Der Auftakt in der Gebietsliga West ist dem FC Leonhofen gelungen: Gegen SCU Ybbsitz setzte sich die Mannschaft von Trainer Joachim Koll mit 3:1 durch. Nach einer starken ersten Halbzeit wurde es nach dem Ausgleich und einer Druckphase der Gäste noch einmal eng. Koll sah vor allem einen Moment als Schlüsselszene: den Ybbsitzer Elfmeter an die Stange.

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Die Gastgeber waren von Beginn an gut in der Partie und kamen laut ihrem Trainer schon in der ersten Halbzeit zu den besseren Möglichkeiten. Nach elf Minuten brachte Marcel Schiller den FC Leonhofen mit 1:0 in Führung, und genau diese Phase stellte Joachim Koll in den Mittelpunkt seiner ersten Analyse. „Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, haben die besseren Torchancen gehabt und sind verdient mit 1:0 in die Pause gegangen“, sagte er. Koll erinnerte auch daran, dass kurz vor dem Seitenwechsel noch eine weitere gute Chance da war. Umso unangenehmer verlief aus Leonhofener Sicht dann der Beginn der zweiten Hälfte, weil Julian Lenz in der 55. Minute für den SCU Ybbsitz ausglich. Entscheidend war danach aber die unmittelbare Antwort. Nur drei Minuten später stellte Marcel Schiller mit seinem zweiten Treffer auf 2:1 und brachte den FC Leonhofen damit sofort wieder in Führung.
Mit der neuerlichen Führung war die Partie allerdings noch lange nicht entschieden. Koll sprach offen an, dass der SCU Ybbsitz in dieser Phase mehr vom Spiel hatte und seine Mannschaft ordentlich unter Druck setzte. „Dann waren wir ein bisschen glücklich“, sagte der Trainer, der dabei eine Rettung auf der Linie erwähnte und vor allem den verschossenen Elfmeter der Gäste als Wendepunkt nannte. „Der entscheidende Moment war sicher, dass Ybbsitz den Elfmeter an die Stange geschossen hat. Sonst wäre das der Ausgleich gewesen.“ Kurz danach schwächte sich der SCU Ybbsitz selbst, als Ljubisa Nikodinovic in der 78. Minute die Rote Karte sah. Ganz durch war die Sache damit zwar noch nicht, wirklich Ruhe brachte aber erst der Treffer von Stefan Strohner in der 88. Minute, mit dem der FC Leonhofen auf 3:1 stellte.
Joachim Koll lobte nach dem Spiel nicht nur seine eigene Mannschaft, sondern beschrieb auch recht genau, was der Gegner gut machte. „Die wollten auch Fußball spielen, wollten viel kombinieren“, sagte der Leonhofen-Trainer. Vor allem über beide Seiten habe der SCU Ybbsitz viel Qualität gezeigt, dazu sei im Zentrum einiges gekommen. Gerade deshalb war Koll mit jenen Phasen zufrieden, in denen seine Mannschaft den Zugriff bekam. „In den richtigen Momenten hat unser Pressing ganz gut funktioniert. Da haben wir das 1:0 erzielt“, erklärte er. Gut gefallen habe ihm außerdem das Kombinationsspiel in die Offensive. Gleichzeitig benannte er aber auch klar die Punkte, an denen weiter gearbeitet werden muss. „Luft nach oben haben wir sicher noch bei der Chanceauswertung und vielleicht bei der einen oder anderen Situation in der Defensive“, sagte Koll.
Für den FC Leonhofen bleibt unter dem Strich ein gelungener Start in die neue Saison, auch wenn der Abend nach der Pause deutlich komplizierter wurde, als es die Halbzeitführung vermuten ließ. Koll fasste das nach dem Schlusspfiff nüchtern zusammen. „In Summe ist der Sieg für uns in Ordnung. Aufgrund der Chancen sind wir zufrieden, und es war durchaus ein wichtiger Sieg.“ Auch die Schiedsrichterleistung bewertete er „in Summe in Ordnung“, obwohl es laut seiner Einschätzung einige Szenen gab, über die gesprochen wurde. Den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften brachte der Trainer am Ende bewusst einfach auf den Punkt: „Wir haben drei Tore geschossen und nur eins bekommen, und wir haben die besseren Torchancen gehabt.“ Nach der ersten Runde steht damit ein 3:1, das dem FC Leonhofen den gewünschten Start gebracht hat, aber auch gezeigt hat, wo noch Luft nach oben ist.