Spielberichte

Purkersdorf nach 0:0 im Kellerduell: „Es braucht nicht viel, dass uns der Knopf aufgeht“

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ASV Statzendorf
Purkersdorf

Im Kellerduell der Gebietsliga West trennten sich ASV Statzendorf und Purkersdorf mit 0:0. Das Ergebnis passte zu einer Partie, in der vieles Stückwerk blieb und auf beiden Seiten das Selbstvertrauen fehlte. Purkersdorfs Co-Trainer David Hantschel sprach nach Schlusspfiff von einem Spiel ohne große fußballerische Highlights. Zur Pause stand es bereits 0:0, und auch danach änderte sich am Grundbild nur wenig.

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Viel Kampf, wenig Spielfluss

Dass diese Partie kein fußballerischer Leckerbissen werden würde, deutete sich laut Hantschel früh an. „Es war ein Fußballspiel ohne große fußballerische Highlights, mit zwei Mannschaften, die gerade sicher nicht vor Selbstvertrauen strotzen“, sagte der Purkersdorfer Co-Trainer. Damit brachte er den Nachmittag ziemlich genau auf den Punkt. Beide Teams suchten zwar immer wieder den Weg nach vorne, doch über längere Phasen fehlten die Struktur und die Ruhe am Ball. Vieles lief über lange Bälle, vieles war direkt und geradlinig angelegt, und oft wirkte es so, als wollten beide Mannschaften vor allem keinen Fehler machen. Hantschel sprach davon, dass auf beiden Seiten „mit Handbremse“ gespielt worden sei. Auch Statzendorf probierte es seiner Wahrnehmung nach mit ähnlichen Mitteln, weshalb sich eine ausgeglichene, aber zähe Partie entwickelte.

Matchbälle bleiben ungenutzt

Ganz ohne Möglichkeiten verlief das Spiel allerdings nicht, und genau darin lag für Purkersdorf auch der Ärger nach dem Schlusspfiff. „Verpasste Chancen gab es auf beiden Seiten“, sagte Hantschel, der zugleich einräumte, dass „von der Anzahl her die Chancenvorteile sicher bei Statzendorf“ lagen. Die größte Möglichkeit der Gäste kam in der Schlussphase, als Purkersdorf einen Elfmeter nicht verwerten konnte. Auf der anderen Seite hatten auch die Gastgeber noch ihre große Szene, als Statzendorf nach einer Standardsituation die Latte traf. Mehr Matchball geht in einem 0:0 fast nicht. Hantschel hielt deshalb fest: „Im Endeffekt wird das Unentschieden in Ordnung gehen“, auch wenn aus Purkersdorfer Sicht „das Spiel zu gewinnen möglich gewesen wäre“. Gerade weil auf beiden Seiten Chancen da waren, wirkte die torlose Punkteteilung am Ende passend und unbefriedigend zugleich.

Ein Punkt als kleiner Schritt

Trotz der Enttäuschung über den verpassten Sieg wollte Hantschel den Auftritt seiner Mannschaft nicht nur negativ bewerten. Purkersdorf war bis zu diesem Spiel noch ohne Punkte, und in so einer Lage, erklärte der Co-Trainer, gehe es zuerst einmal darum, zusammenzustehen und gemeinsam zu arbeiten. „Wir haben nie aufgegeben. Wir wollten unbedingt die drei Punkte mitnehmen, wie auch immer“, sagte er. Genau diesen Einsatz über die gesamten 90 Minuten hob er positiv hervor. Dass spielerisch noch vieles fehlt, verschwieg Hantschel dabei nicht. Er sprach offen von einer schwachen Offensive und davon, dass bei beiden Mannschaften das Fußballspielen an diesem Tag zu kurz gekommen sei. Dazu kam aus seiner Sicht ein schwieriges Geläuf, das den Spielfluss zusätzlich hemmte. Den Schiedsrichter wollte er für das torlose Remis jedenfalls nicht verantwortlich machen. Dessen Leitung sei „in Ordnung“ gewesen und habe keinen großen Einfluss auf die Partie genommen.

Der Blick geht sofort nach Gottsdorf

So bleibt Purkersdorf nach dem ersten Punktgewinn weiter auf der Suche nach dem ersten Sieg, und genau das stellte Hantschel nach dem Spiel auch in den Vordergrund. „Wir müssen jetzt für die Zukunft schauen, dass wir den ersten Sieg einfahren“, sagte er mit Blick auf das nächste Kellerduell gegen Gottsdorf. Der Co-Trainer zeigte sich dabei trotz der anhaltenden Torflaute bewusst zuversichtlich. „Ich glaube, es braucht nicht viel, dass uns da wieder der Knopf aufgeht, dass wir gefährlicher und in der Offensive strukturierter werden“, meinte Hantschel. Nach dem 0:0 in Statzendorf ist das die große Aufgabe der nächsten Tage. Der Punkt kann für Purkersdorf ein kleiner Halt sein. Mehr aber auch nicht. Denn wenn aus aufopferndem Einsatz endlich einmal drei Punkte werden sollen, muss vorne bald mehr kommen als nur die Erkenntnis, dass ein Tor gefehlt hat.