In der Gebietsliga West hat SV Gottsdorf/M./P. gegen USC Biberbach mit 1:2 verloren. Nach einer ersten Hälfte, in der laut Trainer Dominik Müllner „alles in beide Richtungen kippen konnte“, stand es zur Pause 1:1. Nach dem Seitenwechsel brachte Andreas Eder die Gäste wieder in Führung. Müllner sah sein Team danach lange stabil, ärgerte sich aber darüber, dass mehrere gute Umschaltmomente nicht zum dritten Treffer führten. "Mit dem 3. Tor wäre das Spiel wohl entschieden gewesen."

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Einstieg war genau so, wie es der Biberbacher Trainer erwartet hatte: intensiv und offen. Müllner sagte nach dem Spiel, man habe um die Verunsicherung des Gegners gewusst, gleichzeitig aber auch gesehen, dass Gottsdorf „das eine oder andere anders versucht“ habe. Schon deshalb sei früh klar geworden, dass diese Partie keine einfache werden würde. In der 13. Minute ging Biberbach dennoch in Führung. Alexander Leutgeb spielte laut Müllner „einen tollen Pass in die Tiefe“, Patrick Hochwallner machte mit gutem Laufweg das 0:1. Lange hielt der Vorsprung aber nicht, denn nur drei Minuten später glich Thomas Hucko durch einen abgefälschten Freistoß für die Gastgeber zum 1:1 aus. Für Müllner passte dieses Bild zur ersten Hälfte: „Da können beide Mannschaften mit dem Unentschieden zufrieden sein.“
Nach der Pause sah der Coach seine Mannschaft dann besser im Spiel. „Bis dorthin hatten wir das Spiel und den Gegner eigentlich sehr unter Kontrolle“, sagte Müllner über die Phase vor dem zweiten Treffer. In der 66. Minute belohnte sich Biberbach dafür. Andreas Eder traf zum 1:2 und sorgte aus Sicht der Gäste für genau jenen Moment, der dem Spiel eine neue Richtung gab. „Das 2:1 hat uns in dieser Phase gutgetan, weil wir wussten, dass wir noch mehr Räume bekommen würden“, erklärte der Trainer. Genau darin lag für ihn später aber auch der wichtige Punkt: Biberbach kam noch zu mehreren guten Umschaltmomenten, ließ die Möglichkeit auf das 3:1 aber liegen. Müllner sprach von „drei bis vier tollen Umschaltmomenten“, in denen der entscheidende dritte Treffer möglich gewesen wäre.
Gerade weil dieses dritte Tor ausblieb, blieb die Partie bis zum Schlusspfiff eng. Gottsdorf kam noch einmal auf und versuchte in der Schlussphase alles, um doch noch zum Ausgleich zu kommen. Müllner machte seiner Mannschaft gerade für diese Phase ein großes Kompliment. „Am Ende des Tages haben wir wie Löwen bis zum Ende gekämpft“, sagte er. Der Trainer betonte, dass die Gäste in den letzten Minuten „wirklich alles reingeworfen“ hätten, obwohl Gottsdorf noch einmal viel nach vorne schob und auch einen Lattenschuss verzeichnen konnte. Gleichzeitig gehört für ihn auch dazu, dass seine Mannschaft trotz des Drucks nicht nur verteidigte, sondern vorne weiter gefährlich blieb und sogar noch „drei, vier Möglichkeiten auf das 3:1“ hatte. Spielentscheidende Diskussionen rund um besondere Spielsituationen gab es aus seiner Sicht nicht.
Bemerkenswert war nach dem Abpfiff auch, dass Müllner den Gegner trotz der Niederlage ausdrücklich stark einordnete. „Gottsdorf hat kein schlechtes Spiel gemacht“, sagte der Biberbacher Trainer. Im Spielaufbau habe der Tabellenletzte eine Kleinigkeit verändert, seine Mannschaft sei darauf aber vorbereitet gewesen. „Wenn wir uns mannschaftlich taktisch gut verhalten haben, hatten wir sie unter Kontrolle“, lautete seine Einschätzung. Gleichzeitig fügte er an, dass Gottsdorf „eine tolle Mannschaft“ sei, die „sicher noch ihre Punkte machen wird“. Für Biberbach zählen an diesem Nachmittag trotzdem vor allem die drei Zähler. Nach dem Auswärtssieg hält die Mannschaft nun bei neun Punkten und bleibt damit in der oberen Tabellenhälfte weiter gut dabei.