Spielberichte

„Der Knackpunkt war, dass Ober-Grafendorf das 3:1 nicht macht“ – Ybbsitz dreht die Partie spät

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FC Ober-Grafendorf
SCU Ybbsitz

In der Gebietsliga West hat FC STYX Ober-Grafendorf gegen SCU Ybbsitz trotz 2:1-Pausenführung noch 2:3 verloren. Für Ybbsitz-Trainer Patrick Ledic lag der Knackpunkt nicht erst in der Nachspielzeit, sondern in der starken Phase der Gastgeber nach der Pause. Weil sein Team diese Minuten überstand, wieder Ruhe ins Spiel brachte und geduldig blieb, nahm es am Ende doch noch alle drei Punkte mit.

Blick auf die Beine eines Spielers, im Hintergrund der Schiedsrichter

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starker Beginn, aber zu wenig aus der ersten Phase gemacht

Aus Sicht von Patrick Ledic begann die Partie genau so, wie sich Ybbsitz ein schweres Auswärtsspiel bei einem Spitzenteam vorstellt. „In der ersten Hälfte waren wir vor allem in den ersten zwanzig Minuten sehr gut im Spiel“, sagte der Trainer. In diese Phase fiel auch die Führung durch Julian Lenz in der 12. Minute. Für Ledic war aber früh klar, dass sein Team da schon hätte nachlegen können. Er sprach von drei weiteren hundertprozentigen Möglichkeiten, bei denen seine Mannschaft alleine vor dem Tormann gestanden sei. Gerade deshalb schmerzte es, dass das 2:0 ausblieb. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit wurde Ober-Grafendorf stärker, die Partie kippte mehr und mehr in Richtung Ausgeglichenheit, ehe Fabian Diendorfer in der 21. Minute den Ausgleich erzielte. Kurz vor der Pause kam es für Ybbsitz dann noch bitterer: Nach einem Ballverlust im Spielaufbau traf Damian Kachut mit einem Weitschuss zum 2:1 für die Heimischen.

Die Phase nach der Pause war laut Ledic der eigentliche Wendepunkt

Wenn Ledic von einem Knackpunkt spricht, dann meint er nicht den späten Siegestreffer, sondern ganz klar die ersten zwanzig Minuten nach Wiederbeginn. In dieser Phase war Ober-Grafendorf die bessere Mannschaft und hatte laut dem Ybbsitz-Coach einige Möglichkeiten, auf 3:1 zu stellen. „Ähnlich zu uns in der ersten Hälfte hat es der Gegner in dieser Phase verabsäumt, die Führung auszubauen. Wenn da das 3:1 fällt, dann wird es natürlich noch einmal viel schwieriger zurückzukommen“, sagte er. Genau dieses Ausbleiben des dritten Treffers war für ihn entscheidend. Ybbsitz überstand die Druckphase, konnte sich wieder sortieren und fand danach Schritt für Schritt zurück in die Partie. Auch eine Szene blieb Ledic dabei besonders hängen: „Knackpunkt war sicher die vergebene Chance von Diendorfer drei Meter allein vorm Tor, wo er übers Tor schießt.“ Statt des möglichen 3:1 fiel in der 72. Minute auf der anderen Seite das 2:2, als Jasmin Fejzic mit einem Weitschuss erfolgreich war. Von da an war das Spiel wieder völlig offen.

Geduldig geblieben und in der Nachspielzeit belohnt

In der Schlussphase sah Ledic eine offene Partie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, ehe Ybbsitz in der 92. Minute noch den entscheidenden Treffer setzte. Lukas Fischböck sorgte mit dem 2:3 für den späten Auswärtssieg und für große Erleichterung bei den Gästen. Der Trainer erklärte danach, warum seine Mannschaft aus seiner Sicht doch noch als Sieger vom Platz ging: „Wir haben sehr viel investiert, gut gegen den Ball gearbeitet und waren sehr diszipliniert.“ Dazu habe seine Elf aus der Cupniederlage gegen Ober-Grafendorf und dem klar verlorenen Spiel gegen Loosdorf gelernt. Ledic gefiel die Laufbereitschaft, die Geduld und vor allem, dass seine Mannschaft nach dem Pausenrückstand nie den Glauben verloren habe. „Das war ein Sieg des Willens“, sagte er. Gleichzeitig verteilte er auch Anerkennung an den Gegner. Ober-Grafendorf sei „eine sehr starke Mannschaft mit viel Qualität vor allem in der Offensive, die nicht umsonst so weit vorne in der Tabelle steht“ und habe sich für die eigene Leistung eigentlich ebenfalls Punkte verdient. Für Ybbsitz sei dieser Erfolg aber gerade nach der Vorwoche „für den Kopf sehr wichtig“ gewesen und soll nun Rückenwind für die letzten Begegnungen im Herbst bringen.

Gebietsliga West: Ober-Grafendorf : Ybbsitz - 2:3 (2:1)

  • 92
    Lukas Fischböck 2:3
  • 72
    Jasmin Fejzic 2:2
  • 46
    Damian Kachut 2:1
  • 21
    Fabian Diendorfer 1:1
  • 12
    Julian Lenz 0:1