In der Gebietsliga West hat Purkersdorf am Freitagabend bei USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten eine 0:4-Niederlage hinnehmen müssen. Co-Trainer David Hantschel sah bis zum ersten Gegentor ein ausgeglichenes, ereignisarmes Spiel, machte danach aber fehlendes Selbstvertrauen und zu viele bestrafte Fehler als Hauptgründe aus. Vor allem das 0:2 kurz vor der Pause gab der Partie aus seiner Sicht die entscheidende Richtung.

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David Hantschel machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass der Spielverlauf aus Purkersdorfer Sicht lange anders angelegt war, als es das Endergebnis vermuten lässt. „Bis zum 1:0 von USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten war es ein ausgeglichenes Spiel, ziemlich ereignisarm“, sagte der Co-Trainer. Dazu kamen laut Hantschel widrige Umstände, vor allem wettertechnisch. Der Bruch kam in der 34. Minute, als Eric Michlmayr das 1:0 erzielte. Hantschel sprach von einem Treffer „aus dem Nichts“ und schilderte einen Abstimmungsfehler zwischen Verteidigung und Tormann, nach dem der Angreifer von USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten den Ball ins leere Tor schieben konnte. Noch schwerer wog aus seiner Sicht aber das 2:0 kurz vor der Pause: Wieder war es Eric Michlmayr, diesmal in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, und diesmal nach einer Standardsituation. „Mit einem 2:0 im Rücken lässt sich natürlich recht befreit aufspielen“, sagte Hantschel.
Purkersdorf kam aus der Pause mit dem Versuch zurück, das Spiel noch einmal offen zu halten. „Wir haben nach der Halbzeitpause eigentlich alles versucht. Da kann man der Mannschaft nichts vorwerfen“, betonte Hantschel. Lange blieb aber das Problem bestehen, das er später sehr klar benannte: viel Aufwand, aber zu wenig Zählbares. Weil Purkersdorf im Rückstand mehr riskieren musste, wurde die Partie offener. In dieser Phase fiel in der 83. Minute das 3:0 durch Eric Michlmayr, der damit seinen Dreierpack komplett machte. Für Hantschel war damit die Entscheidung gefallen. „Endgültig das Genick gebrochen hat uns dann natürlich das 3:0“, sagte er. Nur zwei Minuten später legte David Hutterberger noch das 4:0 nach, womit aus einem lange offenen Spiel eine am Ende klare Niederlage wurde.
Bei der Analyse verteilte der Co-Trainer die Verantwortung bewusst nicht auf einen einzelnen Mannschaftsteil. „Wenn du 4:0 verlierst, dann ist das an beiden Enden des Platzes verloren gegangen“, sagte Hantschel. Vorne habe Purkersdorf einen sehr hohen Aufwand betrieben, sei aber nur zu wenigen konkreten Aktionen gekommen. Hinten sei gerade in der entscheidenden Phase der zweiten Halbzeit die Verunsicherung dazugekommen, und genau daraus seien die Fehler entstanden, die zu diesem Ergebnis geführt hätten. Noch deutlicher wurde er beim Thema Selbstvertrauen. „Uns fehlt derzeit das Selbstvertrauen, die Selbstverständlichkeit, vor allem in der Vorwärtsbewegung mit dem Ball“, sagte Hantschel. In einer mental schwierigen Lage würden Fehler besonders schnell bestraft, während die eigene Mannschaft sehr viel investieren müsse, um überhaupt im Spiel zu bleiben und einen Rückstand wieder zu drehen. „Wenn der Aufwand nicht belohnt wird, dann hängen halt die Köpfe“, brachte er die Lage auf den Punkt.
Trotz des 0:4 wollte Hantschel seiner Mannschaft den Einsatz nicht absprechen. „Das Negativste war generell das Ergebnis“, sagte er und ergänzte, dass er bis zum 0:3 eine Mannschaft gesehen habe, „die alles versucht hat“. Auch deshalb tat ihm die Höhe der Niederlage für seine Gruppe leid, obwohl er sie als berechtigt einordnete. Dem Gegner stellte er zugleich ein gutes Zeugnis aus. USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten sei mit dem Rückenwind von sechs Punkten aus zwei Spielen gekommen, dazu mit jener Selbstverständlichkeit in den Aktionen, die Purkersdorf aktuell fehle. Vor allem vorne habe USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten gute Einzelspieler, „die nicht sehr viele Möglichkeiten brauchen für ihre Tore“, sagte Hantschel. Unterm Strich blieb für ihn eine faire, hart umkämpfte Partie mit einer guten Schiedsrichterleitung. Für die nächsten Wochen gab er seiner Mannschaft trotzdem eine klare Botschaft mit: Purkersdorf werde die hohe Niederlage rasch abschütteln und den Aufwand bald in Tore, Punkte und Erfolge umwandeln.