einsatzbereitschaft an einem Tag, an dem Mut, Pressing und Widerstandskraft den Ausschlag gaben.