Ein klarer Abend in Mauer Öhling und ein ehrlicher Auftritt danach: Daniel Karner, Trainer von ASV Statzendorf, ordnete das 0:4 beim SVU IPC-Road Mauer Öhling in der Gebietsliga West nüchtern ein. „Ja, das war gerecht“, sagte er und verwies auf das Chancenverhältnis: „Großchancen für uns vielleicht zwei und für den Gegner sechs bis sieben.“ Zum Ballbesitz hielt Karner fest: „Zur ersten Halbzeit ja. In der zweiten Halbzeit sind wir besser ins Spiel gekommen, aber trotzdem zu wenig.“ Der Tenor: nüchtern, selbstkritisch, ohne Ausflüchte – und mit einem klaren Fokus auf die kommenden Aufgaben.

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Karner bewertete die Partie ohne Umschweife. Auf die Frage nach der Gerechtigkeit des Resultats sagte er: „Ja, das war gerecht.“ Strittige Szenen sah er keine: „Alles in Ordnung.“ Auch die Intensität ordnete er ein – kein überhartes Spiel, aber auch kein fußballerisches Feuerwerk: „Es war ein normales Fußballmatch. Nicht extrem hart, aber auch nicht qualitativ komplett hochwertig.“ Die Botschaft dahinter: Akzeptanz des Spielverlaufs, der Wille zur Analyse und der Blick darauf, was die eigene Mannschaft beeinflussen kann.
Das Chancenverhältnis sprach laut Karner eine deutliche Sprache: „Großchancen für uns vielleicht zwei, für den Gegner sechs bis sieben.“ Ähnlich sein Eindruck vom Ballbesitz: „Zur ersten Halbzeit ja. In der zweiten Halbzeit sind wir besser ins Spiel gekommen, aber trotzdem zu wenig.“ Zur Pause lag Statzendorf 0:2 zurück: Zunächst unterlief Julian Krumböck ein unglückliches Eigentor (18.), kurz darauf erhöhte Tobias Hochstrasser für die Gastgeber (23.). In der Schlussphase stellten Lukas Wöran (76.) und Tobias Honl (81.) auf 0:4 aus Sicht des ASV Statzendorf – die endgültige Entscheidung nach zwei späten Nadelstichen. Trotz eines engagierteren Auftritts nach dem Seitenwechsel fehlte Statzendorf die Effizienz im letzten Drittel.
Taktisch reagierte Statzendorf in der Pause. „Wir haben das System geändert. Weil wir in der ersten Halbzeit sehr schlecht gestanden sind, haben wir dann umgestellt“, erklärte Karner. Bei Standards blieb sein Team über weite Strecken unauffällig: „Nein, es gab keine Auffälligkeiten. Eine Chance ganz zum Schluss nach einem Standard, aber sonst waren wir sehr unauffällig.“ Das Bild des Abends: mehr Zugriff nach der Pause, doch die letzte Präzision fehlte.
Auf die unmittelbare Zielsetzung angesprochen, wurde Karner deutlich: „Wir müssen jetzt Punkte machen. Das ist das Wichtigste.“ Die Analyse des Abends fiel sachlich aus, die Marschroute ebenso klar: aus einer stabileren Grundordnung Chancen kreieren, ruhende Bälle besser nutzen und sich für den Aufwand belohnen. Der Auftritt in der 15. Runde liefert dafür reichlich Ansatzpunkte: Ergebnis akzeptiert, Kurs gesetzt.