In der Gebietsliga West hat der FC STYX Ober-Grafendorf den SC Herzogenburg mit 6:0 besiegt. Schon bis zur Pause stand es 3:0, nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber rasch drei weitere Treffer nach. Herzogenburg-Trainer Horst Giller redete die Niederlage danach nicht klein, sprach von einer „komplett überforderten“ Leistung und davon, dass seine Mannschaft dem Gegner vieles zu leicht gemacht habe.

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Viel Zeit brauchte der FC STYX Ober-Grafendorf nicht, um dieses Spiel in die gewünschte Richtung zu drehen. Nach zwölf Minuten brachte Fabian Diendorfer die Gastgeber in Führung, nur fünf Minuten später erhöhte Georg Kolenprat auf 2:0, und in der 19. Minute legte Patrik Began schon das 3:0 nach. Giller brachte diesen Verlauf nach dem Schlusspfiff mit einem knappen, aber deutlichen Satz auf den Punkt: „Nach zehn Minuten kann es 4:0 stehen.“ Auch wenn der erste Treffer erst in Minute zwölf fiel, zeigte diese Aussage klar, wie der Trainer die Anfangsphase erlebt hatte. Ober-Grafendorf war sofort im Spiel, während Herzogenburg von Beginn an keinen Zugriff fand und zur Pause bereits mit drei Toren zurücklag.
Der Trainer des SC Herzogenburg suchte nach dem Spiel keine Ausreden und auch keine Nebenschauplätze. Sein erstes Fazit fiel entsprechend hart aus: „Wir waren komplett überfordert.“ Viel mehr wollte Giller zunächst gar nicht sagen, doch in den wenigen Sätzen, die er abgab, steckte bereits die ganze Einordnung dieser klaren Niederlage. Er sprach dem Gegner Qualität zu, machte aber gleichzeitig deutlich, dass sein eigenes Team seinen Anteil an diesem deutlichen Ergebnis hatte. „FC STYX Ober-Grafendorf ist eine sehr gute Mannschaft, aber wir haben es ihnen zu leicht gemacht“, sagte Giller. Zur Leistung des Unparteiischen meinte er nur: „Bei so einer Partie kann der Schiedsrichter nichts falsch machen.“
Wer aus Sicht des SC Herzogenburg auf eine Wende nach dem Seitenwechsel gehofft hatte, bekam schnell die nächste Ernüchterung. Nur sechs Minuten nach Wiederbeginn traf Philipp Haberl zum 4:0, zwei Minuten später erhöhte Christoph Weyermayr bereits auf 5:0. In der 58. Minute kam dann noch ein Eigentor von Kevin Kraus dazu, das den Endstand von 6:0 bedeutete. Damit war die Partie nicht nur entschieden, sondern auch in ihrer Deutlichkeit endgültig festgeschrieben. Giller formulierte auch diesen Punkt ohne jede Beschönigung: „Wir hätten viel höher verlieren müssen.“ Der Trainer sprach zwar davon, dass sich „einzelne Spieler dagegengestellt“ hätten, fügte aber sofort an: „Als Mannschaft war es zu wenig.“
Für die Gäste war dieser Abend vor allem deshalb unerquicklich, weil der Trainer nicht nur einzelne Phasen kritisierte, sondern praktisch den gesamten Auftritt. Auf die Frage, was seiner Mannschaft am meisten gefehlt habe, antwortete Giller knapp: „Alles.“ Viel deutlicher lässt sich eine solche Niederlage kaum zusammenfassen. Nach einem 0:6 wie in Ober-Grafendorf geht es vor allem darum, als Mannschaft wieder ein anderes Gesicht zu zeigen und die klare Kritik des eigenen Trainers in eine Reaktion auf dem Platz umzusetzen.