In der Gebietsliga West hat FC Leonhofen am Freitagabend SV Gottsdorf/M./P. mit 3:0 besiegt. Aus Sicht von Gottsdorf-Obmann Robert Landstetter fiel das Ergebnis deutlicher aus, als es die erste halbe Stunde vermuten ließ. „Die ersten 30 Minuten hätten eigentlich uns gehört“, sagte er nach dem Spiel, verwies aber zugleich auf die bekannten Probleme: zu viele Fehler, zu leichte Gegentore und eine Chancenauswertung, die seiner Mannschaft erneut nichts Zählbares brachte.

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Gottsdorf kam nach der Einschätzung seines Obmanns ordentlich in die Partie und hatte in der Anfangsphase sogar vieles im Griff. Landstetter sagte: „Wir sind eigentlich gar nicht schlecht ins Spiel gekommen. Die ersten 30 Minuten hatten wir gut im Griff.“ Dazu passte auch seine Beschreibung, dass Leonhofen in dieser Phase wenig bis gar keine Möglichkeiten bekam, während die Gäste selbst zu zwei guten Chancen kamen. Gerade das machte den weiteren Verlauf aus Gottsdorfer Sicht umso bitterer, denn noch vor dem ersten Gegentor vergab man laut Landstetter die beste Möglichkeit auf die eigene Führung. Statt sich für den ordentlichen Beginn zu belohnen, lief seine Mannschaft wenig später wieder einem Rückstand hinterher.
Der Knackpunkt der ersten Halbzeit war für Landstetter klar die Szene vor dem 1:0 in der 31. Minute, als Marcel Schiller für Leonhofen traf. Aus seiner Sicht begann alles mit der ausgelassenen Chance auf das mögliche 1:0 für Gottsdorf, ehe die Gäste den nächsten Moment nicht sauber lösten. „Dann war Abstoß, wir haben das schlecht gelöst. Der Ball ist über die Verteidigung drüber, sie haben das sehr schnell gespielt und dann haben wir leider das 1:0 bekommen“, schilderte er die Entstehung. Für ihn war das keine isolierte Szene, sondern ein Muster, das sich bereits durch die ersten Wochen zieht. „Es war leider so wie in den letzten Partien: zu viele Fehler und zu leichte Gegentore.“ Mit diesem Rückstand ging Gottsdorf dann auch in die Pause, obwohl Landstetter den Gegner bis dahin nicht klar besser gesehen hatte. Auffällig war für ihn außerdem, dass die Partie im Großen und Ganzen fair blieb. Heikle Situationen oder größere Aufreger habe es nicht gegeben.
Dass Gottsdorf nach dem Seitenwechsel noch einmal zurückkommen könnte, bekam aus Sicht des Obmanns schon wenige Minuten nach Wiederbeginn einen schweren Dämpfer. In der 47. Minute erhöhte erneut Marcel Schiller auf 2:0, und genau dieses Tor bezeichnete Landstetter als spielentscheidend. „Der entscheidende Moment war, dass wir in der zweiten Halbzeit nur ein paar Minuten gespielt haben und wieder durch einen individuellen Fehler das 2:0 bekommen haben. Das war dann eigentlich spielentscheidend“, sagte er. Er verwies dabei auch auf die äußeren Bedingungen, die eine Aufholjagd zusätzlich erschwerten. Noch in der ersten Halbzeit habe das Wetter umgeschlagen, dazu sei ein extrem starker Wind aufgekommen, und Gottsdorf musste die zweite Hälfte gegen diesen Wind bestreiten. „Von Wind reden wir da eher nicht, sondern von Sturm“, meinte Landstetter. Für seine Mannschaft sei das alles andere als hilfreich gewesen, zumal die wenigen Chancen auf den Anschlusstreffer wieder ungenutzt blieben. Leonhofen machte es laut ihm einfacher und effizienter: „Sie haben die paar Chancen, die sie gehabt haben, genutzt.“ Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Stefan Strohner mit dem 3:0, einem „tollen Weitschuss“, wie Landstetter sagte, wobei die Partie zu diesem Zeitpunkt aus seiner Sicht bereits entschieden war.
Landstetter ordnete die Niederlage nicht als kompletten Leistungsabfall ein, sondern vielmehr als weiteres Spiel, in dem Gottsdorf an denselben Punkten scheiterte. „Der Unterschied war nur die Tore. Sonst war da meiner Meinung nach nichts“, sagte er und ergänzte, dass er beide Mannschaften grundsätzlich eher im Mittelfeld der Liga sehe. Gerade deshalb schmerzt das 0:3 umso mehr. Nach drei Runden steht Gottsdorf weiter ohne Punkte da, und der Obmann sprach die Probleme sehr offen an: „Wir machen einfach zu viele Fehler im Spielaufbau. Wir sind zu unkonzentriert und die Chancenauswertung ist momentan katastrophal.“ Besonders deutlich wurde er mit Blick auf die bisherige Offensive: „So haben wir in drei Runden ein Tor geschossen, und das ist einfach zu wenig, wenn man in dieser Liga spielen will.“ Dazu kamen an diesem Abend personelle Probleme. Ideal seien die Voraussetzungen also keineswegs gewesen. Trotzdem will Landstetter den Blick nach vorne richten. Vor dem nächsten Heimspiel gehe es nun vor allem darum, die Fehler abzustellen und vorne endlich wieder zu treffen.