Spielberichte

Niko Saric (Trainer SG Waidhofen/Ybbs): „Mentalität hat den Sieg gebracht“

Waidhofen/Ybbs
ASV Statzendorf

Intensiver Freitagabend in der Gebietsliga West: Die SG Waidhofen/Ybbs ringt den ASV Statzendorf mit 1:0 nieder – entschieden spät durch Florian Schleindlhuber in Minute 88. Trainer Niko Saric sprach danach von einer „sehr intensiven Partie“, in der seine Mannschaft nach der Pause „mehr Energie“ auf den Platz brachte. Sein Kernsatz zum Unterschied: „Mentalität hat den Sieg gebracht.“ Statzendorf überzeugte lange mit Disziplin, Waidhofen/Ybbs blieb geduldig – und belohnte sich am Ende mit dem berühmten Lucky Punch.

Mehrere Spieler auf dem Platz - ein Betreuer trägt eine Eisbox

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zäher erster Durchgang gegen disziplinierten Gast

Die Anfangsphase gehörte dem Kampf um jeden Meter. Niko Saric fasste den Start treffend zusammen: „Es war eine sehr intensive Partie.“ Der ASV Statzendorf trat gut organisiert auf, stand eng und schob im Verbund sauber nach. „Der Gegner war taktisch sehr gut eingestellt, mit Zentrumsspielern, die richtig guten Fußball spielen – speziell Richard Vanek und Sebastian Prasek“, erklärte Saric und hob zusätzlich die disziplinierte Defensive der Gäste hervor. Waidhofen/Ybbs suchte geduldig nach Lösungen, musste aber viel investieren, um zwischen den Linien Raum zu finden. Das passte zum torlosen Pausenstand – 0:0 zur Halbzeit, ohne dass sich eine Seite entscheidend absetzen konnte. Für Saric war klar: „Statzendorf war sehr diszipliniert und hat körperbetont gespielt.“

Waidhofen legt nach der Pause zu – Schleindlhuber entscheidet es spät

Nach dem Seitenwechsel drehte Waidhofen/Ybbs spürbar an der Intensitätsschraube. „Wir haben in der zweiten Halbzeit mehr Energie entwickelt, waren schärfer in die Zweikämpfe gegangen und haben mit Leidenschaft gespielt“, so Saric. Dieser höhere Zugriff zeigte Wirkung. „Man hat gesehen, dass der Gegner ab der 60., 70. Minute ein bisschen müde wirkte.“ Waidhofen blieb am Drücker, suchte den direkten Weg – und bekam kurz vor Schluss, die eine, entscheidende Situation. Saric benannte den Ursprung klar: „Freistoß von Karim Sallam.“ Aus dieser Standardsituation resultierte der goldene Moment: In der 88. Minute schaltete Florian Schleindlhuber am schnellsten und stellte auf 1:0. Der späte Treffer passte zur Entwicklung – viel Arbeit, langes Anlaufen, dann der verdiente Lohn.

Mentalität, Kollektiv – und ein Sonderlob für den Torhüter

In der Analyse rückte Saric die Haltung seiner Mannschaft in den Mittelpunkt: „Mentalität. Großes Lob an die Mannschaft.“ Er betonte, dass das Team „vom Tormann angefangen bis zum Stürmer im taktischen Bereich, im kämpferischen Bereich sehr gut funktioniert“ habe. Dabei blieb er fair zum Gegner, den er erneut für Disziplin und Körperlichkeit lobte, und auch dem Unparteiischen zollte er Respekt: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut.“ Ein persönliches Anliegen war ihm zudem das Dankeschön an den kurzfristig eingesprungenen Keeper: „Ich möchte unseren Torwart hervorheben. Er hat sich nach der schweren Verletzung unseres Einser-Tormanns Manuel Hartig bereit erklärt auszuhelfen.“ Am Ende stand für Saric ein geschlossenes Bild: diszipliniert, willig, entschlossen – und mit dem nötigen Punch.

Schlussakkord und Ausblick: drei Punkte mit Gewicht

Durch den Heimsieg untermauert Waidhofen/Ybbs seine starke Position im Spitzenfeld. Nach 19 Runden hält die SG bei 37 Zählern und bleibt Zweiter, nur drei Punkte hinter Loosdorf (40), während Biberbach mit einem Spiel weniger ebenfalls bei 37 Punkten lauert. Statzendorf steht mit 22 Punkten auf Rang zehn, was die enge und umkämpfte Liga gut widerspiegelt. Für Waidhofen/Ybbs zählt nach dieser Abendschicht vor allem die Bestätigung des eigenen Wegs. Saric fasste zusammen, was ihn optimistisch macht: „Wir haben heute Mentalität gezeigt.“ Mit dieser Mischung aus Härte in den Zweikämpfen, Disziplin im Kollektiv und Effizienz in der Schlussphase wollen die Ybbstaler weiter dranbleiben.

Gebietsliga West: Waidhofen/Ybbs : Statzendorf - 1:0 (0:0)

  • 88
    Florian Schleindlhuber 1:0