In der 22. Runde der Gebietsliga West setzte sich der SV Gottsdorf/M./P. mit 3:1 gegen den SC Herzogenburg durch – ein Sieg, der sich spät entschied und bis in die Schlussphase offen war. Matchwinner war Dreifachtorschütze Stefan Sailer, der in der Schlussphase zweimal nachlegte. Trainer Fabian Riedler hob vor allem die Kontrolle vor der Pause und den Schlussspurt hervor. „Wir hatten sehr viel Ballbesitz und eine sehr gute Spielkontrolle“, sagte er – und ergänzte zum Endspurt: „Danach war es dem Gegner nicht mehr möglich, ein Tor zu erzielen.“

Foto von Ben Hershey auf Unsplash
Gottsdorf legte die Partie von Beginn weg so an, wie es sich der Trainer vorstellte: ruhig im Aufbau, sauber zwischen den Linien, geduldig bis zur Lücke. Die Geduld zahlte sich noch vor dem Pausenpfiff aus: In Minute 42 brachte Stefan Sailer die Hausherren 1:0 in Front, mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Kabinen. „In der ersten Halbzeit hatten wir sehr viel Ballbesitz und eine sehr gute Spielkontrolle – vom Aufbau bis zum Abschluss. Dadurch war es dem Gegner fast nicht möglich, uns unter Druck zu setzen“, erklärte Riedler. Nach dem Seitenwechsel wurde Herzogenburg griffiger und kam durch Semih Berk Brozovsky in der 71. Minute zum 1:1. Doch Gottsdorf antwortete spät, aber eiskalt: Sailer stellte in Minute 88 auf 2:1 und legte in der 90. noch das 3:1 nach.
Riedler betonte, dass seine Mannschaft genau das auf den Platz brachte, was im Vorfeld besprochen worden war. „Besonders gut waren die Abläufe in der Offensive. Wir bespielten genau die Räume, die wir im Vorhinein definiert hatten. Wir hatten gute Kontrolle zwischen den Linien und immer wieder gute Tiefenläufe, um die letzte Linie zu überbrücken“, sagte der Coach. Dass das Spiel trotzdem bis in die Schlussphase offen blieb, führte er auf die Chancenverwertung zurück: „Wir hatten wieder Probleme mit der Chancenauswertung. In der ersten Halbzeit hätte es ein, zwei, drei Tore mehr für uns geben können.“ Am Ende stand dennoch ein verdienter Sieg, weil Gottsdorf die Ruhe behielt, weiter dran blieb und in der entscheidenden Phase die klareren Akzente setzte.
Den Gegner sah Riedler vor allem nach der Pause verbessert. „Die erste Halbzeit war Herzogenburg nicht wirklich im Spiel. In der zweiten Halbzeit hatten sie mehr Spielanteile, mehr Ballbesitz und gezielte Abläufe“, erklärte er und hob eine Schlüsselszene ohne Gegentor hervor: „Sie hatten zwei, drei gute Möglichkeiten, bei einer Dreifachchance hat sich unser Torwart super ausgezeichnet.“ Weil die Defensive in den kniffligen Momenten hielt und vorne Sailer dreimal zupackte, blieb Gottsdorf am Ende obenauf. In der Tabelle liegen beide Teams nach 22 Runden eng beisammen (Herzogenburg 36 Punkte, Gottsdorf 35). Für die Gottsdorfer zeigt der Sieg dennoch, dass der eingeschlagene Weg stimmt – an der Effizienz will Riedler weiter feilen.