In der Gebietsliga West hat SV Weichberger Oberndorf den starken Start von USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten mit einem klaren 3:0 gestoppt. Trainer Ivan Saric führte den Heimsieg vor allem auf eine durchgehend konzentrierte Vorstellung zurück. „Wir waren von Anfang an willig & giftig“, sagte er nach der Partie, in der Oberndorf laut seinem Coach zwar keinen großen Fußballabend brauchte, dafür aber mit Arbeit gegen den Ball und hoher Effizienz den Unterschied machte.

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Saric sprach nach dem Schlusspfiff von einer „geschlossenen Mannschaftsleistung“ und genau so entwickelte sich das Spiel aus seiner Sicht auch vom Anpfiff weg. Oberndorf war sofort präsent, investierte viel und arbeitete konstant gegen den Ball. Der Trainer machte keinen Hehl daraus, dass es kein fußballerischer Leckerbissen war. „Es war kein Spiel der vielen Chancen“, sagte er, um dann gleich den entscheidenden Punkt nachzuschieben: „Aber wir waren sehr effizient vor dem Tor.“ In dieser eher zähen Partie brachte Philipp Penzenauer die Gastgeber in der 23. Minute mit 1:0 in Führung. Saric erinnerte dabei an eine Szene, die ihm auch deshalb gefiel, weil sie sinnbildlich für den Auftritt stand: „Das erste Tor war eine Flanke, bei der der Kleinste in unserer Mannschaft ein Kopfballtor macht.“ Mit dieser Führung ging Oberndorf auch in die Pause und hatte damit genau die Basis gelegt, auf der der weitere Abend aufbauen konnte.
Weil Oberndorf schon vor der Pause wenig zuließ, bekam das 1:0 zusätzliches Gewicht. Saric betonte, dass Seitenstetten kaum zu Chancen kam und „eine Halbchance“ hatte. Direkt nach Wiederbeginn folgte dann jener Treffer, der das Spiel noch klarer in Oberndorfer Richtung drehte. Elias Schragl erhöhte in der 47. Minute auf 2:0. Der Trainer schilderte die Entstehung so: „Das zweite Tor war ein Schuss von Blaz Udovcic, den der Torwart klatschen lässt. Schragl reagiert am schnellsten und bugsiert den Ball ins lange Eck.“ Oberndorf blieb damit am Drücker und nutzte auch die nächste gute Möglichkeit. In der 60. Minute stellte erneut Philipp Penzenauer auf 3:0. Saric sprach bei diesem Treffer von einem „sehr guten Ball über die Abwehr“ von Fabian Hebenstreit, den Penzenauer verarbeitete und abschloss. Gerade in einem Spiel mit überschaubar vielen Abschlüssen machte genau diese Konsequenz den Unterschied aus.
Für Saric lag die Erklärung für den klaren Sieg aber nicht nur in den Toren, sondern vor allem in der Art, wie seine Mannschaft die Partie über 90 Minuten angenommen hat. „Diese konstante Leistung über 90 Minuten war spielentscheidend“, sagte der Trainer. Er hob die Laufarbeit, die Investition und das Verhalten gegen den Ball besonders hervor. „Jeder rennt für jeden, mit Leidenschaft, Mentalität und Herz am Platz – so musst du jede Woche auftreten, um Spiele zu gewinnen“, meinte Saric. Dass der Gegner mit viel Selbstvertrauen nach Oberndorf gekommen war, machte den Auftritt für ihn noch wertvoller. „Wir haben gewusst, dass Seitenstetten mit einer breiten Brust kommt, mit drei Spielen und drei Siegen“, sagte er. Umso zufriedener war er darüber, dass seine Mannschaft dem Gegner „fast alle Stärken weggenommen“ habe und auch Standards „sehr effektiv wegverteidigt“ wurden. Trotz des klaren 3:0 wollte Saric den Sieg nicht größer machen als nötig. „Wir haben auch nur ein Spiel gewonnen und müssen am Boden bleiben“, betonte er. Das Wochenende darf genossen werden, „aber ab Montag ist der Fokus auf Herzogenburg“.