In der Gebietsliga West hat sich SC Herzogenburg am Samstag mit 4:1 gegen USC kaschütz Rohrbach durchgesetzt und dabei auf einen Rückstand stark reagiert. Trainer Horst Giller sprach nach dem Schlusspfiff von einem über 90 Minuten "absolut verdienten" Sieg. Entscheidend war aus seiner Sicht das 1:1 kurz vor der Pause, das die Gastgeber nach dem 0:1 wieder in die Spur brachte.

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Schon in seiner ersten Einordnung machte Giller klar, dass er den Auftritt seiner Mannschaft nicht auf das nackte Ergebnis reduzieren wollte. "Wir waren von Anfang an sehr gut im Spiel, haben das Spiel gut im Griff gehabt und über die 90 Minuten absolut verdient gewonnen", sagte der Herzogenburg-Trainer. Dass die Gastgeber in der 37. Minute trotzdem in Rückstand gerieten, passte daher aus seiner Sicht zunächst nicht ganz zum Spiel. Manuel Stankovic brachte Rohrbach nach einem Standard nach einem Eckball mit 1:0 in Führung. Viel wichtiger für den weiteren Verlauf war dann aber, dass Herzogenburg noch vor dem Pausenpfiff antwortete. Matthias Reinthaler stellte in der 45. Minute auf 1:1 und nahm den Gästen damit den Vorsprung sofort wieder ab.
Genau dieses Tor hob Giller nach dem Spiel als Schlüsselmoment hervor. "Das 1:1 kurz vor der Halbzeit war sicher entscheidend", sagte er. Mit diesem Treffer ging Herzogenburg nicht nur mit einem besseren Gefühl in die Pause, sondern legte nach dem Seitenwechsel sofort nach. Tarik Handzic drehte die Partie in der 48. Minute, und damit war das Spiel endgültig auf die Seite der Gastgeber gekippt. Herzogenburg blieb am Drücker und belohnte sich in der Schlussphase auch noch mit weiteren Treffern. Thierry Ahissan erhöhte in der 76. Minute auf 3:1, nur drei Minuten später stellte Marc Romeo Grubmayr den 4:1-Endstand her. Aus einem 0:1 wurde damit ein klarer Heimsieg.
Dass der Erfolg so deutlich ausfiel, bewertete der Trainer auch wegen der personellen Lage hoch. "Unter Berücksichtigung der vielen Ausfälle war nicht zu erwarten, dass es so eindeutig wird", meinte Giller. Nach seinen Angaben fehlten der Stamm-Torhüter sowie beide Innenverteidiger, dazu standen mehrere junge Spieler in der Startelf. Umso bemerkenswerter war für ihn, wie ruhig seine Mannschaft nach dem Gegentor blieb. Auch beim 0:1 wollte er keinen Einzelnen herausheben: "Der Tormann hat bei dem Eckball vielleicht nicht ganz glücklich ausgeschaut, aber es ist ein ganz junger Tormann, da gibt es überhaupt keinen Vorwurf." So blieb unter dem Strich vor allem das Lob für die eigene Reaktion. Giller sprach von einer "absoluten Gratulation" an seine Mannschaft und nannte den Auftritt eine "sehr gute Reaktion auf das letzte Spiel". Mit dem 4:1 hält Herzogenburg nach drei Runden bei vier Punkten, Rohrbach wartet weiter auf die ersten Zähler.