In der Gebietsliga West hat SCU Ybbsitz am Samstag mit einem klaren 7:2 über USC kaschütz Rohrbach den zweiten Sieg in Folge eingefahren. Trainer Patrick Ledic machte danach keinen einzelnen Schlüsselmoment aus, sondern sprach von einem Auftritt, bei dem seine Mannschaft "von der ersten Minute an überlegen" gewesen sei. Die frühe Führung, das 4:0 bis zur Pause und der konsequente Auftritt auch nach dem Seitenwechsel erklärten aus seiner Sicht einen Abend, an dem Ybbsitz fast durchgehend den Ton angab.

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Schon der Beginn zeigte, in welche Richtung sich die Partie entwickeln würde. Ybbsitz hatte viel Ballbesitz, suchte geduldig nach Lösungen und kam früh zu den ersten Möglichkeiten. Nach elf Minuten brachte Philip Schweighuber die Gastgeber in Führung. Ledic beschrieb die Szene so: "Beim 1:0 wird der Ball nach einem Eckball aus dem Strafraum herausgeköpft, dann folgt ein Weitschuss, der noch entscheidend abgelenkt wird." Nur fünf Minuten später legte Srdan Mrzic das 2:0 nach. "Das 2:0 ist über eine schöne Kombination mit einem Pass in die Tiefe entstanden, dann geht Mrzic allein aufs Tor und schließt wunderbar ab", sagte der Trainer. Für Ledic war genau dieser Start enorm wichtig: "Natürlich war es wichtig, dass wir in der Anfangsviertelstunde gleich zwei Tore gemacht haben." Ybbsitz blieb am Drücker und fand laut seinem Coach auch gegen den teilweise tiefen Block der Gäste immer wieder spielerische Antworten. Noch vor der Pause erhöhte Mrzic in der 35. Minute auf 3:0 und in der 44. Minute auf 4:0. Dass die Partie schon zur Halbzeit so deutlich stand, passte zum Eindruck auf dem Platz und zu Ledics Urteil: "Wir haben vom Start weg viel Ballbesitz gehabt und gute Lösungen gehabt."
Mit dem 4:0 im Rücken schaltete Ybbsitz nicht zurück, sondern machte nach dem Seitenwechsel genau dort weiter. In der 50. Minute traf Mrzic auch zum 5:0 und erzielte damit seinen vierten Treffer des Tages. Jasmin Fejzic erhöhte in der 63. Minute auf 6:0, ehe Jonas Böhmwalder nur zwei Minuten später für Rohrbach auf 6:1 verkürzte. Ybbsitz antwortete aber prompt: Daniel Mitterer stellte in der 70. Minute auf 7:1, den letzten Treffer des Spiels erzielte Raul-Augustin Stefanciuc mit dem 7:2 in der Nachspielzeit. Ledic gefiel dabei vor allem, dass seine Mannschaft nie nachließ. "Genauso wichtig war, dass wir immer nachgelegt und nie wirklich einen Gang runtergeschaltet haben", sagte er. Gerade darin lag für ihn die Stärke dieses Auftritts, weil seine Mannschaft nicht nur am Ball überzeugte, sondern auch gegen den Ball. "Wir waren sehr griffig und auch bei höheren Spielständen nie zu schade für Meter gegen den Ball." Dass am Ende trotzdem noch Chancen liegenblieben, störte Ledic nur am Rand. "Wir haben trotz der Tore auch noch einige Möglichkeiten vergeben, aber das ist nach so einem Spiel Meckern auf hohem Niveau."
Bei aller Klarheit im Ergebnis wollte Ledic den Gegner nicht kleinreden. Er verwies darauf, dass Rohrbach personell angeschlagen nach Ybbsitz gekommen sei, lobte aber gleichzeitig den Auftritt der Gäste. "Man kann auf jeden Fall positiv erwähnen, dass sie auch bei höherem Rückstand immer versucht haben, von hinten herauszuspielen und spielerische Lösungen zu finden", sagte der Trainer. Dazu sei die Mannschaft stets fair geblieben, was auch dafür sorgte, dass der Unparteiische einen ruhigen Nachmittag hatte. "Die Schiedsrichterleistung war vollkommen in Ordnung", meinte Ledic. Für Ybbsitz zählt unter dem Strich ein in dieser Höhe überzeugender Heimsieg, mit dem sich die Mannschaft nach dem zweiten Erfolg in Serie mit nun 16 Punkten auf Platz sechs im vorderen Mittelfeld festsetzt. Der Trainer machte daraus auch gleich die Richtung für die nächsten Wochen klar: "Wir sind sehr glücklich mit dem zweiten Sieg in Folge und wollen jetzt aus den letzten vier Spielen noch möglichst viele Punkte holen."