In der Gebietsliga West feierte die SG Waidhofen/Ybbs beim Topspiel beim USC Biberbach einen 1:0-Auswärtssieg und übernahm damit in Runde 22 die Tabellenführung. Das Goldtor besorgte Gabriel Handsteiner in der 25. Minute, zur Pause stand es 0:1, am Ende blieb es dabei. Obmann Wolfgang Komatz sprach von einem harten, vom Regen geprägten Duell und hob den unbändigen Einsatz seiner Mannschaft hervor: "Am Ende war es der hundertprozentige Wille."

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Die Ausgangslage versprach Brisanz: Erster gegen Zweiter, und die Partie hielt genau das. "Es war die erwartete schwierige Partie, Erster gegen Zweiter", ordnete Waidhofens Obmann Wolfgang Komatz ein. Seine Elf erwischte dennoch die bessere erste halbe Stunde, stand höher, gewann viele zweite Bälle und drückte Biberbach phasenweise hinten rein. "Wir haben in der ersten Halbzeit etwas mehr Druck ausüben können und sind so verdient in die Nähe des Tores gekommen", sagte Komatz. In Minute 25 fiel der Lohn: Gabriel Handsteiner traf zum 0:1 und sorgte damit für den einzigen Treffer des Abends. "Das Tor durch unsere Nummer sechs, Gabriel Handsteiner, war wichtig für die Moral", betonte Komatz. Die Gäste spielten danach die Führung routiniert in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kam Biberbach besser ins Spiel, setzte vermehrt Akzente und suchte mit mehr Tempo den Weg nach vorne. Die Ybbstaler hielten jedoch konsequent dagegen, verschoben geschlossen und ließen trotz des Drucks nur wenig Zwingendes zu. "Vor allem die zweite Halbzeit war extrem schwierig, weil die Biberbacher mehr ins Spiel gekommen sind und gewisse Akzente setzen konnten. Da haben wir aber zu jeder Zeit perfekt entgegenhalten können", erklärte Komatz. Auch die äußeren Bedingungen spielten hinein: "Es war ein schwieriges Spiel, Erster gegen Zweiten. Der Regen hat seines beigetragen. Es waren am Anfang ein paar harte Aktionen, vor allem auch von Biberbach." Entscheidend aus Waidhofner Sicht: die Bereitschaft, Meter zu machen. "Es ist jeder über sein Limit gegangen", sagte der Obmann – und genau das trug das knappe 1:0 über eine umkämpfte Schlussphase.
Als Biberbach in der Schlussphase noch einmal anlief, war auf einen Mann besonders Verlass: Torhüter Philip Petermann. "Die letzte Gefahr hat gefehlt, auch weil unser Tormann Philip Petermann die eine oder andere Chance wirklich super verhindert hat", lobte Komatz seinen Keeper. Gleichzeitig wollte er die Leistung nicht auf Einzelne reduzieren: "Ich möchte keinen Spieler alleine herausheben, weil die gesamte Mannschaft eine absolute Topleistung geboten hat, angefangen von unserem Kapitän Nikolaus Obermüller bis hin zu Dominik Kammerhofer und Thomas Mensing." Mit dem Auswärtssieg in Runde 22 steht Waidhofen/Ybbs nun mit 44 Punkten an der Spitze, Biberbach folgt mit 42. Für Komatz ist klar, worin der Unterschied lag: "Der hundertprozentige Wille." Diesen Spirit wollen die Ybbstaler nun in den nächsten Wochen hochhalten, um die Tabellenführung zu verteidigen.