Spielberichte

Ivan Saric (Trainer SV Reifen Weichberger Oberndorf): "Zwei verlorene Punkte"

SV Oberndorf
ASV Statzendorf

In der Gebietsliga West trennte sich der SV Reifen Weichberger Oberndorf vom ASV Statzendorf mit 2:2 (1:0). Oberndorf hatte von Beginn an mehr vom Spiel, traf früh zweimal die Stange und ging durch Daniel Eder in Führung. Nach der Pause glichen die Gäste aus Standards aus, Eder legte erneut vor, ehe Ondrej Chveja vom Punkt zum Endstand traf. Trainer Ivan Saric resümierte: "Wir waren klar die Besseren – die Jungs waren heute Top, aber im Endeffekt machen wir aus unserer Dominanz und guten Spielen zu wenig Punkte. Für uns sind das heute zwei verlorene Punkte."

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

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Oberndorf dominiert die erste Hälfte, Eder schnürt den Doppelpack

Oberndorf erwischte einen Start nach Maß. "Wir waren von der ersten Minute klar dominant, griffig und giftig", sagte Ivan Saric. In den ersten zehn Minuten standen nach seiner Schilderung bereits zwei Stangenschüsse zu Buche, die Führung lag in der Luft. In Minute 29 war es dann soweit: Daniel Eder stellte auf 1:0. Saric beschrieb das 1:0 als sauber herausgespielt – über links über Martin Glinz, dessen halbhohe Hereingabe Eder über den Torhüter hinweg verwertete. Mit dem verdienten 1:0 ging es in die Pause, die Saric als "eine der besten Halbzeiten, seit ich Trainer bin" einordnete. Kurz nach Wiederbeginn traf Sebastian Prasek zum 1:1 (50.). "Der Gegner hat zwei Standardtore gemacht – einmal Freistoß, einmal Elfmeter", so Saric. Oberndorf antwortete prompt: Wieder war Eder zur Stelle und stellte nur drei Minuten später auf 2:1 (53.). In Minute 66 fiel der erneute Ausgleich – laut Saric per Elfmeter – durch Ondrej Chveja zum 2:2.

"Giftig und griffig" – starke Strukturen, aber der Sack blieb offen

In seiner Analyse fand Saric viele lobende Worte für seine Mannschaft. "Wir waren von der ersten Minute an giftig und griffig, sehr strukturiert, sehr ballsicher, sehr, sehr dominant", hielt der Coach fest und legte nach: "Die erste Halbzeit war nahezu perfekt." Aus den vielen Hochkarätern sprang am Ende aber "unter Anführungszeichen nur" ein Doppelpack heraus. "Das Einzige, was wir hätten machen sollen: den Sack zumachen – mit dem zweiten, dritten Tor wäre das Spiel gegessen gewesen", sagte Saric. Auf der anderen Seite lobte er die Effizienz der Gäste bei ruhenden Bällen: "Der Gegner war sehr defensiv eingestellt, hat um jeden Meter gekämpft und aus zwei Möglichkeiten – Elfmeter und Freistoß – zwei Tore gemacht. Das ist auch eine gewisse Qualität." Auf Nachfrage zum Remis blieb sein Fazit eindeutig: "Jein. Vom Spielverlauf her hätten wir uns den Sieg mehr verdient." Auch das Schiedsrichterteam bekam ein Lob: "Es gab keine Szene – das Schiedsrichtertrio war heute gut."

Späte Chance, klare Lehre – Oberndorf bleibt vorne dran

Nach dem 2:2 blieb Oberndorf am Drücker und suchte bis zum Schluss den Siegtreffer. In der Schlussphase hatte Elias Schragl laut Saric in der 85. Minute das 3:2 am Fuß. "Es hat nicht sein sollen", meinte der Trainer nüchtern. In der Tabelle rangiert Oberndorf nach 22 Runden mit 32 Punkten auf Platz acht, Statzendorf hält als Zehnter bei 27 Zählern. Angesichts der Spielanlage kann der Blick dennoch nach vorne gehen. Saric bringt die Lehre des Abends auf den Punkt: "Wenn wir so dominant auftreten, müssen wir uns einfach früher belohnen und den Sack zumachen." Die Mannschaft ließ gegen einen tief stehenden Gegner kaum etwas zu, kassierte beide Gegentore nach Standards und spielte sich selbst genügend Möglichkeiten heraus. Bleibt die Effizienz, wie vom Coach gefordert, konstanter, werden aus solchen Abenden wieder dreifache Punktgewinne.

Gebietsliga West: Oberndorf : Statzendorf - 2:2 (1:0)

  • 66
    Ondrej Chveja 2:2
  • 53
    Daniel Eder 2:1
  • 50
    Sebastian Prasek 1:1
  • 29
    Daniel Eder 1:0