In der Gebietsliga West hat ASK Loosdorf das Heimspiel gegen ASV Statzendorf nach frühem Rückstand noch klar mit 5:1 gewonnen. Trainer Christoph Koppensteiner sah dabei keinen einzelnen Knackpunkt, sondern vor allem eine Steigerung seiner Mannschaft über 90 Minuten. Nach dem 0:1 antworteten die Gastgeber schnell, führten schon zur Pause 2:1 und brachten die Partie mit dem dritten Treffer endgültig auf ihre Seite.

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Die Loosdorfer hatten sich für das Heimspiel viel vorgenommen und wussten laut ihrem Trainer sehr genau, dass Statzendorf nach dem Trainerwechsel unter der Woche schwer einzuschätzen sein würde. „Da werden die Karten oft neu gemischt“, sagte Christoph Koppensteiner. Seine Mannschaft kam aus seiner Sicht ordentlich in die Partie, hatte gleich zu Beginn gute Offensivaktionen und wollte die drei Punkte unbedingt daheim behalten. Trotzdem lag Loosdorf schon in der 9. Minute zurück, weil Benjamin Köttstorfer eine kurze Unaufmerksamkeit in der Defensive nutzte. Koppensteiner fand, dass Statzendorf diese Szene „sehr gut ausgespielt“ habe. Wichtig war für ihn danach aber die Reaktion seiner Elf. Loosdorf blieb ruhig, ließ sich vom 0:1 nicht beirren und kam in der 16. Minute durch einen Elfmeter von Marco Moser rasch zum Ausgleich. „Das hat uns natürlich sehr gut getan, dass uns der Ausgleich sehr bald nach dem Rückstand gelungen ist“, sagte der Trainer.
Mit dem 1:1 bekam Loosdorf laut Koppensteiner mehr Zugriff auf das Spiel. Er sprach davon, dass seine Mannschaft die Partie „grundsätzlich dominiert“ habe, auch wenn Statzendorf ein unangenehmer Gegner geblieben sei. Die Gäste waren körperlich präsent, suchten immer wieder hohe Bälle und wollten über Konter gefährlich werden. Ganz vom Feld waren sie also nicht, aber Loosdorf hatte über weite Strecken mehr vom Spiel und konnte die Begegnung kontrollieren. In der 33. Minute fiel dann die verdiente Führung, als Patrik Chrenko eine „super Flanke“ laut Koppensteiner „sensationell mit dem Kopf ins lange Eck“ setzte. Mit dem 2:1 ging es in die Pause, und der Plan war klar: Loosdorf wollte so schnell wie möglich den dritten Treffer nachlegen. Dass das erst in der 65. Minute gelang, störte den Trainer ein wenig, weil seine Mannschaft davor schon mehrere gute Möglichkeiten hatte. „Da müssen wir uns eingestehen, dass wir die Chancen nicht genutzt haben“, sagte er offen. Erst mit dem 3:1 von Marco Moser, der nach einem zunächst geblockten Versuch im zweiten Anlauf ins Eck traf, kippte das Spiel endgültig auf die Seite der Gastgeber.
Nach dem dritten Tor wurde die Partie für Loosdorf deutlich einfacher. Statzendorf musste offensiver werden, und genau in diesen Räumen fühlte sich die Heimelf wohl. Koppensteiner erklärte, dass seine Mannschaft dann sehr kontrolliert weiterspielte und die offenen Situationen konsequent nutzte. Beim 4:1 in der 86. Minute hob er Lucas Kühberger hervor, der einen Zweikampf gewann und damit den Raum für Marco Moser öffnete. Moser lief alleine auf das Tor zu und stellte mit seinem dritten Treffer des Abends auf 4:1. Eine Minute vor dem Ende folgte dann noch das 5:1, und auch dieses Tor schilderte der Loosdorf-Trainer gerne etwas genauer. Marco Moser spielte laut Koppensteiner einen „wirklich sensationellen Pass“ in die Schnittstelle, den Patrik Chrenko sehr gut vollendete. Damit standen am Ende nicht nur fünf Tore für Loosdorf zu Buche, sondern auch ein sehr klarer Schlussakkord nach einer Partie, die lange enger war, als es das Endergebnis vermuten lässt.
Koppensteiner war nach dem Schlusspfiff zufrieden, aber nicht nur wegen der fünf Tore. Ihm gefiel vor allem, dass seine Mannschaft mit dem Ball viele gute Lösungen fand. „Wir haben viele Situationen spielerisch gut gelöst, sind über die Seiten und auch über die Mitte gut in die Offensive gekommen“, sagte er. Gleichzeitig machte er deutlich, warum das Spiel für ihn nicht schon früher entschieden war. In der ersten Halbzeit habe sich seine Mannschaft gegen den Ball noch „das eine oder andere Prozent gespart“, wichtige Laufwege nicht immer konsequent gemacht und deshalb dem Gegner Räume gelassen. Nach der Pause sei das besser geworden. „Es gibt in dieser Liga keinen Gegner, den man schlagen kann, wenn man nicht selbst bei 100 Prozent ist“, sagte der Trainer. Genau diese 100 Prozent sah er im zweiten Abschnitt dann deutlich öfter. Über Statzendorf verlor er trotz der klaren Niederlage des Gegners kein schlechtes Wort. „Statzendorf ist ein unangenehmer Gegner, körperlich sehr präsent“, meinte Koppensteiner und ergänzte, dass seine Elf die gefährlichen Konter großteils gut entschärft habe. Auch mit dem Unparteiischen war er einverstanden: „Die Schiedsrichterleistung war heute sehr gut und es gibt nichts zu diskutieren.“ Für Loosdorf war es damit nicht nur ein klarer Heimsieg, sondern auch ein Abend, an dem der Trainer seiner Mannschaft gratulierte und zugleich die Richtung für die nächsten Wochen vorgab: „Wir müssen hart weiterarbeiten, damit wir diese Spiele auch erfolgreich bestreiten können.“