Nach dem 3:2 über den ASV Ofenbinder Spratzern in der Gebietsliga West ordnete Ing. Horst Giller, Trainer des SC Herzogenburg, die Partie als Duell auf Augenhöhe ein – und das Ergebnis als fair: "Letztendlich ja." Bei den Großchancen sah er sein Team und den Gegner "ziemlich gleichwertig", auch der Ballbesitz spiegelte für ihn das enge Geschehen wider. Den kleinen Unterschied machte aus seiner Sicht eine Standardsituation, aus der ein Treffer für den Sportclub resultierte. Besonders hob Giller die mannschaftliche Leistung unter erschwerten Bedingungen hervor: Trotz zahlreicher Ausfälle nutzten junge Kräfte ihre Chance – so viele Einheimische wie selten standen auf dem Platz –, zwei Nachwuchsspieler trafen sogar.

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Gillers Gesamtbild: ein intensives, enges Match, in dem Nuancen entschieden. "Die Großchancen waren ziemlich gleichwertig", erläuterte der Coach, und auch beim Ballbesitz sah er keinen klaren Vorteil für eine Seite. Spürbar wurde der Unterschied bei ruhenden Bällen: "Ein Tor aus einer Standardsituation für uns – insgesamt vielleicht mehr Möglichkeiten bei Standards."
Genau diese Präsenz in Schlüsselmomenten gab letztlich den Ausschlag zugunsten des SC Herzogenburg.
In den Zweikämpfen verortete Giller das Duell im moderaten Bereich: "Es war körperlich mittel." Zur Spielleitung blieb er sachlich: "Grundsätzlich Schiedsrichter okay." Ein enges Abseits war aus seiner Sicht "kein Abseits", allerdings ohne entscheidende Auswirkung auf eine klare Torchance. Unterm Strich stand die Partie damit sportlich hart, aber sauber – mit dem besseren Ende für Herzogenburg.
Inhaltlich wurde in der Kabine ein klarer Fokus gesetzt: "Mehr Intensität ins Spiel bringen." Nach dem Seitenwechsel erhöhte Herzogenburg den Druck und erzwang so den entscheidenden Unterschied. Der Blick nach vorn bleibt realistisch, aber positiv: "Aufgabe sehr schwierig, da der nächste Gegner für mich die spielstärkste Mannschaft ist – wir werden aber zu Möglichkeiten kommen." Sein Schlusswort galt erneut dem Team: "Ich gratuliere meiner Mannschaft – durch die vielen Ausfälle sind einige Junge zum Zug gekommen, so viele Einheimische wie noch nie, und zwei Nachwuchsspieler aus dem eigenen Nachwuchs haben zwei Tore geschossen."
Ein gerechter 3:2-Sieg, getragen von Standards, Einsatz und der Entschlossenheit einer Mannschaft, in der junge und einheimische Spieler Verantwortung übernahmen.