In der Gebietsliga West hat der SV Gottsdorf/M./P. am Freitagabend beim USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten mit 3:0 gewonnen. Trainer Fabian Riedler sah den Schlüssel in einer starken ersten halben Stunde und im zweiten Treffer, der seiner Mannschaft die nötige Sicherheit gab, gerade auswärts gegen einen guten Gegner. Zwei frühe Tore von Fabian Stadler stellten die Weichen, ehe Daniel Kugler-Blumauer den Auswärtssieg spät endgültig absicherte.

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Gottsdorf kam sofort gut hinein und setzte genau das um, was Fabian Riedler nach dem Spiel als Basis für den Auswärtssieg hervorhob. "In den ersten dreißig Minuten waren wir sehr dominant und haben Seitenstetten sehr wenig Zugriff aufs Spiel gelassen", sagte der Trainer. Dass seine Mannschaft schon in Minute fünf durch Fabian Stadler in Führung ging und in Minute 21 nachlegte, passte zu diesem Bild. Vor allem in den defensiven Zweikämpfen sei sein Team präsent gewesen. So bekam Seitenstetten zunächst kaum Räume, während Gottsdorf vorne effizient war und sich die frühe 2:0-Führung erarbeitete. Für Riedler war genau dieser zweite Treffer ein Schlüsselmoment: "Mit dem 2:0 hatten wir die Sicherheit, mit zwei Toren Vorsprung gegen einen guten Gegner auswärts."
Wie die beiden ersten Tore fielen, schilderte Riedler sehr konkret, und auch darin zeigte sich der klare Plan der Gäste. Vor dem 1:0 gab es laut dem Gottsdorf-Coach eine Seitenverlagerung und einen langen Ball aus dem Zentrum auf die linke Seite. Von dort kam der Querpass in die Mitte, wo Fabian Stadler "sehr gut ins lange Eck abschloss". Auch beim 2:0 lief der Angriff wieder über links. Nach einem geblockten Versuch reagierte Stadler am schnellsten und schloss "mit dem linken Fuß ins lange Eck trocken" ab. Zwei Treffer des Angreifers innerhalb der ersten 21 Minuten brachten Gottsdorf früh auf Kurs und zwangen Seitenstetten dazu, dem Spiel von da an hinterherzulaufen.
Ganz ohne Druckphasen der Gastgeber verlief der Abend aus Sicht der Gäste dennoch nicht. Riedler räumte ein, dass Seitenstetten vor der Pause in den letzten zehn bis fünfzehn Minuten mehr vom Spiel hatte und Gottsdorf weit zurückdrängte. Wirklich zwingend wurde der USC aus seiner Sicht aber nicht: "Sie haben uns sehr stark hinten reingedrückt, aber ohne wirklich zwingende Chancen." Auch nach dem Seitenwechsel hatte Seitenstetten viel Ballbesitz und versuchte, die Gäste in Bewegung zu bringen. Riedler sah seine Mannschaft dabei allerdings überragend in der Arbeit gegen den Ball. "Jeder Laufweg defensiv war korrekt. Jeder gab alles für jeden über neunzig Minuten", sagte er. Erst in Minute 89 machte Daniel Kugler-Blumauer mit dem 3:0 alles endgültig klar. Riedler sprach von einer "überragenden Einzelleistung", bei der sich der Torschütze bis in den Strafraum durchtankte und trocken ins lange Eck abschloss.
Am Ende stand damit ein 3:0, das aus Gottsdorfer Sicht nicht nur wegen der drei Tore schlüssig wirkte, sondern vor allem wegen der geschlossenen Arbeitsleistung. Für Riedler lag der Schlüssel klar in der Mannschaftstaktik. "Wir haben den Gegner sehr wenig in Richtung unseres Tores gelassen. Das war sicher der Schlüssel zum Erfolg", sagte der Trainer. Dass Seitenstetten erst in der Nachspielzeit noch eine Rote Karte gegen Jonas Tatzreiter sah, änderte an der Entscheidung nichts mehr. Ausschlaggebend war, dass Gottsdorf früh zuschlug, danach kompakt blieb und den Abend mit dem späten dritten Tor abrundete. Genau diese Mischung aus Effizienz und mannschaftlicher Disziplin nahm der Trainer als wichtigste Erkenntnis aus Seitenstetten mit.