In der Gebietsliga West setzte sich die SG Purkersdorf/Pressbaum I mit 3:1 gegen den FC Leonhofen durch. Die Hausherren legten früh vor, nahmen ein 2:0 mit in die Pause und brachten den Vorsprung trotz Anschlusstreffer über die Zeit. Trainer Jürgen Novara sprach von einer ersatzgeschwächten, aber fokussierten Mannschaft mit klarer Idee und viel Energie. Sein Fazit klang zufrieden: ein verdienter Heimsieg nach intensiven 90 Minuten, gekrönt von einem späten Treffer, der alle Zweifel beseitigte.

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Purkersdorf erwischte den besseren Start. Bereits in der 8. Minute stellte Nils Novotny auf 1:0, der frühe Dosenöffner gab Sicherheit. In Minute 27 legte Manuel Farzan Farghadan nach und erhöhte auf 2:0 – eine Szene, die Jürgen Novara genau vor Augen hatte: "Farghadan wurde halblinks angespielt, ging durch zwei durch und traf links unten trocken." Mit dem 2:0 im Rücken ging es in die Pause. Nach Seitenwechsel meldete sich Leonhofen durch Marcel Schiller zurück (55.). Purkersdorf wackelte aber nicht. "Nach dem Anschlusstreffer waren wir sofort wieder im Spiel", betonte Novara. Seine Elf blieb aktiv und suchte weiter die Entscheidung. Als die Partie in die Nachspielzeit lief, machte erneut Farghadan den Deckel drauf: In der 90.+1 Minute stellte er auf 3:1 – "spät, aber wichtig", wie der Coach meinte.
In der Analyse sprach der Trainer von einem Sieg, der auf Haltung und Plan beruhte. "Wir waren heute ersatzgeschwächt. Wir mussten Spieler aus der Reserve auf die Bank nehmen, es hat der letzte Rest gespielt, der noch zur Verfügung stand", erklärte Jürgen Novara offen. Umso deutlicher hob er den Auftritt hervor: "Die Energie war ab der ersten Minute da. Wir waren kampfkräftig, in den Zweikämpfen präsent und haben auch fußballerisch überzeugt." Purkersdorf variierte zudem den Zugriff: "Wir hatten so einen Switch – sehr hoch attackieren und dann kurz einmal fallen lassen." Dazu kam eine Umstellung, die funktionierte: "Wir haben auf Dreierkette umgestellt und dadurch vorne mehr gehabt. Das hat sich bezahlt gemacht." Sein Gesamturteil fasst den Abend zusammen: "Über 90 Minuten sehr präsent – unterm Strich ist der Sieg verdient."
Bei allem Jubel fand Novara auch wertschätzende Worte für den Gegner. "Leonhofen hat gut Fußball gespielt, sie wollten mitspielen. Die müssten eigentlich nicht so weit unten sein – eigentlich eine gute Mannschaft", sagte er. Auch die Leitung des Spiels fand Anerkennung: "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung, er hat das Spiel gut laufen lassen." Warum es am Ende dennoch reichte, brachte Novara auf einen einfachen Nenner: "Wir haben gewusst, was auf dem Spiel steht. Beide Teams haben drei Punkte gebraucht – wir waren fokussiert und haben hinten gut wegverteidigt." Purkersdorf hält damit bei 28 Punkten, Leonhofen bei 20. Mit der gezeigten Energie und dem klaren Plan will der Coach nun weiterarbeiten – "denn so können wir gut leben mit dem 3:1."