Viel Abtasten, schweres Geläuf und am Ende klare Worte: Im Duell der Gebietsliga West gegen den SC Rabenstein feierte SV Reifen Weichberger Oberndorf einen 3:0-Auftakt ins Frühjahr. Trainer Ivan Saric ordnete das Geschehen als typisches erstes Pflichtspiel nach der Winterpause ein: „Es war ein klassisches erstes Spiel nach der Wintervorbereitung. Wir sind mit dem Sieg sehr zufrieden – in Summe auch hochverdient.“ Er verwies auf die Ausgeglichenheit der ersten Hälfte: Rabenstein traf die Latte, ein Eckball von Oberndorf wurde auf der Linie geklärt. Das Ergebnis sei aus seiner Sicht gerecht.

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Die Partie kippte noch vor dem Halbzeitpfiff: Für Rabenstein sah Philipp Loidl in der 43. Minute Rot, kurz darauf stellte Lukas Puchegger mit dem 1:0 (44.) die Weichen. Saric hob den Einfluss dieser Szene hervor: „Entscheidend war sicher die rote Karte. Aus dem Foul entstand der Freistoß zum 1:0 – das war die spielentscheidende Situation.“
Nach dem Platzverweis spielte Oberndorf seine Überzahl konsequent aus und legte spät nach: Daniel Eder schnürte mit Treffern zum 2:0 (84.) und 3:0 (90.) den Doppelpack. Saric lobte die Reife seiner Mannschaft im ersten Pflichtspiel nach der Pause: „Das 3:0 spricht Bände. Wir hätten sicher noch das eine oder andere Tor machen können, aber die Burschen haben alles reingehauen. Ich bin sehr stolz auf die Leistung – super, dass wir das erste Spiel gewonnen haben.“ Beim Thema Einzelleistung blieb er zurückhaltend – mit einer kleinen Ausnahme: „Grundsätzlich war es eine tolle Teamleistung. Wenn man jemanden hervorheben will, dann eventuell Daniel mit zwei Toren. Aber das Lob gilt der gesamten Mannschaft.“
Den Gegner ordnete Saric hoch ein: „Rabenstein hat Qualität, gute Einzelspieler und agiert aggressiv gegen den Ball. Sie gehören zur Elite der Gebietsliga. Es ist nie einfach, gegen sie zu spielen – umso schöner ist der Sieg.“ Personell gab es Licht und Schatten: Der Torhüter fällt verletzt aus, ein Spieler war gelbgesperrt, und Jonas Biber sammelte nach einem halben Jahr wieder seine ersten Meisterschaftsminuten. Der Blick richtet sich bereits nach vorne: „Wichtig ist, dass wir das erste Spiel gewonnen haben. Gegen Purkersdorf geht es nächste Woche weiter.“