In der Gebietsliga West gastierte der ASK Loosdorf beim TSV Meisl Grein – und nahm mit einem 4:1-Auswärtssieg drei Punkte mit. Schon der Start sprach klar für die Gäste, nach der Pause wurde es noch einmal eng, ehe zwei späte Treffer alles klärten. Trainer Christoph Koppensteiner blieb trotz des Resultats selbstkritisch: "Insgesamt bin ich mit der Leistung gar nicht so zufrieden. Wir können das besser. Aber an einem Tag, an dem man nicht zu hundert Prozent abliefert, musst du das Ergebnis nach Hause spielen – und das haben wir gut gemacht."

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Loosdorf erwischte einen Traumstart: Nach nicht einmal einer Minute köpfte Lucas Christoph Kühberger zum 0:1 ein. Wie der Treffer zustande kam, schilderte Christoph Koppensteiner im Detail: "Das 1:0 war eine super Flanke von unserem linken Außenverteidiger Gabriel Kerschbaummeier. Er hat mit dem rechten Außenrist perfekt auf den Kopf von Lucas Kühberger serviert, der eiskalt einköpfte." Danach taten sich die Gäste jedoch schwerer. "Wir haben dann ein bisschen den Faden verloren. Wir ließen zwar keine hundertprozentigen Chancen zu, waren aber mit dem Ball schlecht positioniert und haben viel mit hohen Bällen gearbeitet", erklärte der Coach. Kurz vor dem Pausenpfiff schlug Loosdorf dennoch wieder zu: In Minute 43 legte Kühberger das 0:2 nach. Koppensteiner dazu: "Das 2:0 war ähnlich über die rechte Seite. Der erste Kopfball ging an die Latte, im Nachschuss mit dem Knie war der Ball im Tor." Mit dieser 0:2-Führung ging es in die Kabinen.
Grein kam gleich nach Wiederbeginn zurück ins Spiel. In der 50. Minute traf Martin Hubert zum 1:2. Aus Loosdorfer Sicht war dem Anschlusstreffer ein unnötiges Foul vorausgegangen, wie Koppensteiner einräumte: "Gleich am Anfang der zweiten Halbzeit haben wir ein unnötiges Elfmeterfoul begangen, das Grein den Anschlusstreffer ermöglicht hat." Mit dem 1:2 war die Partie wieder offen, die Gäste hätten aber schon früher den Deckel draufmachen können. "Dann war es natürlich spannend, obwohl wir in dieser Phase die besseren Torchancen hatten und das Spiel eigentlich früher entscheiden müssen", so der Trainer. Loosdorf blieb die aktivere Mannschaft, ließ hinten wenig zu und arbeitete geduldig auf das dritte Tor hin, ohne dabei ins Risiko zu verfallen. Grein stemmte sich zwar dagegen, fand aber kaum klare Abschlüsse.
Erst in der Schlussphase belohnte sich Loosdorf für die Kontrolle nach der Pause. In Minute 89 stellte Marco Moser auf 1:3. Koppensteiner gefiel vor allem die Entstehung: "Das 3:1 war super herausgespielt über die linke Seite von Patrik Chrenko. Marco Moser hat mit zwei Haken die Verteidiger aussteigen lassen und den Ball neben die Stange platziert." In der Nachspielzeit legte Joker Oskar Haberl nach und besorgte in Minute 92 das 1:4. Auch dieses Tor blieb dem Trainer in Erinnerung: "Ein Angriff über links, wieder über Patrik Chrenko. Oskar Haberl hat den Ball super mitgenommen und mit dem linken Fuß ins Kreuz geschossen."
Sein Fazit fiel trotz Kritik am Auftritt deutlich aus: "Im Endeffekt war dieser Sieg auch in der Höhe verdient." Zum Gegner meinte er: "Grein ist hinten in der Tabelle und kämpft um jeden Punkt. Genau so sind sie aufgetreten. Das war nicht überraschend, wir haben sie so erwartet." Über strittige Szenen wollte er nicht diskutieren: "Es gab natürlich manches, aber dazu will ich mich nicht mehr äußern." Mit nun 40 Punkten bleibt Loosdorf an der Spitze, Grein steckt mit 13 Zählern im Tabellenkeller. Koppensteiner blickt pragmatisch voraus: "Wir sind zufrieden mit dem Sieg in Grein. Das Ziel waren drei Punkte, wichtige drei Punkte für die Meisterschaft. Das haben wir geschafft – jetzt starten wir in die nächste Trainingswoche."